Offizielle Internet-Präsentation des Bistums Trier

Menü überspringen

Zusatzmenü:


 

Contentbereich:

Pressedienst

Pressedienst

Montag, 27. April 2009

Kultur
„Als neue Menschen leben"
Neue Ausstellung im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Trier

Werke von Miikka Heinonen, Klaus Maßem und Georg Ahrens (v.l.n.r.) sind im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum zu sehen.

Trier – „Als neue Menschen leben" – die neue Ausstellung des Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums in Trier, die pünktlich zu den Heilig-Rock-Tagen eröffnet wurde, greift das Motto des diesjährigen Bistumsfestes, das noch bis zum 3. Mai geht, auf. Drei zeitgenössische künstlerische Positionen setzen sich mit der Frage nach der gegenwärtigen Existenz des Menschen und der Möglichkeit neuer Lebensentwürfe auseinander. Dem ganz persönlichen Blick der Künstler auf ihre Innen- und Außenwelt stehen die Glaubens- und Lehrbilder christlicher Kunst aus dem Bestand des Museums gegenüber. Als zeitgenössische Beiträge zeigt die Ausstellung, mit der die Reihe „Kunst trifft Kirche" fortgesetzt wird, Werke des Bildhauers und Zeichners Georg Ahrens, des finnischen Fotografen Miikka Heinonen und des Zeichners Klaus Maßem. Kuratiert wurde das Projekt von Markus Groß-Morgen vom Bischöflichen Museum und von der Kulturjournalistin Eva-Maria Reuther.

„Nur da, wo wir alte Wege verlassen, unseren alten Adam hinter uns lassen, entsteht neues Leben", stellte Markus Groß-Morgen zur Eröffnung der Ausstellung fest. Gleichwohl will und kann die Ausstellung keinen illustrierten Katalog neuer Lebensbilder oder gar Musterbücher einer besseren Welt präsentieren. „Mit dem Auftrag der Weltverbesserung ist die zeitgenössische Kunst überfordert", betonte Eva-Maria Reuther zur Einführung: „Die zeitgenössische Kunst ist eine ganz subjektive, die ganz persönliche Meinungen vertritt". Die gezeigten Positionen verstehen sich als Diskussionsbeiträge zur Gegenwart des Menschen und als Anregung, über Visionen und alternative Lebensentwürfe nachzudenken. Im Dialog stehen sie dabei mit den Bild gewordenen Glaubenslehren der christlichen Kunst des Hauses.

In seinen Fotos, die sich kritisch mit der gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit auseinandersetzen, wagt Miikka Heinonen den Grenzgang zwischen Wirklichkeit und Phantasie. Sein Kriegsspielzeug, seine Puppen, sein Paar auf der Frühlingswiese, das einer Wellness Broschüre zu entstammen scheint, lassen den Betrachter zurück mit der Frage nach Sinn und Absurdität. Das Thema Mensch ist seit jeher auch das zentrale Anliegen des Zeichners Klaus Maßem. Der 1959 geborene und in Schillingen bei Trier lebende Künstler hat sich seit langem der Tuschzeichnung verschrieben. Dabei lotet er die malerischen und zeichnerischen Möglichkeiten der alten chinesischen Technik aus. Im Netz seiner Pinselstriche fangen sich Liebe, Leid, Hoffnung und Freude. Die künstlerische Abstraktion vertritt der 1947 geborene und heute in Köln und Weibern lebende Bildhauer und Zeichner Georg Ahrens. „Die Abstraktion ist in der Lage, uns neue Welten zu schaffen", erklärte Reuther, „sie macht uns frei vom herkömmlichen, vertrauten Bild und entlässt uns aus der ausgetretenen Spur der deutenden Linie". Die Abstraktion schaffe Freiraum und damit auch jene Transzendenz, die für eine menschenwürdige Sinngebung unerlässlich sei. Allerdings nehme sie den Betrachter auch in die Pflicht, bliebe es doch seinem Willen und seiner Erfahrung überlassen, was er sehe.

Die Ausstellung ist bis zum 13. September zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 9-17 Uhr, Sonntag, Feiertage 13-17 Uhr; am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei.


SERVICE



Diese Seite erreichen Sie unter: http://www.bistum-trier.de/goto/?7:61562
 



Banner: 50 Jahre Bolivienpartnerschaft