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Dom-Bild der Woche

Dom-Bild der Woche


Die reiche Fisch-Ernte
Gedanken und Betrachtungen zu Bildern aus dem Trierer Dom... Die Texte stammen von Frauen und Männern, die als DomführerInnen auch sonst den Menschen helfen, den Dom zu sehen und zu verstehen.
Mittwochs um 12:30 Uhr geht es in der "Atempause" im Dom jeweils um ein Kunstwerk im Dom...

 
Petrus-Altar in der Krypta im Dom (Bilder: Rita Heyen)
 
Jesus ist tot. Die Jünger kehren zu ihrem alten Broterwerb zurück, sie gehen fischen. Aber in dieser Nacht fangen sie nichts.

Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein.
Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.
Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See.
Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot.
Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt.
Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. (Joh 21, 2-11)
Jesus und Petrus am Ufer - 153 Fische im Netz: am Petrus-Altar
 
Der Petrusaltar in der Domkrypta, 1972 von Ulrich Henn aus Leutesdorf/Eifel gestaltet, erzählt diese Ostergeschichte, zeigt das prall gefüllte Netz, das der Jünger hinter sich herzieht, zu Jesus bringt. 153 Fische, eine reicher Fischfang nach einer ergebnislosen Nacht. Bei der Berufung der ersten Jünger hatte Jesus zu Simon Petrus gesagt: „Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen“ (Lk 5,11). 153 Sorten von Fischen kannte man damals, soll heißen: der Menschenfischer Petrus bringt alle Menschen vor den Herrn, der sie mit offenen Armen aufnimmt. Und Jesus bewirtet seine Fischer-Freunde mit gegrilltem Fisch und Brot...

Damit erinnert Jesus an den Anfang ihrer Beziehung, an den galiläischen Frühling. Und Petrus an dessen dreifachen Verrat bei der Gefangennahme. Und erneuert den Auftrag, für die Gemeinschaft der Glaubenden zu sorgen: Weide meine Schafe! Petrus lebt wieder auf. Es ist Ostern! Eine gute Nachricht, gerade für uns heute in Zeiten der Mutlosigkeit und Verzagtheit.

Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer!
Zum zweiten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!
Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zu Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich lieb habe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! (Joh 21, 15-17)

Text: Hans-Georg Reuter

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