Das Dekanat Simmern-Kastellaun: Flüchtlingshilfe.



 

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Das Dekanat Simmern-Kastellaun: Flüchtlingshilfe

Das Dekanat Simmern-Kastellaun: Flüchtlingshilfe


Das Dekanat Simmern-Kastellaun: Flüchtlingshilfe
 
 

Unterstützung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Mittlerweile sind über 500 Flüchtlinge in unseren vier Pfarreiengemeinschaften zugewiesen worden. Viele Ehrenamtliche versuchen, das Ankommen in Deutschland zu unterstützen und fungieren als "Brückenbauer" zwischen Flüchtlingen und Behörden, Institutionen und Anlaufstellen. Die Flüchtlinge sind dezentral untergebracht und hoffen auf eine gute Zukunft hier bei uns.

Auf dieser Seite finden alle Interessierten Erste Antworten auf Fragen, die immer wieder gestellt werden. Außerdem haben wir weiterführende Informationen und Links rund um die Arbeit zusammengestellt.
Sie können sich aber auch direkt an Anna.Werle@bgv-trier.de wenden.

Praktische Hilfen

Institutionen in der Flüchtlingsarbeit






 

Willkommenskultur im Hunsrück

Ende 2013 wurde es konkret: im Rhein Hunsrück Kreis werden Flüchtende aus aller Welt Schutz finden.
Es sind Menschen aus Eritrea, Serbien, Somalia, Syrien, Ägypten, Afghanistan…, die über die Übergangswohnheime in Ingelheim und Trier zu uns in den Kreis kommen.
Sie sind geflüchtet wegen Verfolgung und  Krieg. Viele unter ihnen kennen Folter und Vergewaltigung aus eigener Betroffenheit. Sie sind teilweise verängstigt und misstrauisch, aber auch echte Überlebenskünstler, wenn man sich einmal die Odyssee ihrer Flucht anhört.
Erfreulich hoch ist das Engagement der Hunsrücker, den Neuzuwanderern das Einleben zu erleichtern. Kaum waren die ersten Menschen in Wohnungen untergebracht, entspann sich eine Vielzahl von Aktivitäten. Um dieses Engagement zu unterstützen und auch von einander zu wissen und zu lernen, wurde eine Fachkonferenz Migration gegründet, in der sich in einem Abstand von vuer bis sechs Wochen die hauptamtlichen Akteure (Dekanat, Caritas, Diakonie und Kirchenkreis) treffen, um Schulungen ab zu stimmen und Aktionen zu vernetzen.

Neben Grundsatztexten zum Thema.lesen Sie hier Aktuelles zur Flüchtlingsarbeit auf Dekanatsebene,

Ansprechpartnerin:
Anna Werle, Pastoralreferentin Dekanat Simmern- Kastellaun
Anna.werle@bgv-trier.de





 

Unterstützung von Flüchtlingen (Bischof Dr. Stephan Ackermann)

Statement Bischof Dr. Stephan Ackermann
Experten haben das vergangene Jahrhundert mit 80 Millionen Flüchtlingen das „Jahrhundert der Flucht“ genannt, doch jetzt haben wir schon zu Beginn des 21. Jahrhunderts 45 Millionen Flüchtlinge. Wenn sich diese Tendenz fortsetzt, und das ist zu befürchten, dann wird das 21. Jahrhundert noch mehr als das vorangegangene ein Jahrhundert der Flucht. Wir können also dieser Frage nicht ausweichen. Das Thema wird die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft sowie die Entwicklung Europas grundlegend prägen.
Die Position der Kirche in dieser Frage ist eindeutig: „Migranten und Flüchtlinge sind keine Figuren auf dem Schachbrett der Menschheit. … Es geht darum, dass wir im Migranten und im Flüchtling nicht nur ein Problem sehen, das bewältigt werden muss, sondern einen Bruder und eine Schwester, die aufgenommen, geachtet und geliebt werden müssen.“ So Papst Franziskus in seiner Botschaft zum diesjährigen Welttag des Migranten und Flüchtlings. Für den Papst ist diese Position auch ein Beitrag „zum Aufbau einer gerechteren Gesellschaft, eines solidarischeren Landes, einer brüderlicheren Welt und einer offeneren christlichen Gemeinschaft“... Lesen Sie hier die gesamte Erklärung von Bischof Dr. Stephan Ackermann.





