Webangebot der Pfarreiengemeinschaft St. Erasmus (Rheinböllen)


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Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen

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Nahe an Gott ... Nahe an den Menschen

Liebe Mitchristen,

Ich gesteh‘: Mich zieht es in die Berge.
Ich weiß auch, andere zieht es ans Meer.
Und keine Frage: Auch das Meer hat etwas: Weite beispielsweise.
Und man kann dort prima tun, was das ganze Jahr über zu kurz kommt: nichts. Konsequent nichts tun. Ausruhen.
Vielleicht auch lesen, Musik hören (natürlich nur mit Kopfhörer) oder eben der Brandung lauschen.
Auch Nachdenken oder zusehen, wie die Sonne hinter dem Meer versinkt.
Und wenn‘s gar zu heiß ist, gibt es da ja auch noch Wasser.
Sie merken: Abschalten ist das, was ich mit Meer verbinde.
Natürlich kann man da auch segeln oder schwimmen oder am Strand wandern oder…

Trotzdem: Mein Favorit sind die Berge. Ich möchte wandern, mich bewegen und auch Fahrrad fahren: jawohl Fahrrad fahren. Viele Alpenpässe habe ich inzwischen überquert. Und auch mit Mitte 50 traue ich mir das noch zu - hoffentlich habe ich Wetter, wenn ich mit dem Rad (kein E-Bike) unterwegs sein möchte…
Das hat vielleicht auch mich sich selbst etwas beweisen zu tun - Kann schon sein.

Und ja, ich gebe zu: Ich kenne auch das Gefühl des Glückes und des Stolzes, wenn man auf einem Gipfel steht oder eine Passstraße erklommen hat.
Aber ich merke auch: ich werde älter und ruhiger - na, Sie wissen schon.

Und manchmal ist so ein ruhiger Tag in den Bergen auch schön. Auch da kann man ausruhen, lesen, Musik hören oder einfach nichts tun…
Bei Wikipedia ist unter dem Stichwort „Urlaub (Begriff)“ Folgendes zu lesen: „Sprachgeschichtlich geht der Begriff Urlaub auf das alt- und mittelhochdeutsche Substantiv urloup zurück, das zunächst ganz allgemein „Erlaubnis“ bedeutete. In der höfischen Sprache der mittelhochdeutschen Zeit bezeichnete es dann die Erlaubnis wegzugehen, die ein Höherstehender oder eine Dame dem Ritter erteilen konnte. So baten im Hochmittelalter Ritter ihren Lehnsherrn um urloub, also um „Urlaub“.

In alten Liebesliedern kommt das Wort Urlaub auch in der Bedeutung vor, dass eine Beziehung (z.B. durch die Walz von Handwerksgesellen) eine Zeitlang „stillgelegt“ wird. Eine weitere Überlieferung ist, wenn die Ernte (aus der Land- oder Weinwirtschaft) eingebracht war, konnten die Knechte und Mägde zum Altbauern, dem „Ur“ gehen und um Er„laub“nis fragen. Gab dieser die Erlaubnis, wurde auch oft zugleich ein „Trinkgeld“ zur Vergnügung mit ausbezahlt.
Später wandelte sich die Bedeutung: Urlaub wurde als „offizielle vorübergehende Freistellung von einem Dienstverhältnis“ verstanden, allgemeiner dann als „dienst- oder arbeitsfreie Tage, die der Erholung dienen“.“

Während dieser Pfarrbrief aktuell ist, bin ich auch teilweise in Urlaub. Ein indischer Vinzentinerpater, der in Rom studiert, ist dann hier bei uns und macht Urlaubsvertretung. Pater George Mathew wird im Puricelli-Stift wohnen. Ich bitte herzlich darum Pater George wohlwollend zu unterstützen!

Allen wünsche ich gute Sommertage - vielleicht auch Urlaubstage!

Pfarrer Thomas Schneider