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Di, 03.09.2019

Dank an langjährige Gemeindereferentin

Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen verabschiedet in einem Gottesdienst Kathrin Altmeppen

Gemeindereferentin Altmeppen hielt auch die Predigt

Gemeindereferentin Altmeppen hielt auch die Predigt
Rheinböllen     Acht Jahre lang war Kathrin Altmeppen Gemeinderferentin in den Pfarreien Rheinböllen, Rayerschied und Schnorbach. In einem festlichen Hochamt wurde die langjährige Seelsorgerin von ihrer Gemeinde verabschiedet. Die Mutter von zwei Kindern, das dritte ist unterwegs, unterbricht vorübergehend ihre Tätigkeit im Dienst des Bistums Trier, weil sie sich mehr ihrer Familie widmen möchte. Bei dieser Gelegenheit hielt sie auch die Predigt.

Hierin nahm sie Bezug auf das Evangelium vom Tage, in der es darum ging welchen Platz man in einer Feier übernehmen soll. Man soll sich hierbei nicht auf die Ehrenplätze setzen, sondern eher die unteren Plätze einnehmen, denn die Ehrenplätze könnten für jemand anderes bestimmt sein:  „Jeder Mensch ist frei in seiner Entscheidung, welchen Platz er einnehmen möchte, wir müssen aber auch Hilfestellung geben, damit jeder nach seiner Art seine Talente in der Kirche einbringen kann.“ Hierbei nahm sie auch Bezug zu ihrer Tätigkeit als Gemeindereferentin, bei der sich auch zeigte, wie schwer ihr der Abschied von der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen fällt:  „In meiner Vorstellungsrede vor acht Jahren bei dem 100-jährigen Jubiläum der Kirche in Kisselbach habe ich geschildert, dass mir das Bild des Brückenbauens sehr gut gefällt und das auch ein Leitmotiv für meine Aufgabe als Seelsorgerin ist..“

So wurden durch Kathrin Altmeppen viele Projekte durchgeführt, z.B. Freizeiten mit Kindern und Jugendlichen, der Gestaltung von Kinder- und Schulgottesdiensten, aber auch die Organisation eines Kindermusicals oder das Projekt Bibelentdecker. Auch bereite sie Kinder und Jugendliche auf die Sakramente der Erstkommunion und der Firmung vor. Aber auch die Betreuung des Frauenfrühstücks und die Begleitung der Frauengemeinschaften gehörten zu ihrem Aufgabengebiet. Ein großes Anliegen war ihr auch die Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde mit dem Chillingroom-Projekt, einer Gottesdienstform konzipiert für Jugendliche. Darüber hinaus organisierte sie insbesondere mit der evangelischen Gemeindediakonin Susanne Reuther auch die Weltgebetstage der Frauen.

Dankbare Abschiedsworte fand am Schluss des Gottesdienstes auch Pfarreienratsvorsitzender Markus Koch. Er habe an Kathrin Altmeppen immer sehr geschätzt, dass sie zuhören konnte. Auch er griff das Bild des Brückenbauens in ihrer Antrittsrede vor acht Jahren auf: „Die stabilste Brücke die gebaut worden ist, ist die Brücke der Verbundenheit zu deiner Gemeinde. Sie steht auf festen Fundament und sie hält viele Stürme aus. Ich möchte dich einladen, jederzeit diese Brücke zu begehen. Betrachte dich jederzeit als herzlich willkommen, sei es zu einem kurzen Besuch im Pfarrhaus oder zu unseren Veranstaltungen.“

Beim anschließenden Umtrunk gab es dann Gelegenheit sich persönlich zu verabschieden. Die Chillingroomband bedankte sich hierbei mit einem musikalischen Beitrag. Insbesondere die evangelische Gemeindediakonin Susanne Reuther fand herzliche Worte: „Wir hatten nicht nur eine gute kollegiale Beziehung, in den Jahren wurdest du auch eine gute Freundin“. Dem schloss sich auch der evangelische Pfarrer Wolfgang Jöst an, der insbesondere bei der Gestaltung von Schulgottesdiensten intensiv mit Kathrin Altmeppen zusammenarbeitete. Sein Amtskollege auf katholischer Seite Thomas Schneider bedankte sich ebenfalls bei der scheidenden Gemeindereferentin. Dem schlossen sich viele Gemeindemitglieder an.

Kathrin Altmeppen studierte drei Jahre praktische Theologie an der Fachhochschule Mainz. Dem schloss sich eine ebenfalls dreijährige Praxisausbildung an, zunächst in der Pfarreiengemeinschaft Rhens. Nach der ersten Prüfung wurde sie am1. September 2011 als Gemeinderassistentin in Rheinböllen angestellt. Gemeindeassistenten verbringen 60 Prozent ihrer Arbeitszeit in der Gemeinde vor Ort, die weiteren 40 Prozent sind Ausbildungszeit, die in Trier durchgeführt wird. Nach der zweiten Dienstprüfung wurde sie von Weihbischof Robert Brahm ab 1. September 2013 als Gemeindereferentin beauftragt.

Die Nachfolge von Kathrin Altmeppen steht noch nicht fest. Die Stelle soll aber in jedem Fall wiederbesetzt werden.