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Pressedienst

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Sonntag, 18. März 2012

Bischof
Veröffentlichung im SPIEGEL am 19. März 2012
Stellungnahme der Bischöflichen Pressestelle Trier - Bischof im Interview
Bischof Stephan Ackermann
Bischof Stephan Ackermann
Unter der Überschrift „Bischof Ackermann – Katholischer Missbrauchsbeauftragter schont Pädophile“ berichtet SPIEGEL Online am 18. März 2012. Es kann aber gar keine Rede davon sein, dass Bischof Ackermann von der „Null-Toleranz-Linie“ gegenüber dem Verbrechen des sexuellen Missbrauchs abweicht. „Sexueller Missbrauch, vor allem an Kindern und Jugendlichen ist eine verabscheuungswürdige Tat. Dies gilt besonders, wenn Kleriker oder Ordensangehörige sie begehen“, so heißt es in den überarbeiteten Leitlinien der DBK, die seit dem 1. September 2010 in Kraft sind.

Das Handeln von Bischof Ackermann steht ganz in Übereinstimmung mit diesen Leitlinien. Diese sind vor zwei Jahren unter breiter Beteiligung von Experten mit psychiatrisch-psychotherapeutischem und juristischem Sachverstand sowie im Gespräch mit Vertretern von Opferschutzverbänden und im Kontakt mit Mitgliedern des Runden Tisches der Bundesregierung erarbeitet und am 31. August 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

In den Nummern 41-47 legen die Leitlinien die „Konsequenzen für den Täter“ fest:  Danach wird ein Kleriker bzw. kirchlicher Mitarbeiter, der sich des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger schuldig gemacht hat, nicht mehr in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Soweit die betreffende Person im kirchlichen Dienst verbleibt, wird ein forensisch-psychiatrisches Gutachten eingeholt, das konkrete Angaben darüber enthalten soll, ob und ggf. wie der Täter so eingesetzt werden kann, so dass es nicht zu einer Gefährdung von Minderjährigen kommt. Das heißt: Es ist nur noch ein eingeschränkter Einsatz unter Auflagen möglich. Von daher gibt es tatsächlich Priester, die Täter sind, und dennoch weiter priesterlich arbeiten, aber eben unter Auflagen. Die Dienstvorgesetzten werden entsprechend der Leitlinien über die besondere Problematik und eventuelle Auflagen informiert.

Vor allem unter präventiven Gesichtspunkten wurde diese Regelung von Fachleuten bevorzugt gegenüber der völligen Entlassung eines Täters aus dem Klerikerstand, wobei auch dies je nach Schwere der Tat nicht ausgeschlossen ist.

Interview mit Bischof Stefan Ackermann zum Nachhören: "Die Täter einfach wegsperren? So einfach dürfen wir es uns nicht machen!"  von www.domradio.de


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