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Pressedienst

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Sonntag, 15. Dezember 2013

Synode
„Die Synode hat Fahrt aufgenommen“
Erste Vollversammlung der Trierer Synode endet mit Gottesdienst
Gottesdienst in St. Maximin
Mit einem Gottesdienst endete die erste Vollversammlung
Trier - Der Startschuss ist gefallen, die erste Vollversammlung ist beendet, die Synode läuft: Mit einem Gottesdienst am Abend des 14. Dezember ist die erste Vollversammlung der Trierer Bischofssynode nach anderthalb Tagen zu Ende gegangen. Am Tag zuvor hatte Bischof Dr. Stephan Ackermann die Synode im Bistum Trier offiziell konstituiert. P. Franz Meures SJ hatte Grundlegendes über die Synode als "Geistlichen Prozess" gesagt... Die Synode soll sich über zwei Jahre bis 2015 erstrecken.

Eine Synode sei „etwas ganz Besonderes, nicht nur für Trier, sondern auch für Rheinland-Pfalz“, hob die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer in ihrem Grußwort zum Abschluss der Vollversammlung hervor. Sie freue sich sehr, dass Bischof Ackermann „die Initiative ergriffen“ und eine Synode einberufen habe - ein Ereignis, das in ganz Deutschland wahrgenommen werde, erklärte Dreyer. Sie erinnerte an die letzte Gemeinsame Synode der Bistümer in Deutschland in den 1970er Jahren. Leider seien viele Beschlüsse der Würzburger Synode bis heute nicht umgesetzt worden, sagte Dreyer. Umso mehr ermuntere sie die Trierer Synodalen, die durch ihre Mitarbeit bei der Synode zeigten, dass sie ein Stück mitbauen wollten an der Kirche. Auch wenn die Trierer Synode vielleicht nicht die Weltkirche verändern könne, sei sie sich doch sicher, dass man von Trier aus etwas verändern könne, zeigte sich die Ministerpräsidentin zuversichtlich. „Ich bin überzeugt, dass unser Bischof hier in Trier Ihr Wort ernst nimmt“, sagte sie an die Synodalen gerichtet. Bischof Ackermann dankte der Ministerpräsidentin für ihr Kommen, das ein Ausdruck für die „hohe Wertschätzung“ der Synode sei. Das sei „nicht selbstverständlich“, sagte Ackermann. „Wir sind wirklich geehrt.“

Die erste Vollversammlung der Trierer Synode diente vor allem dem Kennenlernen und „Ankommen“ der Synodalen in der Synode. Die Versammlung stand im Zeichen der Beschäftigung mit den „Zeichen der Zeit“ sowohl in Kirche und Welt sowie der Deutung dieser Zeichen im Licht des Glaubens. Als „Megatrends“ und zentrale Stichworte wurden dabei unter anderem Ökonomisierung, Individualisierung und Pluralisierung, gewandelte Geschlechterrollen, Religiosität oder auch Medien und Kommunikationsgesellschaft identifiziert. Im Sinne einer „Entschleunigung“ beschloss die Vollversammlung auf Vorschlag der Vorbereitungskommission der Synode, die ursprünglich vorgesehene Einrichtung von Sachkommissionen auf die zweite Vollversammlung (30. April bis 3. Mai 2014 in Trier) zu verschieben, um bis dahin mehr Zeit zu haben, sich in Beratungen mit diesen „Zeichen der Zeit“ zu beschäftigen.   

Mit der Wahl von vier Moderatoren durch die erste Vollversammlung sind auch das Präsidium und der geschäftsführende Ausschuss als weitere zentrale Arbeitsgremien der Synode komplettiert und konstituiert. Als Moderatoren gewählt wurden Anja Peters, Diözesanvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Trier, Schwester Edith-Maria Magar von der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen von Waldbreitbach, Manfred Thesing, Vorsitzender des Katholikenrats im Bistum Trier, und Wolfgang Drehmann, Leiter der Lebensberatungsstelle des Bistums in Trier. Mit der Konstituierung dieser Gremien ist die Synode arbeitsfähig im Sinne des Kirchenrechts.
              
