Weihbischof Kleinermeilert, 90. Geburtstag in Heimatgemeinde.



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Dekanat Ahr-Eifel

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Weihbischof Kleinermeilert, 90. Geburtstag in Heimatgemeinde
 

Weihbischof em. Dr. Alfred Kleinermeilert feierte in der Heimat


KleinermeilertSein 90. Lebensjahr feierte der emeritierte Weihbischof Dr. Alfred Kleinermeilert in diesem Jahr, vor 50 Jahren wurde er zum Weihbischof im Bistum Trier ernannt, vor 65 Jahren feierte er seine Priesterweihe in Rom. Drei denkwürdige Jubiläen, die der gebürtige Müscher kürzlich in Antweiler feierte.

Die Festmesse zu Ehren des Jubilars in der Antweiler Pfarrkirche St. Maximin wurde durch Kirchenchöre der Pfarreiengemeinschaft aus dem Adenauer Land gestaltet.  Bernd Prämassing, Küster und Organist, leitete die Chorgemeinschaft.

Dr. Kleinermeilert blickte auf sein Leben zurück, er ist in Müsch geboren, hat seine Kindheit und Jugend im Ort verbracht, dort die Grundschule, das heutige Gemeindehaus, besucht. Sein Elternhaus befand sich  unweit der heutigen Katharinenkapelle. Gerne erinnerte Dr. Kleinermeilert sich an den seinerzeitigen Pfarrer Steffens, dem zu Ehren ein Kreuz auf einer Anhöhe gegenüber der Pfarrkirche in Antweiler errichtet ist. Besonderen Dank empfindet der Jubilar gegenüber seinem ehemaligen Religionslehrer Alois Schneider, er war es, der ihn maßgeblich dazu bewegt hat Priester zu werden. Die Studienzeit verbrachte Dr. Kleinermeilert in den Jahren 1947/48 in Trier und von 1948 bis 1954 an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Dort empfing er durch Bischof Dr. Bernhard Stein die Priesterweihe. „Im Vertrauen auf Gottes Güte“ lautet der Wahlspruch, den Dr. Alfred Kleinermeilert gewählt hatte, ihm fühlt er sich verpflichtet.

Es gibt viele Menschen, denen der Weihbischof dankte, Menschen, die seinen Weg begleitet haben, zuallererst nannte er seine Eltern. Sein Dank galt ebenso allen Mitwirkenden an der Feier in Antweiler. Bereits am 17. Juni war das Jubiläum mit einer hatte eine Dankfeier im Hohen Dom zu Trier gefeiert worden. Bischof Dr. Stefan Ackermann und zahlreiche Weggefährten des Jubilars als Konzelebranten feierten mit ihm eine feierliche Dankmesse. Es war aber stets erklärter Wunsch von Dr. Kleinermeilert die drei Jubiläen auch in seiner Heimat gemeinsam mit alten Weggefährten, mit  Freunden und Bekannten zu feiern.

Der Bischofsstab des Jubilars war  ihm seinerzeit von Gläubigen seiner Heimatpfarrei Antweiler, zu der auch Müsch gehört, überreicht worden. Die Krümme enthält eine gehaltvolle Darstellung aus dem Matthäus-Evangelium: Jesus rettet Petrus im Sturm auf hoher See. Von Christus getragen fühle auch er sich, so Dr. Kleinermeilert in der Antweiler Pfarrkirche.

Die Verbundenheit des Jubilars mit seiner Heimat betonte Pfarrer Dr. Rainer Justen, in allen Jahren sei der Wunsche des Jubilars den Kontakt zur Heimatpfarrei zu halten, deutlich geblieben. Vertrauensvolle Freundschaften haben sich gehalten. Heute noch spricht der Weihbischof gerne mit Freunden und Bekannten in der Eifeler Mundart. Und so ist er in seinem Herzen immer ein „Müscher Jong“ geblieben. Dr. Justen ging auf Sternstunden im Leben des Jubilars ein, in denen er Freude, Licht und Wärme empfangen durfte, indes habe es auch Zeiten mit Grenzerfahrungen gegeben. „im Vertrauen auf Gottes Güte“ habe ihm Kraft gegeben, so Dr. Kleinermeilert. Seinem Dienst sei der Jubilar stets treu geblieben, als Beweis seiner Liebe zu Gott und den Menschen. Für diesen treuen Dienst empfinde die Kirche großen Dank, „möge Gott den Jubilar führen und tragen bis ans Ziel“, hieß es.

