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Pressedienst

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Montag, 22. Oktober 2012

Kultur
Einsatz für ein Zusammenleben in versöhnter Verschiedenheit
Katholischer Frauenbund holt Kunstaktion „Engel der Kulturen“ nach Koblenz
Schirmerrin Marie-Theres Hammes-Rosenstein unterstützt Gregor Merten beim Ausbrennen der Intarsie für die nächste Aktion.
Schirmerrin Marie-Theres Hammes-Rosenstein unterstützt Gregor Merten beim Ausbrennen der Intarsie für die nächste Aktion.
Koblenz – Mit dem Kunstprojekt „Engel der Kulturen“ haben Koblenzer Frauen gemeinsam mit Kooperationspartnern am 21. Oktober ein Zeichen für das friedliche Miteinander der Religionen gesetzt. Von der Tahir-Moschee vorbei am Haus der Kulturen, der jüdischen Synagoge, der Florinskirche und der St. Jakobus-Kapelle haben sie gemeinsam mit den Künstlern Carmen Dietrich und Gregor Merten einen etwa 1,60 großen Stahlring durch die Stadt gerollt. Das Künstlerpaar hat die Zeichen der drei abrahamitischen Religionen Islam (Halbmond), Judentum (Davidstern) und Christentum (Kreuz) in den Ring gefasst und damit die Gestalt eines Engels visualisiert.Die Kunstaktion ist bereits in verschiedenen deutschen und europäischen Städten durchgeführt worden.

An den Stationen waren jeweils Sandbilder des Engels gelegt worden. An der letzten Station, der Liebfrauenkirche, wurde eine Intarsie (Einlegearbeit) – eine kleinere Version des Rings - die im September in Essen entstanden war, dauerhaft verlegt. Außerdem stellte Gregor Merten mit Hilfe der Anwesenden eine neue Intarsie her, die bei der nächsten Aktion in Lüdenscheid zum Einsatz kommt. Der Engel, der jeweils beim Ausbrennen der Intarsie entsteht, wird Teil einer „Abrahamsäule“, die eines Tages in Jerusalem errichtet werden soll.

Theodore Wenzel vom Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) Koblenz als Veranstalter freute sich, dass so vielen den Weg mitgegangen seien und dass „Muslime, Juden und Christen miteinander gegangen sind“. Fast 200 Menschen haben sich an der Aktion beteiligt. Wenzel betonte, sie hoffe, dass die Verlegung der Intarsie nicht das Ende der Aktion sei. Denn „die Begegnung miteinander und das Gespräch hilft Spannungen zu überwinden.“ Künstlerin Carmen Dietrich äußerte den Wunsch, dass „der ‚Engel der Kulturen’ die Vorübergehenden immer daran erinnern, sich für ein Zusammenleben in versöhnter Verschiedenheit und gegenseitiger Bereicherung einzusetzen“. Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein, die die Schirmherrschaft der Aktion übernommen hatte, sagte, die Gesellschaft brauche sichtbare Symbole. Sie sei stolz, dass Koblenz als eine Stadt, in der Menschen aus über 130 Nationen lebten, ein solches Symbol bekomme. „Das verständnisvolle und friedliche Miteinander ist Herausforderung und Voraussetzung für eine gelunge Integration“, betonte sie. Dass so viele Vertreter der verschiedenen Religionen an der Aktion teilnähmen, sei bemerkenswert. „Es zeigt, dass die Gemeinsamkeiten der drei Religionen viel größer sind als ihre Unterschiede“, sagte Hammes-Rosenstein.

Die Aktion „Engel der Kulturen“ war eine gemeinsame Veranstaltung des KDFB Koblenz und des KDFB Diözesanverbands Trier. Kooperationspartner waren die Frauengruppe des Ahmadiyya Muslim Jamaat e.V., die interkulturelle Frauengruppe der Arbeiterwohlfahrt Koblenz, die Evangelische Frauenhilfe Koblenz, der Synodalbeauftragte für das Christlich-Islamische Gespräch des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz, die Jüdische Kultusgemeinde Koblenz, die Alt-Katholische Pfarrgemeinde St. Jakobus und die Leitstelle für Integration der Stadt Koblenz. Weitere Infos gibt es unter www.engel-der-kulturen.de im Internet oder beim KDFB Trier, Tel.:0651-47494.




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