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Pressedienst

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Donnerstag, 2. Dezember 2004

Strukturreform
St. Eligius feiert neue Einheit
Zusammenführung von drei Pfarreien in Saarbrücken-Burbach

Symbol der Einheit: Frauen flechten aus farbigen Bändern einen bunten Zopf
Saarbrücken – Die bisherigen katholischen Kirchengemeinden St. Eligius, Herz Jesu und St. Helena in Saarbrücken-Burbach sind seit einiger Zeit zu einer großen Pfarrei vereint. Bischof Dr. Reinhard Marx hat zum 1. Oktober die neue Pfarrgemeinde St. Eligius errichtet. Zur Großpfarrei in Burbach gehören etwa 8.300 Katholiken. Anfang November wurden zehn Frauen und zwei Männern in den neuen Pfarrgemeinderat gewählt. Jetzt, am 1. Dezember, am Fest des Heiligen Eligius wurde die Errichtung der neuen Gemeinde in einem Festgottesdienst mit dem Bischöflichen Generalvikar Werner Rössel, Pfarrer Klaus Konstroffer und Vikar Johannes Schuligen gefeiert.

Bunte Bänder am Altar. Gehalten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Bänder die für die Senioren der Gemeinde stehen und für die Kindergärten, für die Messdiener, Kommunionkinder oder die Frauengruppen. Für Pfarrer Konstroffer sind die Bänder Symbole für die verschiedenen Gruppen und Initiativen der neuen großen Pfarrgemeinde. Die Bänder sind noch lose, noch nicht miteinander verknüpft. Ein fester Punkt werde gebraucht, an dem man die Bänder festmachen kann. Ein Punkt an dem sich die Gruppierungen der neuen Großpfarrei orientieren können, auf den sie sich verlassen können. Diese Mitte sei der Herr der Gemeinde, Jesu Christus, sagt der Pastor und schlägt vor die Bänder am Tabernakel zu befestigen. Frauen aus der Gemeinde flechten aus den einzelnen farbigen Bändern einen bunten Zopf: Symbol für die von Jesus Christus ausgehende Einheit und Zusammenarbeit der Gemeindemitglieder. Ein weiteres Zeichen: die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernehmen gemeinsam die beiden Kirchenchöre und die Kinder der Sing-AG aus der neuen Großgemeinde.

In seiner Predigt geht Generalvikar Rössel kurz auf die Geschichte der Kirche in Burbach zurück. St. Eligius, die Mutterpfarrei gegründet 1885, Herz Jesu 1922 und St. Helena gegründet 1971, das sind die Daten. Die Pfarrgemeinden in Burbach hätten Zeiten des Aufbruchs erlebt, aber auch Krieg und Frieden. Die massiven wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen im Stadtteil seien an den drei Pfarreien nicht spurlos vorüber gegangen. Rössel sprach Pfarrer Konstroffer und den Verantwortlichen der Gemeinden in den Pfarrgemeinderäten seine Anerkennung aus für den Mut, die Herausforderungen der Zeit angenommen zu haben. Wer realistisch die Situation beurteile müsse erkennen, dass die personellen und finanziellen Ressourcen abnehmen. Ohne ein Klagelied anzustimmen müsse man auch sehen, dass die jetzt vollzogene Zusammenführung mit Emotionen verbunden sei. „An den Kirchtürmen hängen Erinnerungen“, sagte Rössel, und „ es wäre schlimm, wenn es nicht so wäre.“ Es komme jetzt darauf an als christliche Gemeinde neue Wege zu gehen. Die Zusammenführung der Gemeinden bedeute so auch eine Sammlung und Konzentration für das gemeinsame Zeugnis des Glaubens, in der neuen Gemeinde und in der Öffentlichkeit.



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