Neben Christus ist Maria sicher die am häufigsten dargestellte Person der christlichen Kunst. Auch wenn die Evangelien relativ wenig über die Frau aus Nazareth berichten, haben Glaube und Frömmigkeit ihr einen herausragenden Platz neben Christus zugewiesen. Nach ihrer Benennung als „Gottesgebärerin“ auf dem Konzil von Ephesos 431 werden die autonomen Marienbilder, also die nicht „erzählerischen“ Darstellungen Marias, immer beliebter und häufiger.

 

Wie stark sich ihr Bild im Laufe der Jahrhunderte gewandelt hat, zeigt die Sammlung von bedeutenden Mariendarstellungen des Museums. Angefangen von der hieratisch thronenden Muttergottes der Romanik über die "liebe Frau" der Gotik bis hin zur barocken "Immakulata" und der zeitgenössischen „Maria im Abseits“ reicht die Vielfalt der Beispiele.

 

Eine wichtige Rolle in der Volkfrömmigkeit spielen die zahlreichen marianischen Gnaden- und Wallfahrtsbilder. Von den wichtigsten Gnadenbildern aus dem Bereich des Bistums Trier zeigt das Museum herausragende Wallfahrtsandenken.