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Pressedienst

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Mittwoch, 18. September 2013

Beratung
Mediation als neues Arbeitsfeld
Jahresbericht 2012 der Lebensberatung Neunkirchen

Neunkirchen – Mediation, also die Hilfe zu einer freiwilligen und einvernehmlichen Beilegung eines Konfliktes, ist ein neues Arbeitsfeld für die Lebensberatung Neunkirchen. Die Mediation soll das bewährte Beratungsangebot ergänzen und in geeigneten Fällen zum Einsatz kommen, heißt es im Jahresbericht 2012 der Erziehungs- Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Bistums Trier.

Die Lebensberatung weist auf die Vorteile einer Mediation hin, so sei vor Gericht meist einer der Verlierer und einer der Gewinner. In der erfolgreichen Mediation seien alle Beteiligten Gewinner. Außerdem biete dieses Verfahren meist mehr Lösungsmöglichkeiten als ein gerichtliches. Dazu hätten die Beteiligten stärkeren Einfluss bei der Entscheidung über die möglichen Lösungen und die Kosten seien in der Regel geringer. Die Konfliktparteien lernten in der Mediation wieder miteinander zu reden und damit auch zusammen zu arbeiten. Bei späteren Konflikten könne das zur Abmilderung beitragen und auch konfliktvermeidend wirken. Als Beispiele für solche Mediations-Verfahren benennt die Lebensberatung etwa die Uneinigkeit bei der Ausübung der elterlichen Sorge nach einer Trennung oder auch Konflikte beim Besuchsrecht durch Eltern oder Großeltern.

Insgesamt hatten im Vorjahr 1.172 Kinder, Jugendliche und Erwachsene Kontakt zu dem Beratungsteam mit Sitz in der Hüttenbergstraße 42 (Telefon 06821-21919, E-Mail: lb.neunkirchen@bistum-trier.de). Zusätzlich wurden 457 Personen in verschiedenen Veranstaltungen erreicht.

230 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wurden beraten. Sie wurden von 279 weiteren Personen, wie Eltern, Lehrer oder Erzieherinnen begleitet. Die wichtigsten Symptome bei den jungen Leuten waren: Entwicklungsauffälligkeiten, Selbstwertmangel, psychosomatische Probleme, Erschöpfung oder Aufmerksamkeitsstörungen.

Unter den ratsuchenden Erwachsenen waren 299 Frauen und 182 Männer. In deren Beratung waren weitere 182 Personen einbezogen. Hier waren die wichtigsten Themen: Kommunikationsprobleme, destruktives Streiten, Fragen der individuellen Lebensgestaltung, Krankheit und Tod sowie Trennungsabsichten.

Im Durchschnitt lag die Beratungsdauer pro Fall bei 7,7 Stunden. Die Arbeit des fünfköpfigen Fachteams unter Leitung von Diplom-Soziologe Martin Ludwig kostete im vergangenen Jahr knapp 271.000 Euro. Finanziert wurde diese Summe durch den Kreis Neunkirchen zu 50 Prozent, das Bistum Trier zu 45 Prozent und durch die Stadt Neunkirchen zu 5 Prozent. Für die Ratsuchenden ist die Beratung kostenfrei.



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