Offizielle Internet-Präsentation des Bistums Trier

Menü überspringen

Zusatzmenü:


 

Contentbereich:

Kirchliches Amtsblatt

Kirchliches Amtsblatt

Samstag, 1. Februar 2014

Verordnungen und Bekanntmachungen
Geänderte Muster für Zuwendungsbestätigungen für die Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände
Jahrgang-Nr.:
158
Artikel-Nr.:
43

Mit Schreiben vom 7. November 2013 (Bundessteuerblatt Teil I S. 1333 v. 20. November 2013) hat das Bundesministerium für Finanzen neue verbindliche Muster für Zuwendungsbestätigungen veröffentlicht. Dies hat die Anpassung der verbindlichen Vordrucke für die von den Kir­chengemeinden und Kirchengemeindeverbänden zu verwendenden Zu­wendungsbestätigungen zur Folge.

 

Ab dem 1. Januar 2014 sind die Zuwendungsbestätigungen nur noch mit den neuen Vordrucken auszustellen. Die Pfarrbüros sind angehalten, ausschließlich die im elektronischen Meldewesensystem (e-mip2) hin­ter­legten digitalen Muster zu verwenden. Dies gilt auch bei Spenden, die bereits im Jahr 2013 eingegangen sind.

 

Ebenfalls im Meldewesensystem hinterlegt ist nunmehr auch ein digita­les Begleitschreiben an den Spender, in dem der jeweilige Ver­wendungszweck der Zuwendung vermerkt und bestätigt werden kann.

 

Auf folgende Änderungen weisen wir eigens hin:

 

1. Geldzuwendungen

Die neue Zeile „Es handelt sich um den Verzicht auf Erstattung von Aufwendungen Ja ( )  Nein ( )“ ist stets in der Zuwendungsbestätigung über Geldzuwendungen zu übernehmen. Durch Ankreuzen ist kenntlich zu machen, ob es sich um eine Aufwandsspende handelt.

Eine Aufwandsspende liegt dann vor, wenn der Spender einen eindeutigen Rechtsanspruch auf den Ersatz seiner mit einer Tätigkeit für die Kirchengemeinde bzw. den Kirchengemeindeverband verbundenen Aufwendungen hat und der freiwillig auf diesen Anspruch verzichtet. (Beispiele: 1. Fahrtkosten sind nur dann abzugsfähig, wenn durch Ver­trag oder vorherigen generellen Beschluss der Körperschaft ein Erstat­tungsanspruch eingeräumt wird, auf den später verzichtet wird.

b) Ehrenamtliche Mitarbeit wird freiwillig und ohne Vergü­tungs­an­spruch geleistet; eine Spendenbescheinigung darf hier nicht ausgestellt werden 

c) Werden Dienstleistungen (z. B. durch Handwerker, Architekten, Refe­renten) auftragsgemäß gegenüber der empfangenden Körperschaft erbracht, so ist die Ausstellung einer Spendenbescheinigung möglich, wenn eine ordnungsgemäße Rechnung bzw. Abrechnung vorgelegt und anschließend auf die Forderung verzichtet wird)

 

 

2. Sachzuwendungen

Handelt es sich um eine Sachspende, so sind in die Zuwendungs­bestätigung genaue Angaben über den zugewendeten Gegenstand aufzunehmen (z. B. Alter, Zustand, historischer Kaufpreis usw.). Die für die jeweilige Sachspende zutreffenden Sätze aus den Mustern sind entsprechend anzukreuzen.

Stammt die Sachspende nach den Angaben des Zuwendenden aus dessen Betriebsvermögen, so bemisst dich die Höhe der Zuwendung nach dem bei der Entnahme aus dem Betriebsvermögen angesetzten Wert. Für diese Fälle wird nun klargestellt, dass bei dem Betrag der Zuwendung auch die Umsatzsteuer zu berücksichtigen ist. Die dazu notwendigen Angaben muss der Zuwendende machen.

 

3. Sammelzuwendungsbestätigungen

Das Muster für Sammelzuwendungsbestätigungen wurde ebenfalls neu aufgelegt. Die Frage zu den Aufwandsspenden ist dabei in der Anlage für jeden Einzelbetrag zu beantworten.

 

4. Feststellungsbescheid über die Einhaltung der satzungsmäßigen Voraussetzungen

Die Weiterleitung von Spenden an neu gegründete Vereine oder andere neu gegründete privatrechtliche Körperschaften wird mit der – nur in Aus­nahmefällen benötigten – Fallgruppe 5 des Musters der Zuwen­dungs­bestätigungen für die Kirchengemeinde bzw. den Kirchenge­meindeverband bestätigt. Für diese Fälle ersetzt nun die förmliche Feststellung der satzungsmäßigen Voraussetzungen gemäß § 60 a der Abgabenordnung die bisherige vorläufige Bescheinigung des Finanz­amtes.

 

Weitere Informationen und Auskünfte zur Handhabung der Formulare im Melde­wesen­programm erteilt die Kanzlei der Kurie im Bi­schöflichen Generalvikariat, Hinter dem Dom 6, 54290 Trier, Telefon (06 51) 71 05-110, E-Mail: meldewesen@bgv-trier.de

 

Für die Beantwortung rechtlicher Fragen im Zusammenhang mit den Zuwendungs­bestätigungen steht die Abteilung 2.1: Jus­tiziariat und Recht im Bischöflichen Generalvikariat, Hinter dem Dom 6, 54290 Trier, Tele­fon (06 51) 71 05-6 48, zur Verfügung.

 

Trier, den 15. Januar 2014

 

Bischöfliches Generalvikariat
Kanzlei der Kurie
Rechtsverbindlich ist der im Kirchlichen Amtsblatt abgedruckte Text.



Diese Seite erreichen Sie unter: http://www.bistum-trier.de/goto/?17:119195