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Glauben leben: Taufe

Glauben leben: Taufe


Sakramente: Die Taufe
Hintergrund-Informationen zum grundlegenden Sakrament des Christ-/Christin-Werdens
 

Schwangerschaft und Geburt eines Kindes verändern das Leben von Mutter und Vater grundlegend. In Freude und Staunen über das neugeborene Leben und im Gefühl der Verantwortung für dieses hilflose kleine Kind erfahren Mann und Frau das Übernatürliche : Das neue Leben erleben sie als Gabe und als Aufgabe . Gerne möchten die Eltern ihr Kind und sich selbst in dieser Situation unter den Schutz Gottes stellen. Häufig wenden sich die Eltern deshalb an die Kirche und bitten um die Taufe ihres Kindes.

 

Die Kirche will die Frohe Botschaft vom Heilsplan Gottes weitergeben und in den Sakramenten das Leben der Glaubenden stärken. Seit es die Kirche Jesu Christi gibt, ist die Taufe „das Eingangstor und die Grundlage des gesamten Christseins“ (Kath. Erwachsenenkatechismus, S.330).

 

Was Taufe meint, wird am deutlichsten bei derTaufe eines Erwachsenen.

Ein Mensch findet in einer konkreten Lebenssituation - vom Geist Gottes geführt - Interesse an der Lebensweise und am Lebenswissen der Christen. Er wendet sich beobachtend und fragend an glaubende Menschen und begibt sich mit ihnen auf den Weg zum Christwerden (Katechumenat).

Bei der Spendung der Taufe wird die gnadenhafte Zuwendung Gottes durch den Dienst der Kirche ausdrücklich, im Zeichen sinnenhaft erfahrbar: Der alte Mensch stirbt im Wasserbad („taufen“ kommt von „untertauchen“!), ein neuer Mensch fängt an zu leben. „Wisst ihr denn nicht, dass wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?... Wenn wir ihm nämlich gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein“ (Paulus im Brief an die Gemeinde von Rom, Röm 6, 3-5). Davon sprechen die Symbole der Taufliturgie: Wasser, Kerze, Chrisamsalbung, weißes Kleid.

 

Das also meint Taufe: Eine neue Existenz sein, Anteil haben an der Gotteskindschaft Jesu und seinem ewigen Leben, aufgenommen in die Gemeinschaft der Glaubenden aller Jahrhunderte und aller Kontinente.

 

Kinder-Taufe

Eine so radikale Lebensänderung erlebt man bei der Taufe von Kleinkindern nicht. Aber die Säuglingstaufe behält nach wie vor ihre Berechtigung, wenn Taufwille, Taufglaube und Taufversprechen auf Seiten der Eltern gegeben sind.

 

Jahrhunderte lang lebten die Christen in Europa in einer volkskirchlich geprägten Situation; Familie, Schule, Gesellschaft waren durch christliche Normen, Werte und Glaubensinhalte geprägt; man konnte eigentlich nur Christ werden. Auf die Säuglingstaufe folgte ein lebenslanges Glaubenslernen im Rhythmus des Lebens von der Wiege bis zur Bahre: Wie ihre Muttersprache, so lernten die Kinder ein Leben in und mit der Kirche. Das rechtfertigt die Säuglingstaufe bis heute; die Vorstellung, die Kinder nicht zu taufen, bis sie es selbst wollen, ist pädagogisch gesehen unrealistisch: Familie und Gesellschaft prägen bewusst oder unbewusst jedes Kind mit. Deshalb können christliche Eltern ihr Kind taufen lassen, wenn sie es christlich erziehen wollen

 

Volkskirchliche Lebenszusammenhänge sind heute aber weithin weggebrochen; daraus ergeben sich für Eltern, die ihr Kind taufen lassen wollen, (und auch für die Seelsorge) vielfältige Probleme:

Was wollen die Eltern feiern, wenn sie um die Taufe bitten? Darf der Priester, der Diakon taufen, wenn er bei den Eltern nichts von dem vorfindet, was die Kirche mit dem Initiationssakrament Taufe verbindet?

 

Aber das erfährt man nur in einer Gemeinschaft. Und ein Fest allein bewirkt nicht das Hineinwachsen in den Glauben.



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