Bereichsuntermenü:


 

Contentbereich:

Pressedienst

Pressedienst

Donnerstag, 15. Mai 2003

Ökumene
Buch für Menschen von heute?
Merziger Prominentenrunde zum Bibeljahr 2003

Merzig – Das Bibeljahr verspricht den Dekanaten Merzig und Losheim so bunt und schillernd zu werden, wie es das regenbogenfarbene Programmblatt zum „Jahr der Bibel 2003“ ankündigt. Nach dem vielbeachteten Auftakt zum „Book of Kells“ in der Pfarrkirche St. Peter in Merzig und der Bibelnacht für Kinder im Haus der Familie der Katholischen Erwachsenenbildung in Merzig, hieß es am 13. Mai „Ist die Bibel ein Buch für Menschen von heute?“

Im vollbesetzten Saal des Feinmechanischen Museums Fellenbergmühle in Merzig befragte Moderator Wolfgang Drießen, Rundfunkbeauftragter des Bistums Trier beim SR eine Reihe Prominenter aus dem Saarland zu ihrem Verhältnis zur Bibel. Dem Talk stellten sich die Unternehmerin Andrea Juchem aus Eppelborn, der Kommandeur der Kaserne „Auf der Ell“ in Merzig, Oberstleutnant Rainer Grube und SR-Fernseh-Chefredakteur Norbert Klein. Dabei zeigte es sich, dass das Buch der Bücher im Haus Juchem zumindest am Heiligen Abend beim Lukas-Evangelium aufgeschlagen wird oder wie in diesem Jahr im Vorfeld der Erstkommunion eines Kindes häufiger, vor allem bei der Bergpredigt. Bei Norbert Klein steht die Bibel im Regal des Sohnes, beim Ehepaar Grube gibt es sogar eine Familienbibel, deren Register sorgsam geführt wird. Einig war sich die Gesprächsrunde, dass dieses „schillernde Regenbogenbuch“ eine spannende Geschichte sei. „Spannend und vielseitig wird geschildert wie Menschen scheitern, aber das Neue Testament macht immer wieder Mut zum Neuanfang“, sagte Chefredakteur Klein. Fassungslos mache ihn aber, wie die Bibel manchmal zweckentfremdet und missbraucht werde. Der Soldat Grube verschwieg nicht, dass Reibung entstehe, wenn es darum gehe, sich mit der Botschaft der Bibel auseinander zu setzen: „Aber unsere Militärpfarrer kümmern sich und haben vor allem Konjunktur, wenn sie bei unseren Einsätzen in Gottesdiensten Beistand geben.“ Auf die Frage des Moderators wer denn die Bibel schon mal ganz gelesen habe, antwortete Grube mit Humor: „Ich habe die Bibel nicht ganz gelesen, kenne aber auch nicht alle Vorschriften der Bundeswehr.“ Die Zuhörerrunde untermauerte die persönlichen Erzählungen der Prominenten mit eigenen Erlebnissen, bei denen sie in der Bibel das richtige, tröstliche Wort fanden. Das Resümee machte deutlich, dass die Geschichte und Bücher der Bibel die Grundprobleme der Menschheit zum Thema haben. „Und dass wir beim Lesen sehr viel über uns selbst erfahren können“, ergänzte Fernsehmann Klein.



Diese Seite erreichen Sie unter: https://www.bistum-trier.de/goto/?7:26314