 

Entwicklungen und Herausforderungen (Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel)

Statement Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel
Entwicklungen und Herausforderungen
Die Zahl der Asylsuchenden und Flüchtlinge steigt seit einigen Jahren wieder. Wurden 2012 noch 64.539 Erstasylantragsteller gezählt, so stieg sie 2013 auf 109.580. Rechnet man die Zahlen für Januar und Februar 2014 auf das ganze Jahr hoch, so ist 2014 mit 136152 Erstanträgen zu rechnen.                                                                                                                        Hauptherkunftsland ist aktuell sowohl in Rheinland-Pfalz als auch im Saarland Syrien. Über das Asylverfahren hinaus hat die Bundesrepublik weitere Möglichkeiten der Aufnahme für syrische Flüchtlinge geschaffen. Im Jahr 2013 wurde die Zusage gemacht, in zwei Kontingenten jeweils 5.000 Flüchtlingen die Aufnahme zu ermöglichen. Aktuell wurde im Rahmen der Innenminister-konferenz zugesagt, weitere 10.000 Flüchtlinge aufzunehmen. Von den insgesamt 20.000 im Kontingent aufgenommenen Syrern kommen 960 Personen nach dem sogenannten Königssteiner Schlüssel nach Rheinland-Pfalz und 240 ins Saarland.                                                                            In beiden Bundesländern ist darüber hinaus die Zusage gemacht worden, dass bereits in Deutschland lebende Syrer Angehörige aufnehmen können; dazu muss aber eine Erklärung abgegeben werden, dass sämtliche mit dem Aufenthalt verbundenen Kosten übernommen werden.
Insgesamt steigende Flüchtlingszahlen auch aus anderen Herkunftsländern machen sich zunächst in den von den Bundesländern vorzuhaltenden Erstaufnahmeeinrichtungen bemerkbar, die es in unserer Diözese in Trier und im saarländischen Lebach gibt. In beiden Einrichtungen sind wir mit Beratungsangeboten vor Ort vertreten, in Trier mit 3,5 Vollzeitstellen und in Lebach mit 2,5 Vollzeitstellen. In Lebach betreiben wir darüber hinaus eine Kindertagesstätte (23 Vollzeitstellen) und einen Kinderhort für Kinder von Migranten und Einheimischen (11 Vollzeitstellen).
Im Laufe des vergangenen Jahres zeigte sich, dass die Aufnahmekapazitäten in beiden Erstaufnahmeeinrichtungen nicht mehr ausreichten. Zusätzliche Kapazitäten wurden seitens der rheinland-pfälzischen Landesregierung in Ingelheim aktiviert. In Trier wurden in einer leerstehenden Kaserne weitere Aufnahmeplätze geschaffen. Nach maximal drei Monaten Aufenthalt werden die Flüchtlinge auf rheinland-pfälzische Städte und Kommunen verteilt.
Im Saarland wurden Asylbewerber seit 1994 nicht mehr auf die Kommunen verteilt. Sie sind in der Landesaufnahmestelle Lebach verblieben. Als sich im Laufe des letzten Jahres zeigte, dass die Plätze in Lebach nicht mehr ausreichten, wurde aufgrund eines Ministerratsbeschlusses seit Oktober 2013 wieder mit der Verteilung auf die Kommunen begonnen.
Vor diesem Hintergrund ist auch in unseren Pfarrgemeinden die Flüchtlingsfrage wieder verstärkt in den Mittelpunkt gerückt. Wir können an vielen Orten eine große Hilfsbereitschaft feststellen. Viele Menschen sind bereit, sich der Not der Flüchtlinge zuzuwenden und sich für sie zu engagieren: Die Flüchtlingsarbeit ist wieder ein Thema geworden, dem sich Kirche und Caritas nicht neu, aber mit neuen Herausforderungen stellen müssen.
Bestehende Hilfe soll verstärkt werden... Lesen Sie hier die gesamte Erklärung von Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel.





 

Bistum und Diözesancaritasverband: Konzept zur Unterstützung von Flüchtlingen

Lesen Sie hier das gemeinsame Konzept von Bistum und Diözesan-Caritasverband Trier zur Unterstützung von Flüchtlingen.



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Grafik: Das Logo des Bistums Trier (HOME).