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Pressedienst

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Sonntag, 23. Dezember 2007

Bischof
Leben kann nicht verrechnet werden
Bischof Marx spricht „Wort zum Sonntag“ im Südwestrundfunk

Trier/Mainz – „Leben kann nicht mit so genannten höheren Zwecken verrechnet werden. Dann würden wir in ein moralisches Niemandsland kommen." Das hat der Trierer Bischof Dr. Reinhard Marx am 23. Dezember betont. Im „Wort zum Sonntag", das im zweiten Hörfunk-Programm des Südwestrundfunks (SWR) ausgestrahlt wurde, sagte der Trierer Bischof, es sei „schrecklich", wenn sich in unserer Gesellschaft Organisationen etablieren wollten, die mit materiellen Interessen Menschen zur Selbsttötung verhelfen wollten. Das Leben, so betonte der Bischof, sei letztlich ein Geschenk, eine Gabe: „Und deshalb kann es auch kein absolutes Verfügungsrecht über das menschliche Leben geben, weder über das eigene noch über das Leben anderer", sagte Bischof Marx.

Die Kirche werde nie einverstanden sein können mit Verhaltensweisen und Gesetzen, die billigend in Kauf nähmen, dass menschliches Leben, getötet werde. Das gelte für das ungeborene Leben, aber auch für das kranke und schwache Leben. An Weihnachten, so sagte der Bischof von Trier, zeige sich Gott als „ein Gott des Lebens, als ein Freund des Lebens". Durch seine Menschwerdung heilige er in besonderer Weise das menschliche Leben. „Wenn die Ehrfurcht vor diesem Heiligtum des Lebens verschwindet, ist die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft gefährdet. Sie verliert an Sensibilität und Aufmerksamkeit füreinander", warnte der Bischof. Eine Zivilisation, eine Gesellschaft, die die Ehrfurcht vor dem Leben und das Staunen über das Wunder des Lebens verliere, könne nicht mehr als eine menschliche Zivilisation bezeichnet werden. „Das Leben jedes Menschen zu schützen und dazu beizutragen, dass es sich entfalten und entwickeln kann, ist die wesentliche Grundlage des Miteinanders in unserer Gesellschaft"; sagte Bischof Marx.

Die Faszination, die von Weihnachten ausgehe, so unterstrich der Trierer Bischof weiter, seit trotz aller Geschäftemacherei, aller Säkularisierung und Verzerrungen ungebrochen. Bischof Marx: „Der Gedanke, dass Gott Kind geworden ist, sich von Menschen und ihrer Liebe abhängig gemacht hat, verändert das Gottes- und Menschenbild grundsätzlich. Und deshalb ist es gut, Weihnachten zu feiern, das Leben zu feiern und einen Gott zu preisen und anzubeten, der sich als kleines, neugeborenes Kind offenbart, das uns anlächelt und unsere Nähe sucht."


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