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St. Nikolaus Traben-Trarbach

Pfarrkirche St. Nikolaus in Trarbach mit den Filialkirchen St. Peter und Paul (Traben), Maria Himmelfahrt (Kautenbach) und St. Michael (Kövenig)

Pfarrkirche St. Nikolaus (Trarbach)

Pfarrkirche St. Nikolaus (Trarbach)
Aus der Geschichte der Pfarrei Traben-Trarbach
  • um 750: erste Kapelle in Traben
  • 1007: Bau der Peterskirche in Traben (heute evang.)
  • um 1400: Gotische Kirche in Trarbach (heute evang.)
  • um 1550: Erlöschen des katholischen Gemeindelebens infolge der Reformation
  • im 30jährigen Krieg (1618-1648) führen spanische Truppen den katholischen Gottesdienst vorübergehend wieder ein.
  • 1687-1697: (Besatzung durch die Franzosen; Erbauung der Festung Mont Royal): Simultaneum in Traben und Trarbach, Betreuung durch franz. Franziskaner (die sich in Enkirch niederließen) bis 1804
  • 1808: Gründung der kath. Pfarrei Trarbach
  • 21.7.1857: großer Stadtbrand in Trarbach, die Kirche wird schwer beschädigt; Spannungen zwischen den Konfessionen bringen der Gemeinde einen eigenen Kirchenneubau in Trarbach (St. Nikolaus), der 1875 eingeweiht wird.
  • Ähnliche Bedingungen führen auch in Traben im Jahr 1911 zum Kirchenneubau (St. Peter und Paul), der Wunsch nach einer eigenständigen Pfarrgemeinde in Traben wird jedoch nie umgesetzt.
  • 1947: Beseitigung der Kriegsschäden
  • 1953: Filiale Kövenig wird der Gemeinde angegliedert
  • 1967/68: Erweiterung der Pfarrkirche St. Nikolaus
  • 1975: Renovierung der Peter- und Paul-Kirche, Traben
  • 1989: 200-Jahr-Feier der Filialkirche Kövenig und umfangreiche Renovierung der Pfarrkirche
  • 1995 Pfarrheimerweiterung
 
Pfarrkirche „St. Nikolaus“

Nach dem großen Stadtbrand am 21. Juli 1857, bei dem die Kirche in Trarbach erheblich beschädigt wurde, nahm der Wunsch nach einem eigenen Kirchengebäude konkrete Gestalt an. Bereits 1873 wurde in der Grabenstraße der Grundstein gelegt und zwei Jahre später wurde die einschiffige neugotische Kirche eingeweiht. Aus dieser Zeit sind die Fenster im alten Altarraum, der Taufstein, der Kreuzweg und die figürlichen Darstellungen der Heiligen erhalten. Zum Schutzpatron erwählte man den Hl. Nikolaus, in Erinnerung an die alte Trarbacher Nikolauskapelle. Im Jahr 1911 wurde die Kirche um ein Seitenschiff erweitert, das aber 1967 wegen des Neubaues abgerissen wurde.

Luftangriffe und Artilleriebeschuss gegen Ende des Zweiten Weltkrieges richteten großen Schaden an der Pfarrkirche an. Durch die Brückensprengung am 13. März 1945 wurden alle Fenster außer denjenigen im heutigen Marienchor zerstört.

Der Erweiterungsbau aus dem Jahre 1967/68 intergriert das alte Kirchenschiff in einen großzügigen, klar strukturierten Kirchenraum. Es wurde eine einheitliche Holzdecke eingezogen und die Verglasungen der Fenster im alten sowie dem neuen Teil wurden unter Betzugnahme auf die erhaltene Verglasung kunstvoll gestaltet. Die Fensterbilder wurden von Jakob Schwarzkopf gestaltet und die Ausführung fand durch die Firma Binsfeld aus Trier statt.

Im erweiterten Kirchenbau stehen nun die wesentlichen Elemente und Träger der Liturgie im Vordergrund:
  • der von allen Seiten einsehbare Altarraum
  • das dahinterliegende Sakramentshaus mit dem Symbol des brennenden Dornbuschs
  • die Taufkapelle auf der rechten Seite
  • der Platz für Orgel und Chor vorne links
  • der große Versammlungsraum der Gemeinde.

1989 wurde der Innenanstrich erneuert. Hierbei hat man die Ikonen der Apostel sowie die zwölf Apostelleuchter in dem markanten Symbol der tragenden Säulen zusammengefasst. Diese Ikonen entstanden im Ikonen-Zentrum in Kautenbach und sind eine Dauerleihgabe der Stadt Traben-Trarbach.

 

Rundgang durch die Pfarrkirche

Bei einem Rundgang sehen Sie folgende Figuren (von links nach rechts):
  •  Über dem Eingang den Hl. Nikolaus und den Hl. Johannes Nepumuk, dazwischen ein dreiteiliges Altarbild das „Leben Jesu“. Es handelt sich hierbei um eine Schnitzarbeit von Helmut Schneiders aus Traben-Trarbach aus dem Jahr 1984.
  • Über dem Sakramentshaus hängt ein Kreuz mit einem lebensgroßen Korpus aus dem 19. Jh..
  • Am alten Eingang ist links die Hl. Elisabeth von Thüringen dargestellt.
  • Auf dem neuen Lettner stehen Figuren des ehemaligen Hochaltars: Diakon Laurentius, Priester Johannes Nepomuk sowie Bischof Nikolaus und Papst Cornelius.
  • Die prächtigen Fenster im Marienchor zeigen die Evangelisten Johannes und Matthäus, die „Hohenpriester“ Jesus Christus und Melchisedek, den Harfe spielenden König David und den Propheten Jesaja.
  • Davor steht eine lebensgroße Terracotta-Statue der freudenreichen Maria, der Mutter Jesu.

    Die Orgel

    Die Orgel (ein Instrument mit 19 Registern) stammt aus der Orgelbauwerkstatt Oberlinger in Windesheim und wurde 1956 auf der damaligen Empore errichtet. Nachdem das Instrument 1970 an neuer Stelle wieder aufgebaut wurde, hat Orgelbauer Rainer Müller aus Odernheim im Sommer 1994 eine grundlegende Neuintonation und Reinigung durchgeführt.




    Die Filialkirchen


    St. Peter und Paul (Traben)
    Maria Himmelfahrt (Kautenbach)
    St. Michael (Kövenig)