Webangebot der Pfarreiengemeinschaft St. Erasmus (Rheinböllen)


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Mi, 22.01.2020

Kinder und Jugendliche bringen Segen und eine Botschaft des Friedens, der Verständigung und Toleranz

Bestes Sternsingerergebnis seit Bestehen der Pfarreiengemeinschaft

Ökumene wird auch bei der Sternsingeraktion großgeschrieben / Thomas Josiger beim Aussendungsgottesdienst in Dichtelbach

Ökumene wird auch bei der Sternsingeraktion großgeschrieben / Thomas Josiger beim Aussendungsgottesdienst in Dichtelbach
In den ersten Januarwochen waren 242 Kinder, unterstützt von fast 87 Helfern in den Straßen unserer Pfarreiengemeinschaft unterwegs. Jedes Jahr muss sich die Sternsinger Aktion erneuern: neue Kinder, Sternsingerverantwortliche und ihre Eltern gewinnen, das soziale Engagement zu unterstützen. Auch in diesem Jahr unterstützten sie das College Mwanga, eine Schule in der Demokratischen Republik Kongo. Schwerpunktmäßig soll in diesem Jahr der Erwerb von Schulbänken unterstützt werden für die 2000 Schüler dieser Bildungsanstalt, die immer wieder durch kriegerische Auseinandersetzungen von Rebellengruppen und Soldaten der Regierungsarmee steht. Passend zum diesjährigen Thema Frieden wird so die Unterstützung der Schule zu einem Leuchturmprojekt für den Frieden, den eine Änderung der Lebenssituation der Menschen vor Ort, kann nur durch Investitionen in den Bildungsbereich geändert werden.

 

In einigen Orten wird es Immer schwieriger, Sternsinger in alle Haushalte, Firmen und Einrichtungen zu bringen. Zum einen ist es der demographische Wandel, denn einige Dörfer sind stark überaltert. Aber auch wenn Eltern diesen Einsatz nicht unterstützen, Kinder begeistern und überzeugen, mitzuwirken, gelingt es nicht mehr den Ehrenamtlichen, die Kinder zu erreichen. Doch die Aktion ist immer breiter aufgestellt. In manchen Orten, insbesondere auf den Dörfern finden sich immer wieder Mütter und Väter, die bereit sind zu organisieren. Die Gewänder müssen gewaschen, repariert oder sogar neu genäht werden. Kronen sind zu basteln, Sterne zu bauen oder zu restaurieren. Auch die Verpflegung muss gewährleistet sein. Der Gang von Tür zu Tür, das Aufsagen des Versleins und das Anbringen des Segens machen hungrig, durstig und müde Füße. Durchhalten ist dann angesagt. In Erbach beispielsweise wird die Aktion von Helga Hölz seit 40 Jahren organisiert. Sie hatte damals als ihre Tochter Ramona noch ein Kind war, schon organisiert. Unterstützt von Alina Lambrich sammelten die Kinder über 800 €.

 

Es braucht mehr Helfer, da die Kinder nicht mehr alleine in den Straßen unterwegs sein sollen. Zu groß ist die Angst, dass sie Opfer von Fehlverhalten Erwachsener werden. Auch inhaltlich erfahren die Kinder im Vorfeld eine gute Vorbereitung. Bei verschiedenen Vorbereitungstreffen und in den Aussendungsgottesdiensten erarbeiten sie sich Wissen über das jährliche Schwerpunktland und auch für unser eigenes zu unterstützendes Projekt. Sie lernen die Lebensbedingungen der Kinder im Libanon aber auch im Kongo kennen und was durch die Spenden der Sternsingeraktion verändert werden soll.

 

Die Kinder lernen durch ihren Einsatz auch sehr viel. Besondere Begegnungen bleiben ihnen auch in Erinnerung. In Dichtelbach ist die Sternsingeraktion ein ökumenisches Projekt, wie Ursula Sonnet von der Zusammenarbeit mit Pfarrer Thomas Josiger berichtet. Sie ist dankbar, dass viele Kinder und Jugendlichen evangelisch sind: „Wir freuen uns immer sehr, dass sie uns begleiten, da ohne sie die Aktion nicht stattfinden könnte. Die Sternsinger waren auch die jüngsten Gäste beim Dreikönigskaffee im Dorf.

 

Besonders stolz sind die Ehrenamtlichen auf ihre Gewänder wie Christina Petry aus Budenbach. „Unsere Sternsinger waren bei allen Budenbachern herzlich willkommen. Sie freuten sich sehr über den Besuch und bestaunten die tollen Gewänder der Kinder.“, so Christina Petry.

 

Auch Sandra Bast ist begeistert vom Verlauf in Schnorbach. „Wir hatten alle viel Freude, da die Leute uns herzlichst empfangen haben und dass viel mehr Leute daheim waren, als angenommen.“ Geplättet waren sie von vielen Süßigkeiten, die sie gerecht unter den Kindern aufgeteilt haben. Ähnlich sind die Rückmeldungen aus Mörschbach und Ellern. „Die Kinder haben freiwillig einen Teil der gesammelten Süßigkeiten für die Tafel gespendet. Wir fänden es gut, wenn die gut gemeinten Süßigkeit-Spenden ruhig ein bisschen kleiner ausfallen würden. Die Kinder freuen sich über eine Anerkennung, aber es ist einfach zu viel.“ so Steffi Moosmann-Klein. Auch Heidi Schäfer aus Ellern berichtet, dass sie einen Großteil der Schokolade an die Tafel gespendet haben. Auch Erwachsene in Liebshausen sind schon Jahre lang dabei, sogar als Sternsinger und freuen sich jedes Mal aufs Mitgehen.

 

Viele Dörfer berichten auch von den höchsten Spendeneinnahmen so auch Steffi Moosmann-Klein aus Mörschbach Sie ist sehr glücklich und stolz, dass bei 350 Einwohnern 25 Kinder zwischen 4 und 11 Jahren, drei Jugendliche und fünf Erwachsene die Sternsinger Aktion umgesetzt haben. „Wir mussten sogar noch "auf den letzten Drücker" einige Umhänge und Turbane nähen, damit wir alle Kinder einkleiden konnten.“

 

Auch das Gesamtergebnis auf der Ebene der Pfarreiengemeinschaft ist mit 19.300 € das höchste jemals erzielte Ergebnis. Darauf wies Markus Koch hin, der die Aktion auf der Ebene der Pfarreiengemeinschaft koordinierte: „Das Ergebnis war außerordentlich gut. Dies ist aber nur möglich, wenn ich, wie in diesem Jahr überall engagierte Frauen und Männer habe, die die Aktion unterstützen. Auch unser Projekt wird immer bekannter, so dass viele Menschen wissen für was sie spenden. Ebenso wichtig finde ich es, wenn es gewünscht wird, auch überall Aussendungsgottesdienste stattfinden können, sei es durch den Pfarrer, ob evangelisch oder katholisch, den Diakon, eine Pastoralreferentin oder auch durch Ehrenamtliche.“

 

Mehr zur Sternsingeraktion aber auch das Projekt finden sie unter www.pfarreiengemeinschaft-rheinboellen.de

 Sternsingergebnis 2020 im Überblick