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Drei Könige / Erscheinung des Herrn

Drei Könige / Erscheinung des Herrn


Familien feiern "Dreikönige" - Erscheinung des Herrn
Vorschläge für den "Dreikönigs"-Tag im Familienkreis
 
 

Dreikönige - Erscheinung des Herrn im Kirchenjahr


 
Vielerorts sind um den 6. Januar, den ‘Dreikönigstag’, herum die so genannten Sternsinger unterwegs: Gruppen in der Verkleidung dreier Könige, oft mit einem zusätzlichen Sternträger, die von Haus zu Haus ziehen. Die kleinen Könige bitten auf ihrem Weg um Unterstützung für zahlreiche Hilfsprojekte für Kinder in den armen Ländern der Erde. Bei ihrem Besuch schreiben sie mit Kreide die Zeichen ‘C + M + B’ über die Eingangstür, die Abkürzung für den lateinischen Segensspruch ‘Christus Mansionem Benedicat’ (‘Christus segne das Haus’). Die Buchstaben geben zugleich eine ‘Merkhilfe’ ab für die im 8./9. Jahrhundert erstmals genannten Namen der drei Könige: Caspar, Melchior und Balthasar.
Wer in der Bibel, im Neuen Testament, beim Evangelisten Matthäus (2. Kapitel, 1-12) nachliest, wird feststellen: Es ist nirgendwo von Königen die Rede, sondern von Sterndeutern. Und auch ihre Zahl wird nicht genant. Erst aus der Dreizahl ihrer Gaben hat man auf drei Personen geschlossen. Und wegen der Art ihrer Geschenke hat man königliche Geber vermutet: Gold, Weihrauch und Myrrhe (ein Harz, das als kostbarer Duftstoff galt). Alle drei Gaben entsprechen in ihrer Kostbarkeit königlichem Rang. Deshalb sind es auch geeignete Geschenke für den wahren König der Welt, der in Bethlehem geboren wurde. Zudem ist Gold mit seinem einzigartigen Glanz immer schon eine Farbe gewesen, mit der auf Göttliches hingewiesen wird. Das sehen wir auf vielen Bildern mit biblischen Szenen oder Heiligendarstellungen. Und der duftende Weihrauch verbindet Erde und Himmel miteinander, wenn er aufsteigt - wie ein Gebet. So deutet es uns der 141, Vers 2.

Außer den Gaben ließen auch bestimmte Textstellen aus dem ersten Testament bei den Sterndeutern an Könige denken. Schon sehr früh brachte man diese mit dem Text aus dem Matthäus-Evangelium in Verbindung. In einer ist von der Wallfahrt der Völker zum gesegneten Jerusalem die Rede ist. „Könige wandern zu deinem strahlenden Glanz”, heißt es dort. Diese Textstelle aus dem Buch (60. Kapitel, Verse 1 - 6) ist auch als Lesung für den Gottesdienst am Dreikönigstag vorgesehen. Eine andere findet sich im Psalm 72, dessen Verse 10 - 15 eine Königshuldigung schildern. Der Zusammenhang ist dabei die Gerechtigkeit und Barmherzigkeit des Herrschers, die sich allen Völkern zeigt.

Im Kalender des Kirchenjahres ist als Bezeichnung für den Dreikönigstag ‘Erscheinung des Herrn’ vermerkt. Teilweise wird auch kurz der Name ‘Epiphanie’ (griechisch: Erscheinung) gebraucht. Im Bericht über die Sterndeuter wird die Geburt Jesu als das Ereignis erkennbar, in dem sich Gottes Barmherzigkeit und Gerechtigkeit allen Menschen des Erdkreises mitteilt, vor aller Welt erscheint - sichtbar wird, aufgeht wie ein Stern. Die Bezeichnung ‘Epiphanie’ hat dabei griechische und römische Wurzeln. Mit ‘Theophanie’ (Gotteserscheinung) bezeichneten die Griechen eine Begegnung mit einem ihrer Götter. Und wenn der römische Kaiser, der als ‘Gott’ verehrt wurde, eine entfernte Provinz besuchte, wurde das als Epiphanie beschrieben. Die Christen haben dies auf Jesus übertragen, um damit auszudrücken, dass er und kein anderer die wirkliche Offenbarung Gottes ist.