Synode_VV1_Abschluss„Es liegen intensive Stunden hinter uns“, sagte Bischof Ackermann am Ende und erklärte: „Die Synode hat Fahrt aufgenommen. Ich bin glücklich und stolz auf unser Bistum Trier.“ In den letzten Wochen sei er von Journalisten immer wieder gefragt worden, wie denn etwa Beschlüsse der Synode aussehen könnten. Diese Frage könne er aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten, weil er der Synode ja nicht vorgreifen wolle, hatte der Bischof in seiner Eröffnungsansprache am 13. Dezember hervorgehoben. „Ich kann und will die Beratungen der Synode nicht vorwegnehmen“, betonte er. Auch wenn er die Synode einberufen habe, so sei sie „nicht mein Organ“. Er sei vielmehr überzeugt, dass die Synode in den kommenden beiden Jahren ein „eigenes Subjekt in unserem Bistum“ sein werde. „Das werden wir alle zu respektieren haben: der Bischof, seine Behörde, die diözesanen Gremien, die verschiedenen Arbeitsbereiche und schließlich die Synode selbst, wenn sie ihrer Aufgabe gerecht werden will.“

Es gebe daher auch kein „minuziös ausgearbeitetes Konzept“ der „Synode im Bistum Trier“, gerade weil die Synode und die Synodalen in eine gemeinsame Suchbewegung hinein finden müssten. „Sicherlich braucht diese Suche auch Struktur und Methode und wir haben Vorschläge dazu, aber den Weg müssen wir gemeinsam gehen.“ Wichtig sei, sich in eine gemeinsame Suchbewegung hinein zu begeben, auf die Zeichen der Zeit zu schauen und dabei offen zu sein für den Geist Gottes. In diesem Sinne sei die Synode auch als geistlicher Prozess zu verstehen und könne nur gelingen, wenn sie als solcher angelegt werde. Die Synode solle nicht nur eine Ansammlung von Individuen sein, die ihre jeweiligen Partikularinteressen vertrete, sondern eine „wirkliche Versammlung, ein Subjekt, dass gemeinsam Verantwortung für das Bistum Trier trägt“. Wenn die Synode durch das Hören auf Gottes Wort, durch das bereitwillige Hören aufeinander, durch das Hören auf die „Zeichen der Zeit“ und aus dem persönlichen sowie dem gemeinsamen Gebet heraus berate, „dann wird uns der Herr die richtigen Wege zeigen“, sagte der Bischof. „Er wird uns auf unserem Weg nicht allein lassen. Er wird uns erst recht nicht böswillig in die Irre oder in die Sackgasse führt. Er wird uns helfen. Er wird wirken in uns. Denn wir sind es, die der Herr in dieser Zeit als Volk Gottes im Bistum Trier auf den Weg geschickt hat. Pathetisch gesagt: Wir schreiben Geschichte, so oder so. Das müssen wir ernst nehmen. Darin liegt unsere Würde, aber auch unsere Verantwortung.“

Der Bischof hatte in seiner Ansprache zur Eröffnung der Synode besonders der Vorbereitungskommission für die intensive, ein Jahr dauernde Vorbereitung sowie den Synodensekretären Christian Heckmann und Elisabeth Beiling „für ihren großartigen Einsatz“ gedankt. Sie seien „viele Kilometer durch das Bistum gefahren“ und „wirklich gewinnende Botschafter für das Projekt Synode“.  
   
Von den insgesamt 279 Synodalen um Bischof Ackermann sind 109 Frauen und 170 Männer. Unter den Männern sind 109 Priester und sieben Diakone. Der Vallendarer Kirchengeschichtler Prof. Dr. Joachim Schmiedl habe ihn darauf hingewiesen, dass die Trierer Synode die erste Synode in der Geschichte sei mit „einem derart hohen Frauenanteil“, sagte Bischof Ackermann. Er begrüßte in der Versammlung eigens auch den jüngsten Synodalen, den 18-jährigen Christopher Bündgen vom Bischöflichen Cusanus-Gymnasium Koblenz, sowie den ältesten Synodalen, Regionaldekan i.R. Günther Becker, Bad Kreuznach. Auch Beobachter und Gäste aus der Weltkirche sowie von anderen Religionsgemeinschaften hieß der Bischof willkommen.

Eine Fotogalerie mit Eindrücken vom zweiten Tag der Vollversammlung ist hier zu finden.


Bischof Stephan: Rückblick nach dem ersten Plenum: Viele innere Bilder - Anstrengung und Stolz auf unser Bistum


Rückblicke mehrerer Synodaler nach der ersten Vollversammlung




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