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Pressedienst

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Donnerstag, 2. Januar 2014

Bistumsleitung
Diskrepanz zwischen Lebensrealität von Paaren und Lehre der Kirche...
Rückmeldungen aus dem Bistum Trier zur Umfrage des Vatikan zum Thema "Familie"
Aus dem Bistum Trier sind 208 Rückmeldungen zu der Umfrage des Vatikans im Vorfeld der für 2014 und 2015 geplanten außerordentlichen Bischofssynode zum Thema „Pastorale Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung“ eingegangen. Der weltweit einheitliche Fragenkatalog wurde im November veröffentlicht. Beteiligen konnten sich an der Umfrage alle Katholiken. Insgesamt gab es im Bistum Trier einen Rücklauf von 237 Fragebögen, davon stammten 29 nicht aus dem Bistum. Bei insgesamt 1,45 Millionen Katholiken im Bistum Trier kann das Ergebnis nicht repräsentativ sein und besitzt keine statistische Aussagekraft. Dennoch zeichnen sich viele Rückmeldungen durch ihre differenzierten Antworten aus.

Mehr als die Hälfte der Antwortenden empfinden eine Diskrepanz zwischen der Lebenswirklichkeit von Paaren und der Lehre der Kirche zu den vielfältigen Formen des Zusammenlebens. So wird in den meisten Rückmeldungen das Zusammenleben von Paaren vor der Ehe als Regelfall eingeschätzt. Dies gilt besonders für junge Christen, bei denen das Zusammenleben ohne Trauschein quasi als normal gilt.

Viele der Antwortenden bezeichnen den in einer Frage des vatikanischen Fragebogens verwendeten Begriff der „irregulären Situation“ für geschieden Wiederverheiratete als diskriminierend. In 50 Nennungen wird beschrieben, dass sich geschieden Wiederverheiratete als zur Kirche zugehörig empfinden, sie empfangen trotz offiziellen Verbots die Sakramente (36 Nennungen) und erleben ihre Situation nicht als „irregulär“ (18 Nennungen). Diejenigen, die sich zur Kirche zugehörig fühlen, wünschen eine offizielle Zulassung zu den Sakramenten, ein Ernstgenommen-Werden durch die Kirche und erleben die gegenwärtige Situation als sehr belastend.

Die Rückmeldungen insgesamt umfassen ein breites Spektrum von Einschätzungen und Vorschlägen, insbesondere erwarten sie "gelebte Barmherzigkeit" in Fragen der Ehe, des Scheiterns, des Neuanfangs und der Sexualität. Diese Barmherzigkeit sollte konkret auch in die Zulassung zu den Sakramenten münden.

Das Bistum Trier hat die Antworten aufbereitet und an die Deutsche Bischofskonferenz weitergeleitet, die ihrerseits die zusammengefassten Rückmeldungen aus den deutschen Diözesen sammelt und an den Vatikan weitergibt.

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