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Pressedienst

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Dienstag, 28. August 2001

Kultur
Jakob-Schwarzkopf-Ausstellung in Koblenz
Prof. Peitz: Ein Künstler mit vitaler Auffassung von einem erfüllten Leben
Koblenz. – „Ein Freund ist verloren; einer unserer besten Künstler hat uns verlassen.“ Mit dieser Aussage eröffnete der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bildender Künstler am Mittelrhein (AKM), Georg Ahrens, am 25. August im Künstlerhaus Metternich in Koblenz eine Ausstellung zum Gedenken an den im Juli dieses Jahres verstorbenen Jakob Schwarzkopf. Der 1926 in Koblenz geborene Künstler gilt mit seinen monumentalen Glas- und Wandbildern in über 350 sakralen und profanen Gebäuden in ganz Deutschland, Belgien, Italien, Japan, Korea, Luxemburg, Thailand und den USA zu den bedeutenden deutschen Glasmalern des 20. Jahrhunderts.

Schwarzkopf, der seit Jahrzehnten in Trier lebte, malte für Koblenz zahlreiche Kirchenfenster, so zum Beispiel für die Jesuitenkirche, für Liebfrauen und St. Josef sowie für die Kirchen in Koblenz-Metternich und Rübenach; darüber hinaus u.a. für die Kirchen in Dieblich, Mayen, Adenau, Kastellaun, Kausen, Ravengiersburg, Saarburg, Saffig, Trier und Wallerfangen-Düren. An dieses umfangreiche Werk erinnerte der ehemalige Trierer Diözesanarchitekt Prof. Alois Peitz in seiner Laudatio zur Ausstellungseröffnung. „Die Darstellungen von erfülltem Leben und seine eigene vitale Auffassung von Leben sind es vielleicht, die uns seine religiösen Darstellungen so menschlich nahe bringen“, sagte Peitz. „Vitalität und Spontaneität“ sind nach seiner Ansicht das „durchgehende Prinzip im künstlerischen Schaffen“ von Schwarzkopf. Das gelte für seine Zeichnungen und Entwürfe ebenso wie für die großformatigen Papierarbeiten, Glasobjekte und Fenster, von denen die Ausstellung ein beredtes Zeugnis gibt. Neben den Glasmalereien ist ein Stockwerk der Künstlerhauses ganz den Zeichnungen des Künstlers vorbehalten. Zusammenfassend stellte Peitz fest: „In allen Arbeiten ist die Lust des Künstlers zu spüren, die Welt in Bildern und Zeichnungen wiederzuspiegeln, ihr einen menschlichen und hoffenden Ausdruck zu geben.“

AKM-Vorsitzender Ahrens erinnerte schließlich daran, dass Jakob Schwarzkopf nicht nur als Künstler sondern auch als „ liebenswürdiger Mensch“ geschätzt worden sei. Dies sei schon beim Aufbau dieser Ausstellung an den zahlreichen bereitwilligen Helfern aus dem Kollegen- und Freundeskreis zu erkennen gewesen. Die Ausstellung, in der durchweg die im letzten Jahrzehnt des Künstlers entstandenen Arbeiten zu sehen sind, schließt mit der langen Museumsnacht in Koblenz vom 8. auf den 9. September. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 14 Uhr.



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