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Pressedienst

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Mittwoch, 4. März 2009

Seelsorge
Abschied und Vorfreude
Letzter Gottesdienst in St. Johannes Wellesweiler – Neubau entsteht

Wellesweiler – Mit einem festlichen Gottesdienst haben sich die Katholiken in Neunkirchen-Wellesweiler von ihrer bisherigen Kirche St. Johannes verabschiedet. Über 300 Gemeindemitglieder versammelten sich am 1. März noch einmal zum Gottesdienst in der am 23. Oktober 1960 geweihten Kirche, bevor diese nun abgerissen wird. Nach der Niederlegung des Bauwerkes entsteht an gleicher Stelle ein neues Gemeindezentrum. Wenn alles wie geplant läuft, werden die Wellesweiler Ende 2010 in ihrer neuen Kirche Gottesdienst feiern. Bis dahin finden die liturgischen Feiern im benachbarten Vereinshaus statt.

Zum letzten Gottesdienst in der alten Kirche konnte Pfarrer Jochen Gabriel auch die früheren Wellesweiler Pastöre Nikolaus Niederländer und Herbert Günter begrüßen. Gabriel dankte Oberbürgermeister Friedrich Decker für die Unterstützung der Stadt Neunkirchen bei den Bauvorbereitungen für das neue Gemeindezentrum, ebenso Landtagsmitglied Michael Schley und weiteren Vertretern der Politik. Er freue sich, dass die ganze Gemeinde an diesem Tag zusammen stehe und zeige, dass sie zusammen gehöre, sagte Gabriel. In die Gefühle von Abschied und Trauer mische sich auch die Vorfreude auf die neue Heimat, die an dieser Stelle entstehen wird. „Es wird etwas Neues entstehen, weil wir nicht allein gelassen werden“, sagte Pfarrer Gabriel und benannte das Bistum Trier und die Stadt Neunkirchen, die mithelfen, das neue Gemeindezentrum zu bauen. „Es wird ein Haus der Gemeinde. Aber die Gemeinde wird weit gefasst, jeder soll hier seinen Platz haben, sagte Gabriel. Sein Dank galt allen, die in den letzten Wochen mitgeholfen hatten, die Kirche leer zu räumen: „80 Männer haben mitgeholfen, eine gewichtige Zahl“.

Angesichts der Bauschäden an der Kirche und der demographischen Entwicklung mache es Sinn, den Weg des Neubaus zu gehen, fasste Gabriel die lange Entscheidungsfindung in den Gremien der Gemeinde zusammen. Die Hoffnung der Gemeinde auf ihr neues Zentrum formulierte Gabriel so: „Dass wir wieder ein Haus haben, wo Menschen das Ziel ihres Lebens entdecken. Wenn wir gemeinsam das Haus Gottes gestalten und Gott in unser Leben zulassen, dann wird auch das neue Pfarrzentrum ein Haus Gottes für die Menschen sein“. Am Ende der Messe verlas Pfarrer Gabriel das Dekret über die Profanierung der Kirche, das Diözesanadministrator Robert Brahm am 12. Dezember letzten Jahres erlassen hatte. Nach der offiziellen Entwidmung trugen die Priester und Messdiener in einer Prozession das Allerheiligste, das Ewige Licht, die Altarreliquien und die Statue des Hl. Johannes in das benachbarte Vereinshaus. Dort ist ein Raum als Sakristei hergerichtet und dort werden in der Bauzeit auch die Gottesdienste stattfinden.




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