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Mi, 26.02.2020

Von der Verheißung Gottes leiten lassen

Studientag der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen befasste sich mit der Synodenumsetzung

Die Teilnehmer beim Studientag in Rayerschied

Die Teilnehmer beim Studientag in Rayerschied
Rayerschied – Obwohl die geplante Strukturreform bezüglich der Errichtung der neuen Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier von der Kleruskongregation vorläufig wegen diverser Beschwerden zur Überprüfung ausgesetzt wurde, befasste sich ein Studientag der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen unter der Leitung von Dekanatsreferent Günther Greb im kommunalen Gemeindehaus Rayerschied mit der Synodenumsetzung:  „Die Errichtung der neuen Pfarreien ist zwar verschoben, jedoch sehen wir es absolut notwendig an uns mit den Beschlüssen der Synode inhaltlich weiter zu befassen und uns neu für die Zukunft ausrichten“, so der Pfarreienratsvorsitzende Markus Koch.

So waren erstmals zu den jährlich stattfindenden Studientag nicht nur Vertreter der Räte der drei Pfarreien  Rheinböllen, Rayerschied und Schnorbach eingeladen, sondern auch die Sprecher und Interessierte verschiedenster Gruppierungen. Diese Gruppierungen „Orte von Kirche“ genannt ist ein Schlüssel für das Konzept der Pfarrei der Zukunft. Er macht den Unterschied deutlich zu den bisherigen Pfarreien, die unter der Verantwortung des Pfarrers und unterstützt von den Gremien das gesamte Leben der Pfarrei koordiniert haben. Die „Orte von Kirche“ sind entscheidend für das kirchliche Leben vor Ort. Aus den „Orten von Kirche“ konstituiert sich eine Synodalversammlung; die verschiedenen Orte von Kirche wirken in der Synodalversammlung auch an der Gestaltung der gesamten Pfarrei mit. Sie entsenden Delegierte in die Synodalversammlung, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen

Eines dieser Kriterien ist das Rahmenleitbild der neuen Pfarrei der Zukunft. Dieses Rahmenleitbild beinhaltet sieben Leitsätze, die die wichtigsten Aussagen der Synode zusammenfassen. An ihnen sollen die Pfarreien der Zukunft sich ausrichten. In Gruppen befassten sich die Teilnehmer in Kleingruppen mit vier von diesen Leitsätzen: „In den Gesprächen der einzelnen Kleingruppen wurde deutlich, dass viele Teilnehmer doch noch sehr stark von ihrem Glaubensleben geprägt sind und das die neue Sichtweise eine Herausforderung für die Verantwortlichen ist“, so Pfarrer Thomas Schneider.
So wurde doch sehr kontrovers diskutiert, in welche Richtung sich die Kirche in der Region bewegen muss. Die einen forderten mehr Zeit für spirituelle Angebote, andere wiederrum wünschen sich eine Kirche die an die Ränder geht, diesen Menschen zuhört und sie unterstützt in ihren Lebensfragen. Auch das noch sehr viele Verständnisfragen gestellt wurden, zeigte deutlich, dass die Teilnehmer auf unterschiedlichen Informationsebenen stehen.

Im zweiten Schritt sammelten die Teilnehmer potentielle Orte von Kirchen. So wurden da noch sehr viele traditionelle Gruppen genannt wie Kirchenchöre, Gottesdiensthelfer und Lektoren, aber auch ökumenische Gruppen und Projekte, in denen mit kommunalen Trägern zusammengearbeitet wird, wie es in Rheinböllen zum Beispiel eine Steuerungsgruppe „Leben im Stadtteil“ gibt, in der Vertreter von Kirchen und der Stadt zusammenarbeiten. So kam eine Fülle von vielfältigen potentiellen Orten von Kirchen zusammen. Viele Teilnehmer erklärten sich dazu bereit, Kontakt zu den einzelnen Gruppierungen aufzunehmen und sich dort mit dem Rahmenleitbild zu befassen.

Die Dekanatsratsvorsitzende und Mitglied der Steuerungsgruppe für die Synodenumsetzung im Dekanat Simmern-Kastellaun Anna Schmitz nahm ebenfalls an dem Studientag teil und zog ein positives Fazit: „Ich finde es toll, dass sich die Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen auf dem Weg machen will und sich mit der Synodenumsetzung beschäftigt. Ich habe mich als Gast hier in Rayerschied sehr wohl gefühlt und kann nur Mut machen, weiterhin diesen Weg zu gehen, auch wenn der Anfang sehr schwer fällt.“

Zu Fragen und Unterstützungsformen zur Synodenumsetzung auch in kleinen Gruppierungen steht Dekanatsreferent Günther Greb unter der Telefonnummer 06761 / 91 52 3 – 11 gerne zur Verfügung.