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Pressedienst

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Mittwoch, 13. Juni 2007

Seelsorge
Besinnliche Stunden bei „Night Fever“ in Trier
1.000 Besucher nutzten nächtliche Andachtsmöglichkeit in St. Gangolf

Trier – Einmal der Hektik und dem Stress des Alltags entfliehen – das war am Samstagabend, 9. Juni im Rahmen des Projekts „Night Fever" in der Kirche St. Gangolf am Trierer Hauptmarkt bei Kerzenschein und besinnlicher Musik möglich. Die Tore der Kirche waren bis Mitternacht geöffnet. Rund 1.000 Menschen, unter ihnen auch der Trierer Bischof Dr. Reinhard Marx, ließen sich von dem unkonventionellen Angebot aus Gespräch, Gebet und Gesang begeistern und besuchten während der Aktion die Kirche in der Trierer Innenstadt.

Nachtschwärmer, die auf dem Trierer Hauptmarkt vor dem Ausgehen noch schnell einen Döner oder Cheeseburger verputzen wollten, wurden durch eine freundliche Geste junger Christen überrascht: Sie teilten an Passanten Kerzen aus und luden sie dazu ein, diese Lichter in der Gangolfkirche anzuzünden. Wer der Einladung folgte, wurde in der Dunkelheit des Abends durch einen Weg aus Kerzen eindrucksvoll zum Portal der Kirche geleitet. Den Innenraum erhellten zahlreiche Lichter, darunter allein 1.000 Stück, die von den Teilnehmern vor dem Altar aufgestellt worden waren. Die Idee zu der Aktion „Night Fever" war beim Weltjugendtag 2005 in Köln entstanden und wird mittlerweile in vielen Städten praktiziert. Auch in Trier entstand eine Projektgruppe um Hans-Günther Ullrich von der Pfarrei Liebfrauen, zu der die Kirche St. Gangolf gehört. „Viele Menschen haben das Bedürfnis danach, sich in ruhiger Atmosphäre einmal sammeln zu können", erklärte Ullrich die Grundidee des Konzepts.

Die Möglichkeit dazu hatten Interessierte beim „Night Fever"-Projekt. Nach dem Auftakt in einer Eucharistiefeier am frühen Abend konnte jeder kommen und gehen, wann er wollte. Manche blieben ein paar Minuten, andere zwei Stunden und mehr. Vor dem Altar verharrten viele in tiefer Andacht vor der Monstranz mit dem Allerheiligsten, die den golden glänzenden Mittelpunkt des Raumes bildete. Auf Zetteln konnte jeder seine Sorgen und Nöte aufschreiben und in eine Box werfen. Für die so gesammelten Anliegen werden die Clarissen in ihrem Kloster auf dem Trierer Petrisberg beten. In einem Körbchen lagen Bibelsprüche zum Mitnehmen, etwa „Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin" (1 Kor 15,10). Besinnliche Gesänge und die Ruhe in der Kirche schufen eine besondere Atmosphäre, von der die Besucher tief beeindruckt waren. Auch der Trierer Bischof Bischof Dr. Reinhard Marx suchte am späteren Abend die Kirche auf, um ganz privat Einkehr zu halten. Im anschließenden Gespräch lobte er die unkonventionelle Veranstaltung, die für die Veranstalter ein so großer Erfolg war, dass die Veranstaltung bald wiederholt werden soll. „Es trifft anscheinend genau den Nerv der Leute", freute sich Organisator Ullrich.

Weitere Informationen im Internet unter www.nightfever-trier.de




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