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Pressedienst

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Montag, 21. Oktober 2013

Seelsorge
Abschied von St. Antonius in Fenne
Pfarrkirche profaniert – Umzug in benachbarten Gottesdienstraum

Letzter Gottesdienst in St. Antonius
Fenne – Die Pfarrgemeinde St. Antonius in Völklingen-Fenne hat am 19. Oktober zum letzten Mal eine Messe in ihrer Pfarrkirche gefeiert. In dem festlichen Gottesdienst mit Dompropst Prälat Werner Rössel, Pfarrer Thomas Weber und weiteren Geistlichen wurde das Gotteshaus profaniert. Aus der ganzen Pfarreiengemeinschaft Völklingen St. Eligius waren Gläubige zum Abschiedsgottesdienst in die - am 11. Juli 1965 von Weihbischof Carl Schmidt geweihte - Kirche gekommen. Der Kirchenchor St. Sebastian Püttlingen unter Leitung von Claus Bär gestaltete die Vorabendmesse musikalisch.

Pfarrer Weber begrüßte die Gemeinde zum Gottesdienst in dem es gelte, Abschied zu nehmen von einem Haus, das die Gemeinde mit Herz und Hand erbaut habe und in dem sie Freude und Trauer vor Gott gebracht habe. Dompropst Rössel erinnerte in seiner Predigt an die verschiedenen Kirchen, die in Fenne in einer kurzen Zeitspanne erbaut worden waren. St. Antonius FenneZuerst eine Notkirche, dann wurde eine neue Kirche erbaut, es folgte der Krieg und der Wiederaufbau, dann der Abriss der Kirche und ab 1962 der Plan einer neuen Kirche, deren Bau 1964 begonnen wurde. „In Menschengedenken drei Kirchen, das ist ein wesentliches Zeichen der kleinen Kirchengeschichte hier vor Ort“, sagte Rössel. In Fenne könne man die Spur Gottes wahrnehmen. „Die Welt um uns herum wird aber zunehmend eine Welt ohne Gott“, sagte Rössel. Auch der demografische Wandel sorge für Einbrüche. Man brauche nicht mehr so viele Kirchen, wie es noch vor ein paar Jahrzehnten den Anschein hatte. Die Kirche leide heute vor allem an „Gläubigenmangel“. Dennoch dürften sich Gläubige auch in der Bedrängnis auf Gott verlassen. „Gott hört unser Gebet, gerade auch in bedrängter Zeit und wir müssen nichts schön reden“, sagte der Dompropst. Auch in Fenne gehe es weiter: „In kleinerem Raum, mit kleinerer Gemeinde, versammelt um den Altar, aber mit erfülltem Herzen“, machte Rössel Mut. St. Antonius Fenne

Nach der Verlesung des bischöflichen Dekretes über die Profanierung der Pfarrkirche St. Antonius von Padua in Völklingen-Fenne und dem Schlusssegen wurden in einer Prozession die Heilige Kommunion und die Marien-Ikone in den Gottesdienstraum im benachbarten ehemaligen Kindergarten übergeführt. Dort werden die Gottesdienste der Gemeinde stattfinden, Sterbeämter oder andere Gottesdienste mit erwartbar vielen Besuchern sollen in benachbarten Kirchen stattfinden.

Nach Information von Pfarrer Weber ist die Bausubstanz des Gebäudes schon lange marode und nicht zu sanieren. Ebenso ist die Heizung defekt, was mit sich brachte, dass die Gemeinde sich im Winter schon länger im benachbarten ehemaligen Kindergarten zum Gottesdienst versammelte. Eine Überflutung im Frühjahr hatte zusätzlich gezeigt, dass das Dach der Kirche undicht ist. „Schweren Herzens, aber einstimmig“ habe der Kirchengemeinderat St. Antonius daraufhin die Beantragung der Profanierung beschlossen. Was mit der Kirche jetzt geschieht ist nach Pfarrer Weber noch offen, das Gebäude stehe unter Denkmalschutz. Wegen Unfallgefahr habe die Gemeinde für den Turm aber bereits einen Antrag auf Abriss gestellt.



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