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Kunstwerk des Monats

An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen im monatlichen Wechsel
jeweils ein Objekt aus unserer Sammlung.



Drei Frauen am Grab          

Die myrrhetragenden Frauen


So lautet der Bildtitel dieser Ikone, die dem Museum aus Privatbesitz geschenkt wurde. Am oberen Bildrand ist der Titel in roter Schrift aufgetragen: „Die myrrhetragenden Frauen“ (Styja Zeny mironoscy).

Das dargestellte Geschehen wird in den Evangelien berichtet. Die drei Frauen kommen mit ihren Gaben und Salbgefäßen (Salbe = Myrrhe) zum Grab Jesu und finden es leer bis auf das weiße Grabtuch des Herrn. Neben dem Grab sitzt auf einem großen Stein ein Engel, der seine Hand zum Sprechgestus erhoben hat. Er verkündet den Frauen, dass der Herr nicht hier, sondern auferstanden sei. Sein rotleuchtender Kopf dürfte auf die entsprechende Stelle im Matthäus-Evangelium zurückgehen: „Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz und sein Gewand war weiß wie Schnee“ (Mt 28,3).

Das Bild der Frauen am Grabe ist das älteste Osterbild der Kirche. Das Geschehen der Auferstehung selbst wird in den Evangelien nicht berichtet und ist als solches eigentlich nicht darstellbar. So wissen wir von der Tatsache der Auferstehung nur mittelbar von den Zeugen, die das leere Grab mit eigenen Augen gesehen haben.

Neben dem Bild mit den Frauen am Grab entwickelte die Ostkirche schon früh ein anderes Auferstehungsbild, die sog. Anastasis, die Darstellung Christi in der Vorhölle mit der Befreiung von Adam und Eva und weiteren Gerechten des Alten Testaments.
Seit dem 15. Jahrhundert versuchten sich die Künstler im Westen dann doch an der Darstellung  des aus dem Grabe auferstehenden Christus.

Die drei Frauen am Grabe

Nordrussland, 2. Hälfte 17. Jahrh.

56 x 49 cm

Schenkung Arndt

Inv. M 371



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