Zukunftswerkstatt - Kirchenentwicklung.



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Zukunftswerkstatt - Kirchenentwicklung
 

In Lantershofen fand die Zukunftswerkstatt zum Thema „Wir gestalten unsere Kirche von morgen“ statt


LANTERSHOFEN. TW.

Lanteshofen 1„Zukunftswerkstatt zur Kirchenentwicklung“ nannte sich ein Angebot an engagierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen den verschiedensten kirchlichen Funktionen, dass am vergangenen Samstag im Studienhaus St. Lambert auf Burg Lantershofen angeboten wurde. 18 Teilnehmer und Teilnehmerinnen hatten sich gemeldet, zumeist aus den Pfarreiengemeinschaften Grafschaft, Altenahr, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Adenauer Land. Gemeinsam wurden unter der Leitung der Organisationsentwicklern Petra Eickhoff und Stephan Geffers gearbeitet. Wer dabei in der Kirche welche Rolle innehat, war uninteressant, schließlich ist ein wesentliches Merkmal dieser Zukunftswerkstätten des Bistums die Zusammenarbeit aller Kräfte auf Augenhöhe. „Wir gestalten unsere Kirche von morgen gemeinsam“, so der Tenor. Dabei ging es im Wesentlichen erst einmal darum, zu erkunden, welche Steine denn auf den Weg zum Ziel versperren oder die Arbeit behindern. Schon hier zeigten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei der Erkundung der Steine, die ihnen im Weg liegen, dass es noch viel Arbeit gibt. Auf großen Zetteln waren da klare Worte zu lesen: „Will die Amtskirche wirklich die Erneuerung ohne eigene Pfründe aufzugeben“, wurde da gefragt. „Fehlender Dialog“ wurde bemängelt „Transparenz für alle“ gefordert und „die dunkle Ahnung, dass die Meinung der Laien letztlich bedeutungslos ist“ ausgedrückt. Vom „Profilierungsstreben der Ortspfarrer und Dechanten“ war die Rede. Lantershofen

Ein anderes Themenfeld: die demografische Entwicklung, die sich in der Kirche besonders wiederspiegelt. Überalterung in den Gemeinden, die wegbrechende Jugend, die sich mehr und mehr von der Kirche abwendet, ließ die Frage aufkommen: „Ist unsere Kirche noch zeitgemäß?“ Neuen Ideen werde aber auch zu wenig Zeit zur Entwicklung gegeben, so eine Teilnehmerin. Und schließlich war auch zu lesen, dass die Bedeutung von Religion in der Gesellschaft immer mehr abnehme. Damit gehe mangelnde Bereitschaft, sich selbst einzubringen, einher. Fehlende Attraktivität erzeugt zudem steigendes Desinteresse. „Darum sollen sich andere kümmern“, war auf einem Schild zu lesen. Das galt aber nicht für die Gruppe, die nach Lantershofen gekommen war. Denn hier sollten im Laufe des Tages Visionen zur Kirchenentwicklung und Zukunftspläne entstehen.

Am Ende aber hatten sich vier Gruppen gefunden, die sich mit ihren Projektideen in die Zukunft der Kirche einbringen wollen. So soll beispielsweise nach den guten Erfahrungen aus vielen ökumenischen Feiern zum jüngsten Reformationsjubiläum eine Petition initiiert werden, die als Ziel die Einführung eines bundesweiten ökumenischen Feiertags haben soll. Gerade in Bad Neuenahr war dies am Reformationstag auf großes Interesse gestoßen. In Abwandlung des Begriffs der „Kirche von unten“ plant eine weitere Gruppe der Zukunftswerkstatt, das Thema Gemeinschaft außerhalb der Kirchenmauern zu initiieren. Verwirklicht werden soll dies durch gemeinsame Spieltage an den verschiedensten Orten. Ein dritte Projekt: das gemeinsame Lesen der Bibel und die Suche nach Zitaten und Bibelstellen, die sich mit Essen und Ernährung beschaffen. Ergänzt werden soll das gemeinsame Bibelstudium mit einer gemeinsamen Kochrunde, die immer bei einer anderen Teilnehmerfamilie stattfinden könnte. Schließlich will sich eine vierte Gruppe mit dem Ausbau von Netzwerken in der Gemeinde beschäftigen. Hierzu plant man, von Haus zu Haus zu gehen, um über Themen, die die Menschen bewegen, zu reden. So soll ein Gesprächskreis entstehen und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden.

Dekanatsreferentin Andrea Kien-Groß und Pastoralreferentin Elisabeth Hauröder bedankten sich bei den Organisationsentwicklern Petra Eickhoff und Stephan Geffers sowie bei den Teilnehmer und Teilnehmerinnen für die gelungene Veranstaltung und wünschten allen viel Freude bei der Umsetzung der angedachten Projektideen.

Artikel aus der Stadtzeitung Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 07.11.2017

Verfasser: Thomas Weber

 



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