Hatte Ilona Lenzen als Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Grußworte zu Beginn der Messe gesprochen, so würdigte später Dechant Jörg Meyrer den Jubilar, auch Alfred Baur gratulierte später für den Pfarreienrat der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land.  Noch viel Freude in der  Zukunft, Gesundheit und Gottes Segen wünschten alle Gratulanten.

Im Pfarr- und Jugendamt gab es Gelegenheit für private Gespräche mit dem Jubilar. Eine Überraschung schloss sich an: Der Erste Beigeordnete der Ortsgemeinde Müsch, Udo Adriany,  überreichte im Namen des Ortsgemeinderates von Müsch Dr. Alfred Kleinermeilert eine Urkunde, die ihn zum bisher einzigen Ehrenbürger von Müsch ernennt! Die Ernennung erfolge aus Respekt für das geistliche Wirken und die tiefe Verbundenheit zum Heimatort, in Würdigung seines Lebenswerkes, so betonte Udo Adriany zu herzlichem Beifall. „Eindrucksvoller kann die allseitige Wertschätzung für den so beliebten Geistlichen wohl kaum zum Ausdruck gebracht werden“, hieß es. Und der „Müscher Jong“ zeigte sich gerührt über die unerwartete hohe Auszeichnung. Für die Ortsgemeinde Antweiler gratulierte Ortsbürgermeister Peter Richrath.

Ein Spontanchor Müscher Bürger sang das „Müscher Lied“, Text und Musik des Liedes stammen von Paul Kaster. Im Refrain heißt es: „Es kann doch nirgends schöner sein als an der Oberen Ahr. Mein Heimatland ist Müsch allein und bleibt es immerdar“. Unter den Aufmerksamkeiten befand sich ein Photo eines Modell-Nachbaues des ehemaligen Elternhauses von Dr. Kleinermeilert.

In Müsch feierte der emeritierte Weihbischof am Montagmorgen in kleinem Kreis ebenfalls eine heilige Messe in der St. Katharinenkapelle, bevor er die Rückreise nach Trier antrat.  

Konzelebranten der Messe waren Pfarrer Dr. Rainer Justen, Kooperator Pater Mathew Kureekattil MSJ, Dechant Jörg Meyrer. Auch Lektor Norbert Neubusch und acht Messdiener und Messdienerinnen wirkten mit. Kleinermeilert

Dr. Alfred Kleinermeilert wurde am 30. März 1928 in Müsch geboren, er wurde am 10. Oktober 1953 in Rom zum Priester geweiht, war Kaplan in Saarbrücken, Gymnasial-Religionslehrer in Merzig. Seine Weihe zum Weihbischof erfolgte am 11. Juni 1968 in Trier. Im Jahre 1975 wurde der Jubilar zum Domkapitular ernannt, im Jahre 1998 zum Domdechant. Am 1. April 2003 nahm Papst Paul II. sein Rücktrittsgesuch aus Altersgründen an. Dr. Kleinermeilert ist gemessen am Weihedatum ältester Bischof Deutschlands, neben Friedrich Kardinal Wetter, Erzbischof em. von München und Freising, der ebenfalls 90 Jahre alt ist und auch das Goldene Bischofsjubiläum in diesem Jahr feiern kann.

Dr. Alfred Kleinermeilert ist Titularbischof von Pausulae, er war als Bischofsvikar Visitator für die ehemaligen Regionen Trier und Westeifel. Fünf Jahre lang war er Direktor des Bischöflichen Konviktes in Linz/Rhein. Er hatte den Vorsitz der Bistumskommission für ökumenische Fragen inne.  Sein selbst gewählter Wahlspruch lautet in Latein „Dei Benignitate Confisus“ („Im Vertrauen auf Gott“). Der Weihbischof promovierte am 5. Juni 1963 an der Theologischen Fakultät der Universität Trier zum Doktor der Theologie. Im Wappen des Bischofs ist dem Namen gerecht ein Kohlenmeiler abgebildet, mit sieben züngelnden Flammen für das alles antreibende Feuer.  


Text: Werner Dreschers

Fotos:  Werner Dreschers

 

 



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