Für die Kirchen des Ostens, die orthodoxen Christen, ist das Fest der Erscheinung des Herrn ihr ‘Weihnachtsfest’. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Kind in der Krippe, sondern der erwachsene Jesus, der sich im Jordan taufen lässt und anschließend seine öffentliche Wirksamkeit beginnt.
Die römisch-katholische Kirche feiert das Fest der Taufe Jesu am Sonntag nach dem Dreikönigstag. Mit diesem Fest endet die Weihnachtszeit des Kirchenjahres, die Zeit, in der das Ereignis der Geburt zu Bethlehem besonders ausgedeutet und entfaltet wird.
 
 

Dreikönige - Erscheinung des Herrn gemeinsam feiern

Vorbereitung

Krippenfiguren: Maria, Josef, Jesuskind, die drei Könige (wenn es ihn Ihrem Kreis keine Königsfiguren zur Krippe gibt, können Sie sich behelfen, indem Sie drei kleine Kronen aus Goldpapier für andere Figuren kleben) / ein großer goldener Stern (eingehüllt in möglichst dunkle Tücher) / (Sandkasten-)Sand, vermischt mit kleinen Sternchen (aus dem Schreibwaren- oder Bastelgeschäft) / ein Sieb / eine Schüssel

[Für die Alternative 1:
Krippenfiguren wie oben / Rucksack / Weltkarte (z.B. aus dem Schulatlas) oder Globus / vier ‘Stecknadel-Fähnchen’ oder vier farbige Klebepunkte;

Für die Alternative 2:
Indianerfedern, Federschmuck oder sonstige Dinge, die an Indianer erinnern; Stern mit Schweif (z.B. aus gelbem Tonpapier oder Fotokarton geschnitten), gelbes Tonpapier oder Fotokarton; Scheren; Stifte.]
 
 

Ablauf

den Stern entdecken

Stellen Sie die Könige vor dem Treffen an verschiedenen Orten des Zimmers auf. Nachdem alle Familien zusammengekommen sind, legen Sie in die Mitte zwischen Kinder und Erwachsene den in Tücher eingehüllten Stern.
Die Kinder überlegen, was in diesem ‘Paket’ wohl verborgen sein könnte. Schließlich werden die Tücher aufgedeckt - jedes Kind kann z.B. die Ecke eines Tuches aufschlagen.
Eine Mutter oder ein Vater hält sich nun den Stern ans Ohr und ‘lauscht’:
„Wir wollen hören, ob der Stern uns etwas erzählen kann.”

die Geschichte des Sterns

Es folgt die Erzählung des Sterns, ‘übersetzt’ vom dem lauschenden Erwachsenen:
„Mein Name ist Komes, das heißt Begleiter. Viele Sterne haben, wie ich, einen Namen. Vielleicht kennt ihr sogar den einen oder anderen. Mein Name ist jedenfalls Komes und ich heiße so, weil ich viele Menschen auf dem Weg zu Jesus Christus in der Krippe begleitet habe. Ich will jetzt mit euch zur Krippe fliegen.”
Ein erstes Kind trägt den Stern nun zur Krippe, die vielleicht noch im Zimmer steht, sonst zu den vorbereiteten drei zentralen Krippenfiguren Jesus, Maria und Josef, die zuvor in die Mitte des Kreises gestellt wurden.
Dann wird die Geschichte weiter erzählt:
„Maria und Josef waren in Bethlehem. Sie waren in einem Stall untergebracht. Dort hat Maria ihr Kind bekommen. Das Kind heißt Jesus.”
„Auch in anderen Ländern habe ich viele Menschen gesehen. Hier ist zum Beispiel ein König. Er lebt in Afrika und schaut jede Nacht zu den Sternen auf.”
Jetzt bekommt ein zweites Kind den Stern und trägt ihn - ggf. geführt von einem Erwachsenen - zu einer der Königfiguren.
„In dieser Nacht hat der König einen neuen Stern entdeckt, nämlich mich, den Komes. Der König fragt sich: ‘Was hat das zu bedeuten?’ Er beschließt, mir zu folgen.”
Ein drittes Kind wird aufgefordert, den König ein wenig näher an Maria, Josef und das Jesuskind zu stellen.
„In dieser Nacht erkennen mich noch zwei weitere Könige: einer in Europa und einer in Asien. Auch sie machen sich auf den Weg, den ich ihnen weise.”
Der Stern wird an ein weiteres Kind gegeben, das nun den zweiten König an die Seite des ersten stellt. Dann wird das Ganze mit der dritten Königsfigur wiederholt.
Der Stern ‘erzählt’ weiter:
„Das letzte Stück gehen die drei Könige gemeinsam. Ich zeige ihnen den Weg zur Krippe. An der Krippe beschenken sie die heilige Familie.”
An dieser Stelle kann gemeinsam das Lied gesungen werden „Weither sind wir gekommen”; beim Refrain („Und so gehen wir...”) können Sie gemeinsam mit den Kindern die Krippenfiguren umrunden.
Die Erzählung des Sterns geht danach zu Ende:
„Die Könige sind von Bethlehem wieder nach Hause zurück gegangen. Zu Hause haben sie den Menschen von Jesus erzählt. Ich, Komes, habe sie überall hin begleitet. Und wo die Menschen sich mit den Königen über die Geburt Jesu gefreut haben, ist es heller und fröhlicher geworden.”
 
