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Pressedienst

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Dienstag, 26. März 2013

Seelsorge
Orte der Trauer und Erinnerung
Merziger Ausstellung „Herzensgärten“ zeigt Fotos von Kindergräbern
Großformatige Fotos zeigen Kindergräber
Großformatige Fotos zeigen Kindergräber
Merzig – Eine Ausstellung mit großformatigen Fotos von Kindergräbern ist derzeit (bis 26. April) in der Stadthalle Merzig zu sehen. „Herzensgärten“, so haben die Initiatoren den visuellen Impuls überschrieben, mit dem sie einen Einblick vermitteln wollen in ganz verschiedene Ausprägungen von Trauer. Es sind ganz moderne Grabstätten zu sehen aus ungewöhnlichen Materialien und eher konservativ gestaltete Gräber. Ein Text der je betroffenen Eltern hilft die konkrete Form der Trauer um das verlorene Kind verstehen. 36 Tafeln sind so entstanden mit Fotos von Kindergräbern aus dem ganzen Saarland, eingeschickt von den Angehörigen.

Die Idee zu der Ausstellung entstand im Merziger Gesprächskreis für trauernde Eltern, geleitet von Pastoralreferent Jürgen Burkhardt und Anne Paul. Immer wieder kam in dem 1999 gegründeten Kreis das Thema Kindergrabstätten zur Sprache. Gemeinsam wollte man vielen Menschen einen Zugang bieten zu den intensiven Überlegungen von Eltern zur Grabgestaltung und zu der Liebe zu den Verstorbenen, die in den Ausgestaltungen der Grabstätten Ausdruck findet. Eine Ausschreibung zum Mitmachen und zur Einsendung von Fotos und Texten fand großen Widerhall, berichtet Burkhardt. Die so entstandene Ausstellung sollte an einem öffentlichen Ort gezeigt werden, mit viel Publikumsverkehr. So einen Platz hatte man mit der Stadthalle Merzig und ihren unterschiedlichsten Veranstaltungen gefunden. Bei den Besucherinnen und Besuchern haben die Ausstellungsmacher oft Erstaunen oder Irritation zum Thema beobachtet, aber auch Überraschung darüber, wie viel Leben und Liebe in den Grab-Bildern zum Ausdruck kommt, berichten Pastoralreferent Burkhard, Anne Paul und Anja Hauser vom Vorbereitungsteam. Man freut sich über das Interesse, schließlich will man mehr Verständnis wecken für die Trauerkultur und für die Menschen, „denen der Friedhof als ein wichtiger Ort der Erinnerung und der inneren Kommunikation viel bedeutet“. Verständnis wecken will man auch bei den Kommunen, deren Friedhofsordnungen einer entsprechenden Gestaltung von Kindergräbern oft noch entgegen stünden. Im Rahmen der Ausstellung entsteht ein Kunstobjekt zum Gedenken an verstorbene Kinder, an dessen Gestaltung sich die Besucher der Ausstellung beteiligen können. Das Kunstwerk aus Baumstämmen und riesigen Stahlnägeln wird im Anschluss an die Ausstellung im Merziger Garten der Sinne aufgestellt.

Eine Broschüre mit allen Exponaten der Ausstellung ist beim Kulturbüro der Stadt Merzig sowie bei den Veranstaltern zum Preis von fünf Euro erhältlich. Die Ausstellung ist zugänglich montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr. Für Führungen steht ein Kreis von Eltern aus der Vorbereitungsgruppe zur Verfügung. Kontaktperson ist Pastoralreferent Jürgen Burkhardt, Telefon 06861-77499. Nach dem 26. April kann die Ausstellung von Interessierten ausgeliehen werden.

Kooperationspartner sind das Dekanat Merzig, das Haus der Familie in Merzig sowie der Verein „Trauernde Eltern und Kinder im Saarland e.V.“ Die beiden Merziger Buchhandlungen „Rote Zora“ und „Bock & Seip“ begleiten die Ausstellung durch Schaufenstergestaltungen und Büchertische.




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