Liebe? Liebe!.

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mensch paulus

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Liebe? Liebe!
 

Die Erfüllung des Gesetzes
Kaum ein Wort bringt so viele schöne Erinnerungen mit sich, weckt so viele Erwartungen und fordert heraus zu Taten der Hingabe und der Fürsorge wie das Wort „Liebe“. Zugleich ist „Liebe“ eines der am meisten geschundenen und missbrauchten Wörter. Was wurde nicht schon alles als „Liebe“ bezeichnet, was hat man den Menschen als Objekt der Liebe verordnet: von Vaterland bis Mutter Kirche ...

Foto: Bernd Schmitz

Mutter und Kind - ein Beispiel von Liebe


Wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren!, und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Römerbrief 13,8.9


Die Liebe und wir
Was soll uns die Liebe?
Welche Hilfe
hat uns die Liebe gebracht
gegen die Arbeitslosigkeit
gegen Hitler
gegen den letzten Krieg
oder gestern und heute
gegen die neue Angst
und gegen die Bombe?
Welche Hilfe
gegen alles
was uns zerstört?
Gar keine Hilfe:
Die Liebe hat uns verraten
Was soll uns die Liebe?

Erich Fried (1921 - 1988)

Was sollen wir der Liebe?
Welche Hilfe
haben wir ihr gebracht
gegen die Arbeitslosikeit
gegen Hitler
gegen den letzten Krieg
oder gestern und heute
gegen die neue Angst
und gegen die Bombe?
Welche Hilfe
gegen alles
was uns zerstört?
Gar keine Hilfe:
Wir haben die Liebe verraten


Das wichtigste Gebot
613 Gebote und Verbote werden in den Büchern des Mose gezählt. Darunter so grundlegende wie die sogenannten Zehn Gebote, aber auch viele einzelne Reinheitsvorschriften und rituelle Anordnungen. Schon bei den Propheten findet sich aber auch eine Rangordnung: „Liebe will ich, nicht Schlachtopfer, Gotteserkenntnis statt Brandopfer“ (Hosea 6,6). Jesus steht in dieser Tradition, wenn er die Gottes- und Nächstenliebe „das höchste Gebot“ nennt (Markus 12,29-31). Auch Paulus vertritt dieses Prinzip in seinen Briefen.

Theorie und Praxis
Heute stimmen die meisten dieser Überzeugung vorbehaltlos zu. Zumindest im privaten Bereich versuchen die Menschen, entsprechend zu leben. In vielen gesellschaftlichen Zusammenhängen dagegen wird die Liebe geopfert – auf den Altären von Nützlichkeit und Verwertbarkeit oder der Vermehrung des Kapitals.

Protest
Im Namen der Liebe ist deshalb gegen Ausbeutung und Ausgrenzung, gegen Hunger und Krankheit zu protestieren und zu handeln.


Worterläuterung
Gesetz
Die fünf Bücher Mose, Inbegriff der Offenbarung Gottes für Juden und Christen; siehe auch die „In neuem Licht – Paulus und die Tora“


Zum Gedicht:
Erich Fried, Es ist was es ist. Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte,
Berlin 1983

Tips zum Weiterlesen:
Paulus
1. Korintherbrief, Kapitel 13

Erich Fromm
Die Kunst des Liebens, 1959

Benedikt XVI.
Deus caritas est, Enzyklika, Dezember 2005

Brief der 138 Islamgelehrten
Kommt zu einem gemeinsamen Wort (13. Oktober 2007)

 



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