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Pressedienst

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Freitag, 12. November 2010

Weltkirche
Herausragende Persönlichkeit der Weltkirche
Katholische Fakultät Trier verleiht Ehrendoktorwürde an Kardinal Terrazas

Als Erster gratuliert der Trierer Bischof Ackermann "einem der ganz Großen der Weltkirche".
Trier/Santa Cruz – Die Theologische Fakultät Trier hat am 12. November Kardinal Julio Terrazas (74), dem Erzbischof von Santa Cruz in Bolivien, die Ehrendoktorwürde verliehen. In seiner Laudatio ging der Trierer Religionspädagoge Prof. Dr. Joachim Theis auf das „beeindruckende Lebenswerk“ von Kardinal Terrazas ein, der seit 25 Jahren Vorsitzender der Bolivianischen Bischofskonferenz ist: „Die Theologische Fakultät Trier würdigt mit der Ehrenpromotion seinen mutigen Einsatz für die Verkündigung der frohen, befreienden Botschaft von Jesu Christus, seine unbeugsame Solidarität mit den Unterdrückten und Benachteiligten seines Volkes, seine Dialogfähigkeit, sein entschlossenes Engagement für die lateinamerikanische Kirche und seinen unermüdlichen Einsatz für die Partnerschaft mit unserem Bistum Trier.“

Prof. Theis unterstrich, dass im Lebenswerk von Kardinal Terrazas deutlich werde, „wie sehr in der Theologie christliches Handeln und Verkünden verwoben und verbunden sind.“ Der Kardinal habe die Gabe, das Wort Gottes und der Schrift so zu verinnerlichen und es den Menschen zu sagen, dass es sie treffe und bewege. Täglich werde Kardinal Terrazas mit Armut, Übervorteilungen und Ungerechtigkeiten konfrontiert: „Seine Position hierzu ist eindeutig. Er ist solidarisch mit den Schwachen und Kleinen.“ Gestützt auf den Gott, der eindeutig Partei ergreife für die, die benachteiligt sind und am Rande der Gesellschaft stehen, riskiere der Kardinal auch „den Konflikt mit den Mächtigen im Land, die für sich den alleinigen und richtigen Weg der Gerechtigkeit reklamieren.“

Kardinal Terrazas, so zeigte Prof. Theis anhand verschiedener Stationen aus dessen Lebensgeschichte auf, sei es stets nicht nur um die Verkündigung des Wortes Gottes gegangen, sondern vor allem auch um „Anteilnahme am Leben der Menschen, an ihren Lebensgeschichten und ihrem oft harten Schicksal.“ Der Kardinal stehe für „eine Kirche, die hineinwirkt in die Welt und die Gesellschaft, die Interesse hat an den Lebensrealitäten, um den Armen eine Frohe Botschaft, den Gefangenen Freiheit und den Trauernden Freude zu bringen.“ Dabei habe er auch die Kirche selbst immer als Gemeinschaft verstanden, nicht einfach nur als die Summe von Individualisten, sondern als „Volk Gottes unterwegs“.

In seinen verschiedenen Ämtern und Funktionen ringe der Kardinal seit Jahrzehnten um den schwierigen Weg der Freiheit und der Gerechtigkeit. „Oft erfährt er, dass die Versprechen der Reichen und der Mächtigen nur leere Worthülsen sind. Und dennoch ermüdet er nicht, für die Armen und Bedrängten seine Stimme zu erheben“, sagte Prof. Theis. Kardinal Terrazas zeichne eine „authentische Spiritualität und sein überzeugt gelebter Glaube an den Gott aus, der in Jesus für die Befreiung und das Leben in Fülle eingetreten ist. “ Das Herz von Kardinal Terrazas habe trotz aller Anfeindungen und Kritik, die bis hin zu einem Attentatsversuch gingen, „nicht aufgehört, für sein Volk zu schlagen.“ Bis heute bleibe er die Stimme des Volkes Gottes und der Kirche in Bolivien. Prof. Theis: „Kardinal Julio Terrazas ist eine der herausragenden und zentralen Persönlichkeiten der Weltkirche.“

Im Original-Ton Prof. Theis

   Theis originalTon by bistum_trier

Im Original-Ton: Julio Card. Terrazas
(übers. Michael Meyer)

  Terrazas original by bistum_trier



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