Soziale Lerndienste im Bistum Trier



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Anwendung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes

für Freiwillige in den Jugendfreiwilligendiensten und dem Bundesfreiwlligendienst
Der GKV-Spitzenverband hat die ITSG gebeten, nochmals auf die Besonderheiten der Anwendung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes bei Jugend-/Bundesfreiwilligendienstleistenden (Personengruppe 123) hinzuweisen.
Für Versicherte, deren Beiträge regelmäßig von Dritten getragen werden, ist die Besonderheit zu berücksichtigen, dass grundsätzlich der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz gilt (vgl. § 242a SGB V).

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz kommt für diesen Personenkreis im Übrigen auch dann zur Anwendung, wenn die Krankenkasse keinen kassenindividualisierten Zusatzbeitragssatz erhebt. Auch für die Teilnehmer, die ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr im Sinne des Jugendfreiwilligendienstgesetzes (JFDG) oder einen Bundesfreiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG) leisten und der Beitrag regelmäßig allein vom Arbeitgeber (Dritter) getragen wird, ist ausschließlich der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz zu berücksichtigen (vgl. § 242 Abs. 3 Nr. 6 SGB V) und nicht der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz.

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz beträgt für das Kalenderjahr 2015 bundeseinheitlich 0,9 Prozent. Damit die beitragsrechtlichen Besonderheiten der Jugendfreiwilligendienstleistenden in den Entgeltabrechnungsprogrammen weiterhin berücksichtigt werden können, haben sich insbesondere die Software-Ersteller von Entgeltabrechnungsprogrammen für die Beibehaltung des besonderen Personengruppenschlüssels (PSG) 123 ausgesprochen.

Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst, die eine Vollrente wegen Alters oder eine entsprechende Versorgung einer berufsständischen Versorgungseinrichtung bzw. eine Versorgung nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen wegen Erreichens einer Altersgrenze beziehen, sind nicht mit dem PGS 123, sondern mit dem vorrangig zu verwendenden PGS 119 (Versicherungsfreie Altersvollrentner und Versorgungsbezieher wegen Alters) zu melden (vgl. TOP 14 des Niederschrift zu Fragen des gemeinsamen Meldeverfahrens am 14./15.03.2012). Bei Teilnehmern am Bundesfreiwilligendienst mit PGS 119 erfolgt die Beitragsberechnung analog
des PGS 123 und insofern auch mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz.

Anmerkung: Alleine über den PGS 119 lässt sich leider nicht direkt ableiten, welcher Zusatzbeitragssatz gilt. Der PGS 119 findet auch in einem „normalen“ Beschäftigungsverhältnis eines Beziehers einer Vollrente wegen Alters oder einer entsprechenden Versorgung Anwendung.
Und bei diesem Personenkreis ist - anders als bei einem Bundesfreiwilligendienstleistenden - der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz anzuwenden.

Nach Informationen des Deutschen Roten Kreuzes wurden vermehrt fehlerhafte Entgeltabrechnungen im Bereich der Freiwilligendienste festgestellt, wonach
eine Beitragsabrechnung nur mit dem kassenindividuellen und nicht mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz möglich war.

Wir bitten Sie deshalb, Ihre Entgeltabrechnungssoftware auf die korrekte Anwendung des Zusatzbeitragssatzes insbesondere bei den Freiwilligendienstleistenden
zu überprüfen. Beachten Sie hierbei bitte auch die aktuelle Version 8.1 des Pflichtenheftes. Das Kriterium 7 unter „Basismodul/Grundmodul Standardanforderungen
- Thema: Beitragsberechnung 0101 - Kategorie: Besondere Abrechnungsfälle
- Schlagwort: Geringverdiener/Auszubildende/Praktikanten/Förderung von Jugendfreiwilligendiensten/Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst sowie Auszubildende in außerbetrieblichen Einrichtungen“ sieht verpflichtend eine entsprechende maschinelle Lösung vor.

Den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz finden Sie in der ITSG-Beitragssatzdatei unter den Einheitsbeitragssätzen (Dateikennung „EBS“; hier: „DZBAN“).
Weitere Informationen zur Anwendung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes an Stelle des kassenindividuellen Zusatzbeitragssatzes- auch für weitere
Personenkreise - finden Sie in unserer Ausgabe Juni 2014 der su.news (für den Bereich der Entgeltabrechnung vgl. insbesondere Abschnitt 1.6 des ersten Artikels)
sowie in unseren Definitionen zum Pflichtenheft auf den Seiten 109, 113, 114, 187 und 247.

Qu.: su.news, ITSG Informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Krankenkassen GmbH, Ausgabe Januar 2015


Marginalinhalt

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Da es mit dem neuen Zusatzbeitragsatz der gesetzlichen  Krankenkassen Probleme gab möchten wir die Information der Informationstechnischen Servicestelle der Gesetzlichen Krankenkassen GmbH,  "ITSG" den Einsatzstellen zur Kenntnis bringen. Bitte geben Sie die Hinweise an die Abrechnungsstellen weiter.
Soziale Lerndienste 29.01.2015





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