Foto von S. Bollendorf Ausstellung in der Reihe 

„Kunst trifft Kirche“


19. Okt. 2008 bis 4. Jan. 2009
 

Für unsere diesjährige Ausstellung „Kunst trifft Kirche“ haben wir drei Künstler ausgewählt, die sich  mit dem Bild des Menschen in der Spannung zwischen sittlichem Anspruch und erlebter Wirklichkeit beschäftigen.


Die immer wieder neue Frage nach Adam als dem frei und selbstverantwortlich erschaffenen Menschen beschäftigt zeitgenössische Künstler auf vielfältige Weise. Gerade in ihren Werken spiegelt sich die Lage des modernen Menschen in all ihrer Widersprüchlichkeit und Zerbrechlichkeit, aber auch in ihrer prinzipiellen Offenheit: Wie geht es mit dem Menschen weiter, was ist seine Bestimmung?


  • Todsünden - Detail Mit einem leichten Augenzwinkern geben die Gemälde des aus Luxemburg stammenden Roland Schauls darauf eine Antwort. Seine Tugenden haben menschliches Maß und präsentieren sich dem Betrachter in virtuos gemalten Bildern, die in eigenwilliger und anregender Weise mit unseren Sehgewohnheiten spielen.

  • Der französische Fotograf Samuel Bollendorff nimmt mit seinen nie auf einen vordergründigen Effekt zielenden Fotoserien Partei für die Menschen am Rande, die Ausgegrenzten und Vergessenen, die er nicht nur in Afrika und Brasilien, sondern auch vor der eigenen Haustür, im Altenpflegeheim oder in den Pariser Banlieues porträtiert. Für unsere Ausstellung haben wir seine Fotoreihe SILENCESIDA über Aidskranke in Afrika, Brasilien und Russland ausgesucht.


  • Torso getroffen Das Thema des Pfälzer Bildhauers Eberhard Linke ist der Mensch in der Spannung zwischen Anonymität und Individualität. Der ständige Kampf gegen die Begrenzungen der menschlichen Existenz erfordert Anstrengung und hinterlässt unübersehbare Spuren. Linke glaubt an die mögliche Verwandlung. Seine Skulpturen mahnen uns, dass Gewalt letztlich immer an sich selbst scheitert.



Presseberichte:


Bericht über die Eröffnung der Ausstellung


Bericht über die Ausstellung in der Sendung "Landesart"

des SWR Fernsehen vom 22.11.2008 um 19. 15 Uhr


Bericht über die Veranstaltung zum Welt-Aids-Tag


Bericht über das Künstlergespräch