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Pressedienst

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Dienstag, 1. Juni 2010

Finanzen
Kosten sollen um 40 Millionen Euro gesenkt werden
Bistum Trier stellt „verbindlichen Entwurf“ zur Kostensenkung vor
Trier – Das Bistum Trier wird seine Ausgaben dauerhaft um 40 Millionen Euro im Vergleich zum Haushaltsjahr 2009 reduzieren. Bei einem Haushaltsansatz von etwa 340 Millionen Euro entspricht das einer Kostensenkung um rund 12 Prozent. Am 1. Juni stellten Generalvikar Dr. Georg Holkenbrink und die Direktoren der Bistumsverwaltung einen „verbindlichen Entwurf“ vor, der die Maßnahmen benennt, mit denen das Ziel der Kostensenkung bis Ende 2014 erreicht werden soll. Der Generalvikar sprach von deutlichen und schmerzhaften Einschnitten. „Der vor uns liegende Umbauprozess wird vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern so manche Belastung zumuten“, sagte Holkenbrink. Er hoffe aber, dass auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden könne.

Der Generalvikar erläuterte, dass „verbindlicher Entwurf“ heiße, dass das Gesamtvolumen der Kostensenkung in Höhe von 40 Millionen Euro „nicht zur Disposition“ stehe. Bischof Dr. Stephan Ackermann werde nach einer Phase der Anhörung und Information im Herbst entscheiden, welche Maßnahmen in den einzelnen Aufgabenbereichen zur Erreichung des Kostensenkungszieles zur Umsetzung kommen sollten. Der Generalvikar ging auf die geplanten Kostensenkungsmaßnahmen ein: zum Beispiel sollen die Zuschüsse an die Kirchengemeinden, die sich derzeit auf fast 100 Millionen Euro pro Jahr belaufen, um 17 Millionen Euro gesenkt werden. Auch der Zuschuss für die über 500 katholischen Kindertageseinrichtungen im Bistum Trier soll von derzeit fast 30 Millionen Euro um 2,7 Millionen Euro gesenkt werden. Einschneidende Veränderungen soll es auch im Feld der „Außerschulischen Bildung“ geben: Die Fachstellen für Katholische Erwachsenenbildung sollen ebenso geschlossen werden wie die Katholische Akademie Trier. Deutlich gesenkt werden sollen auch die Zuschüsse an die Jugendverbände und an die Häuser der Offenen Tür. Die Katholischen Hochschulgemeinden in Koblenz, Trier und Saarbrücken sollen geschlossen werden. Zwar gehe es vor allem um Haushaltskonsolidierung sagte Holkenbrink, doch seien auch bereits zwei große Themenfelder identifiziert worden, in die, „damit die Zukunft erfolgreich gestaltet werden kann“, zusätzlich investiert werden solle. Diese Bereiche sind die Förderung und unterstützende Begleitung des Ehrenamtes sowie der Ausbau von unterstützenden Diensten für die Kirchengemeinden, etwa in den Bereichen Personal, Verwaltung und Organisation.

Die Finanzchefin des Bistums Trier, Kirsten Straus, machte deutlich, warum die Kostensenkung notwendig sei. Hauptgründe seien der zu erwartende deutliche Rückgang der katholischen Bevölkerung und die Steuerpolitik. Hier gebe es einen deutlichen Trend weg von den direkten Steuern wie der Lohn- und Einkommenssteuer hin zu indirekten Steuern wie der Mehrwertsteuer. Da die Kirchensteuer direkt an die Lohn- und Einkommensteuer gekoppelt sei, werde das zu einem Rückgang bei den Einnahmen aus der Kirchensteuer führen. Diese machen rund 70 Prozent der Gesamteinnahmen des Bistums aus. Der Personalchef des Bistums, Dr. Hermann Josef Groß, sagte, dass an ein Bündel von Personalmaßnahmen gedacht sei, um betriebsbedingte Kündigungen möglichst zu vermeiden: vom Auslaufenlassen befristeter Verträge, über natürliche Austritte und Versetzungen bis hin zu Aufhebungs- oder Änderungsverträgen. Da aber rund 70 Prozent der Ausgaben des Bistums Personalausgaben seien, sei eine Kostensenkung letztlich auch nur durch den Abbau von Stellen zu erreichen. Dr. Gundo Lames, Leiter des Bereichs „Ziele und Entwicklung“ erläuterte das Verfahren, das zum nun vorgelegten „verbindlichen Entwurf“ geführt habe. Er wies darauf hin, dass im Juni die Information und Anhörung der diözesanen Gremien und der Gesamt-Mitarbeitervertretung zu dem Entwurf stattfinden werde. Nach der Auswertung der Rückmeldungen, die im Sommer eingingen, werde der Bischof den Kostensenkungsbeschluss Ende September/Anfang Oktober in Kraft setzen.

Der „Verbindliche Entwurf zur Kostensenkung im Bistum Trier 2010“ steht im Internet unter www.bistum-trier.de


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