Webangebot der Pfarreiengemeinschaft St. Erasmus (Rheinböllen)


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Di, 22.09.2020

Kirche vielfältig an verschiedenen Orten unterwegs

Freiluftgottesdienste erhielten große Resonanz

vor der malerischen Kulisse des Waldsees in Argenthal fand ein Gottesdienst statt

vor der malerischen Kulisse des Waldsees in Argenthal fand ein Gottesdienst statt
Rheinböllen – Durch die Corona-Pandemie konnten in den kleinen Orten keine Gottesdienste seit März in den Kirchen gefeiert werden. Inzwischen sind die Vorschriften dahingehend etwas gelockert, es wurden aber Seitens des Bistums Trier Gottesdienste im Freien empfohlen. So haben die Verantwortlichen in der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen zunächst sogenannte Klappstuhlgottesdienste an den unterschiedlichsten Plätzen organisiert. Dabei zeigte sich Kirche nicht nur sehr vielfältig in den liturgischen Feiern, sondern diese Gottesdienste stießen auch auf große Resonanz bei den Gläubigen.

So wurde auf dem Sportplatz in Benzweiler ein Abendlob zum Thema Apfel durchgeführt. Diese Gottesdienstform mit Liedern aus Taizé wird seit einigen Jahren in der Rayerschieder Pfarrkirche zweimal im Jahr angeboten und erfreut sich großer Beliebtheit. Warum nicht diese Form auch im Freien anbieten, dachte sich die Vorbereitungskruppe um Pfarrer Thomas Schneider und Bruder Johannes Maria Krüger, zumal der Singkreis dann auch in Corona-konformen Abstand sich aufstellen kann. Die Gläubigen brachten Klapp- und Gartenstühle zum Gottesdienst mit und waren über dieses Angebot sichtlich erfreut: „Endlich geht es auch bei uns wieder los, wir haben die Gottesdienste sehr vermisst“, so eine Teilnehmerin dieses Gottesdienstes. Inhaltlich ging es um das Thema Apfel. Der Apfel ist hierzulande das beliebteste Obst: Ganze 17 Kilogramm Äpfel isst jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr. Bundesweit sind mehr als 20 Apfelsorten im Handel erhältlich. Im Hunsrück werden Äpfel auch gerne gekeltert und Apfelsaft hergestellt. In fünf meditativen Texten umrahmt mit Gesängen aus Taizé wurde verdeutlicht, dass Äpfel nur dann schön heranreifen können, wenn sie einen gesunden Baum haben, der fest verwurzelt ist. So stehen die Äpfel symbolisch für die Gläubigen und der Baum für Jesus Christus. Nur wer tief mit Jesus Christus verbunden ist, wird auch zu einer herrlichen Frucht. Im Anschluss gab es passend zum Thema frische Äpfel und Apfelsaft und luden die Gläubigen zur Begegnung ein, natürlich mit dem vorgeschriebenen Sicherheitsabstand.

Auf dem Schönenberg bei Riegenroth und auf dem alten Friedhof in Dichtelbach standen zwei weitere Gottesdienste ganz im Zeichen der Ökumene. Seit der 900-Jahr-Feier  2010 ist es Tradition im September einen gemeinsamen Gottesdienst zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde 10 Türme und der katholischen Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen zu feiern. Zu diesem Gottesdienst kamen ebenso wie auf dem ökumenischen Gottesdienst auf dem alten Friedhof in Dichtelbach, der zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde Rheinböllen-Dichtelbach gefeiert wurde mehr als 100 Gläubige.


Auch vor der malerischen Kulisse des Waldsees in Argenthal wurde ein Gottesdienst gefeiert. Hier fand vor mehr als 70 Teilnehmern eine Heilige Messe statt. Zwei weitere Heilige Messen wurden auf Privathöfen gefeiert. Eine auf dem Grundstück der Familie Koch in Rayerschied und eine auf dem Hof der Familie Hölz in Erbach.


In diesem Jahr konnten zwar die traditionellen Lichterprozessionen in Kisselbach nicht stattfinden, doch am 13. September fand auch dort ein Gottesdienst in den Abendstunden statt, der auch von mehr als 100 Teilnehmern außerordentlich gut besucht wurde. Schon in den vergangenen Monaten in der Gottesdienstlosen Zeit hatte die Waldkapelle schon großen Zulauf: „Wir haben das gemerkt, dass wir doppelt so viele Opferkerzen verkauft haben, wie in den vergangenen Jahren. Das zeigt, dass viele Menschen in dieser besonderen Zeit die Waldkapelle besucht haben um Trost im Gebet zu suchen“, so Lucia Schorn die sich um die Pflege der Waldkapelle kümmert.


Pastor Thomas Schneider zog nach der Reihe von Freiluftgottesdiensten ein positives Fazit: „Ich bin überrascht über den großen Zuspruch der Gottesdienste im Freien. Ich denke, dass wir auch nach der Corona-Zeit, den einen oder anderen Gottesdienst in den Sommermonaten auch im Freien abhalten werden.“


Mit dem Autogottesdienst am 11. Oktober um 10:30 Uhr auf dem Gelände der Spedition Pira, endet die Veranstaltungsreihe „Kirche on Tour“ der Pfarreiengemeinschaft. Doch schon jetzt laufen die Planungen für Weihnachten 2020. Hierzu gibt es schon einige Ideen, die aber noch nicht ganz spruchreif sind.


Mehr Informationen zu den weiteren Planungen in der Corona-Zeit gibt es unter www.pfarreiengemeinschaft-rheinboellen.de