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noch immer - immer noch

Eine künstlerische Auseinandersetzung von Renate Bühn mit sexualisierter Gewalt an Mädchen*, Jungen* und Frauen* gegen Täter_innenschutz

Aufgrund der getroffenen Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Corona--Virus muss die Ausstellung "noch immer - immer noch" mit Werken von Renate Bühn für den geplanten Zeitraum (April bis Juli) abgesagt werden. Eine eventuelle Verschiebung der Ausstellung werden wir rechtzeitig bekannt geben.



 

In der aktuellen Diskussion um Missbrauch und sexualisierte Gewalt in Kirche und Gesellschaft möchte das Museum am Dom Trier einer Position Raum geben, die diese Thematik zum Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit gemacht hat. In Zusammenarbeit mit der Fachstelle Kinder- und Jugendschutz, Präventionsstelle des Bistums Trier zeigt das Museum Werke der in Bremen lebenden Künstlerin Renate Bühn. Die künstlerische Reflexion kann helfen, Sprachlosigkeit und Tabuisierung zu überwinden, den Betroffenen zuzuhören, Signale wahrzunehmen und Täterstrategien zu erkennen.

 

Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit von Renate Bühn ist die Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt und dem gesellschaftlichen Täter_innenschutz. Nicht irgendwo weit weg, sondern im eigenen Umfeld, in der eigenen Stadt, der eigenen Kirchengemeinde, der eigenen Familie leben betroffene Mädchen* und Jungen*. Die Dunkelziffer ist seit Jahrzehnten unverändert hoch. Diese dissoziierte Alltäglichkeit versucht Renate Bühn in ihren Arbeiten zu erfassen. Dabei thematisiert sie auf vielschichtige Weise den Mangel an alltäglicher Wahrnehmung und Handeln als weltweiter Bestandteil in allen gesellschaftlichen Strukturen.

 

Mit ihren Werken will Renate Bühn aufrütteln, aufmerksam machen und letztlich Veränderung erreichen: „Meine künstlerische Arbeit ist für mich ein persönliches und politisches Ringen um Sprache, Sichtbarkeit und Veränderung. Ich möchte deutlich machen, was viele in ihrem Alltag nicht wahrhaben wollen: Jede_Jeder kennt Betroffene. Jede_Jeder kennt Täter_innen. … Genaues Hinsehen und alltägliches Erinnern ist mir wichtig.“



R. Bühn, Schweigen ist tödlich (F: R. Bühn, VG Bild-Kunst)

Renate Bühn (geb. 1962), freischaffende Künstlerin, Aktivistin, Sozialpädagogin, Mitglied im Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM).

https://renatebuehn.de/




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