 

Ausklang

Die Freude, die sich mit dem Stern und der Nachricht von der Geburt Jesu heute für alle Menschen entdecken lässt, kann für Kinder fassbar werden in einer kleinen Spielaktion:
„Auch wir freuen uns, dass Jesus in diese Welt gekommen ist und dass der Stern Menschen von weit her den Weg zu Jesus gezeigt hat. Kleine Zeichen können uns daran erinnern, dass mit der Geburt Jesu etwas vom Himmel auf die Erde gekommen ist und die Erde dadurch ein wenig himmlisch wird. Aus dem ‘Staub vom Weg der Könige”, die von weit her durch Berge, Täler und Wüsten gezogen sind, wollen wir als solche Zeichen kleine Goldsternchen sieben.”
Der mit Sternchen gemischte Sand wird herbeigeholt. Kinder und Erwachsene können ‘Sand der Straßen und Wege der Könige’ sieben und die gefundenen Sterne behalten.
Zum Schluss können alle noch einmal ein ‘Dreikönigslied’ singen.

[Die Lieder finden Sie leider nicht online, sondern nur im Heft; Sie können es ( bestellen)
 
 

Alternative 1 für Familien mit überwiegend älteren Kindern

In der Mitte steht ein Rucksack, in dem die Krippenfiguren - die heilige Familien und die drei Könige - und die Weltkarte bzw. der Globus befinden.
Zu Beginn werden die Gegenstände herausgeholt. Dabei wird gemeinsam überlegt, was sie miteinander zu tun haben könnten: Die Botschaft von der Geburt Jesu in allen Teilen der Erde bekannt gemacht werden, Gottes Güte soll allen Menschen erscheinen.
Auf der Karte oder dem Globus suchen Sie nun Bethlehem und markieren den Ort (Fähnchen oder Klebepunkt) und / oder stellen die drei Figuren der heiligen Familie nahe daran auf. Nun erklären Sie, dass die ‘drei Könige’ für die in biblischer Zeit bekannten Erdteile Afrika, Asien und Europa stehen und stellen die Königsfiguren entsprechend auf oder markieren Sie die drei Kontinente.
Dann liest jemand aus der Bibel den Text aus dem Matthäus-Evangelium (2. Kapitel, Verse 1-11) vor.
Gemeinsam lässt sich dann überlegen, was die Könige tun, nachdem sie von der Krippe wieder fortgezogen sind.
„Gehen sie zu Herodes?”
„Welchen Weg könnten sie nehmen?”
„Erzählen sie unterwegs von ihren Erlebnissen oder erst zu Hause?”
Danach werden die Könige in ihre ‘Herkunftskontinente’ zurückgestellt.
Zum Schluss kann eines der ‘Dreikönigslieder’ gesungen werden.
 


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