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Pressedienst

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Mittwoch, 12. Dezember 2007

Bischof
Apostel-Reliquien kehren an angestammten Platz zurück
Bischof Marx würdigt Bedeutung der Matthias-Basilika als Pilgerziel

Trier – Nach Abschluss des ersten Abschnitts der Bauarbeiten in der Basilika St. Matthias in Trier sind die Gebeine des Apostels Matthias am Montag, 10. Dezember zurück in die Krypta übertragen worden. „Damit kehrt der Apostel an die Stelle zurück, an der er seit Hunderten von Jahren verehrt wird", sagte der Abt der Benediktiner-Abtei St. Matthias, Ignatius Maaß. Im Rahmen dieser so genannten Translatio hatten die Mitglieder des Konvents und des Trierer Domkapitels die Reliquien in einen Holzschrein gelegt, der dann verschlossen und versiegelt wurde. In feierlicher Prozession wurde dieser Schrein dann in die renovierte Krypta gebracht und dort wieder in den steinernen Sarkophag eingelassen, in dem die Apostelreliquien im 12. Jahrhundert gefunden worden waren. „Reliquien haben für die Frömmigkeit heute einen guten Sinn, wenn sie auf dezente Weise erfahrbar werden lassen, dass der christliche Glaube auf dem Lebenszeugnis konkreter Personen ruht, Personen, die für uns nicht tot sind, sondern uns in der Gemeinschaft des Auferstandenen, für den sie ihr Leben eingesetzt haben, lebendig und nahe bleiben", erklärte der Abt. Während der vierjährigen Umbauzeit der Basilika waren die Gebeine an unterschiedlichen Orten in der Basilika aufbewahrt worden.

Im Anschluss an die Überführung der Reliquien feierte der Trierer Bischof Dr. Reinhard Marx gemeinsam mit mehr als 400 Gläubigen einen Gottesdienst in der St. Matthias-Basilika. In seiner Predigt sagte der Bischof, dass es das Geheimnis der Nähe zu Jesus sei, was die Anziehungskraft der Reliquien ausmache. Durch Reliquien wie die des Apostels Matthias lasse sich die Nähe zu einem Menschen spüren, der in der Zeit Jesus gelebt habe. „Auch in der heutigen Kirche geht es darum neue Nähe zu schaffen, um den christlichen Weg zu finden", betonte Marx. St. Matthias sei ein Ort, der weit über die Bistumsgrenzen hinaus die Menschen anziehe, die Basilika sei eine „Komm-Her-Kirche", würdigte der Bischof die Bedeutung der St. Matthias-Basilika, die mit dem Sarkophag mit den Gebeinen des Matthias das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen beherbergt und die als Pilgerort jedes Jahr Tausende Menschen anzieht.

Mit dem Umzug des Apostels an seinen angestammten Platz ist der erste große Bauabschnitt der St. Matthias-Basilika abgeschlossen, doch brauchen Bauvereine, Abtei und Pfarrei noch rund eine Million Euro um die restlichen Arbeiten fortsetzen zu können. „Allein der jetzt notwendige Innenanstrich, die Arbeiten an der Westempore und im Bereich der Seitenaltäre gehen ins Geld", beschrieb Bruder Augustinus Jünemann, wofür weiter Geld benötigt wird. Erleichtert zeigte sich Jünemann darüber, dass diese Bauarbeiten rechtzeitig vor Weihnachten abgeschlossen worden seien und die Basilika so für die Weihnachtsgottesdienste gerüstet sei. „St. Matthias ist barrierefrei, der Staub der vergangenen Jahre ist weg und wir sind froh, dass wir so weit gekommen sind", drückte auch Abt Ignatius seine Freude über das vorläufige Ende der Bauarbeiten aus. Mit dem barrierefreien Umbau ist das Matthiasgrab, das seit dem Mittelalter Ziel von Pilgern ist, erstmals auch für Menschen mit Gehbehinderung zugänglich.




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