Webangebot der Pfarreiengemeinschaft St. Erasmus (Rheinböllen)


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Di, 17.03.2020

Pfarrer Schneider wendet sich an Sie


Schwestern und Brüder im Glauben,

die derzeitige Situation im Umgang mit und der Vorsorge bezüglich des Coronavirus stellt uns alle vor große Herausforderungen und in Veränderungen. Die angeordneten Maßnahmen durch Kirche und Staat sind notwendig und müssen zum Schutz von allen eingehalten werden. Das verlangt viel Verständnis für diese Dinge und Veränderungen.

Die Erstkommunionfeiern werden wir in diesem Jahr nicht wie geplant halten können. Sie müssen verschoben werden. Ein genaues Datum kann derzeit noch nicht festgelegt werden, da gilt es die Entwicklung im Blick zu halten. Wie und in welchen Rahmen diese Feiern stattfinden, hängt von der Situation ab. Die Kommunioneltern werden darüber informiert und erhalten so bald wie möglich weitere Hinweise.

Die Feier der Eucharistie findet derzeit nicht in unseren Kirchen statt. Das ist für viele ein großer und tiefer Einschnitt, auch für uns Priester. Der Bischof hat uns als Priester gebeten, dennoch und ohne Gemeinde die Hl. Messe zu feiern, weil diese Feier unabdingbar ist und nicht aufhören darf.
Ich feiere die Hl. Messe ohne Beteiligung der Gemeinde privat, stellvertretend für die einzelnen Pfarrgemeinden und für die ganze Pfarreiengemeinschaft, und ich beziehe alle ein in die Feier der Eucharistie. Bischof Stephan hat ein Gebet für diese Notzeit verfasst, dass ich allen empfehle und ans Herz lege für das persönliche Gebet.
      
Der Bischof feiert jeden Sonntag um 10.00 Uhr im Dom zu Trier eine nichtöffentliche Hl. Messe, die über die Internetseite des Bistums ausgestrahlt wird und auf diese Weise mitgefeiert werden kann. Bitte geben Sie diesen Hinweis auch weiter an andere.
 
Es ist eine besondere Fastenzeit, die uns auferlegt worden ist durch die Pandemie und Coronakrise, eine Erfahrung, die wir so noch nicht erlebt haben. Wir spüren weltweit unsere Ohnmacht und Zerbrechlichkeit.

In dieser Zeit und Situation wird uns vielleicht neu bewusst, welch kostbarer Schatz unser Glaube und das Gebet sind. Besonders auch das persönliche Gebet, das uns miteinander und untereinander verbindet ohne konkret und physisch zusammen zu sein.

Bleiben wir im Gebet miteinander und füreinander verbunden,
und gebe Gott uns allen seinen Schutz und Segen.

Das Gebet von Bischof Stephan finden Sie unten angefügt. Über weitere Entwicklungen halte ich Sie auf dem Laufenden und werde dazu die digitale Form per e-mail nutzen. Alle, die auf diese Weise Informationen erhalten, bitte ich um Weitergabe an andere.  

Ihr Pfarrer
Thomas Schneider

Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie

Jesus,
unser Gott und Heiland,
in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt
kommen wir zu Dir und bitten Dich:
  • für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;
  • für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;
  • für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;
  • für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und international, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;
  • für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;
  • für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;
  • für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;
  • für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.

Herr, steh uns bei mit Deiner Macht,
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen.
Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander.
Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.
Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben.

Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind,
um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren, so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.

Wir stehen in der Fastenzeit.
In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt,
die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und
die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen.
Gott, unser Herr, wir bitten Dich:

Gib, dass auch diese Fastenzeit uns die Gnade schenkt,
unseren Glauben zu vertiefen
und unser christliches Zeugnis zu erneuern,
indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen,
die uns begegnen, annehmen und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel.

Sei gepriesen in Ewigkeit.
Amen.


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Es können ein Vater unser und ein Gegrüßet seist du, Maria angefügt werden.

Gebet von Bischof Dr. Stephan Ackermann
Bistum Trier