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Pressedienst

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Freitag, 8. Mai 2009

Bischof
Ministerpräsident Beck: Bischof ist wichtiger Gesprächspartner
Ernannter Bischof von Trier legt in Mainz Loyalitätseid ab
Der ernannte Bischof von Trier Dr. Stephan Ackermann und Ministerpräsident Kurt Beck
Der ernannte Bischof von Trier Dr. Stephan Ackermann und Ministerpräsident Kurt Beck
Mainz/Trier – Der ernannte Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann, hat am 8. Mai in Mainz den im Konkordat vorgeschriebenen Loyalitätseid gegenüber dem deutschen Staat und dem Land Rheinland-Pfalz abgelegt. Bischof Dr. Ackermann wird am 24. Mai in das Amt eingeführt.

Ministerpräsident Kurt Beck sagte anlässlich der Vereidigung: „Ich freue mich auf eine anregende Zusammenarbeit mit Ihnen, hoffe auf Ihr offenes Wort und manch guten Rat und biete Ihnen eine faire und kooperative Partnerschaft mit der Landesregierung an.“ Ackermanns Wirken als Weihbischof habe bereits Spuren hinterlassen, vor allem bei seiner Arbeit mit jungen Menschen. Die Beziehungen zwischen Staat und Kirche hätten sich in Rheinland-Pfalz in überaus positiver und freundschaftlicher Weise entwickelt, erklärte Beck. „Ich würde das beiderseitige Verhältnis heute besser mit dem Begriff der Partnerschaft beschreiben.“ Zu dieser Partnerschaft gehöre der Dialog, den die Landesregierung mit den Kirchen auf den unterschiedlichsten Ebenen pflege. Der Bischof von Trier sei dabei ein wichtiger Gesprächspartner.

Bischof Dr. Ackermann äußerte sich bei dem Treffen zum Verhältnis von Kirche und Gesellschaft und erklärte, er erkenne dankbar an, dass es im Land eine nicht geringe Zahl von Verantwortungsträgern in den unterschiedlichen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gebe, die aus ihrer christlichen Überzeugung keinen Hehl machten. Darüber hinaus nehme er aus kirchlicher Sicht positiv wahr, dass das Thema Religion in der Öffentlichkeit wieder eine erhöhte Aufmerksamkeit erfahre: „Ich bin erfreut darüber, dass neben dem ethischen Potenzial, das der Glaube der Gesellschaft bietet, auch seine rituelle Kompetenz neu wertgeschätzt wird.“ Die Kirche sei nicht zuerst und vor allem eine moralische Besserungsanstalt für die Gesellschaft, sondern die Gemeinschaft derer, die vor allem eigenen Tun das zuvorkommende Handeln Gottes bekennen und feierten. Bischof Ackermann betonte auch die Verantwortung der Kirche für jeden einzelnen Menschen. Der Mensch sei besonders dort zu achten und zu schützen, wo er leistungsschwach, unproduktiv oder hilfsbedürftig sei: „Wir wissen, dass dies vor allem am Beginn und am Ende des Lebens der Fall ist. Deshalb treten wir als Kirche für den Schutz des Lebens in diesen sensiblen Phasen besonders ein.“ Er bedankte sich für die vielfach bewährte Kooperation von Kirche und Land und bat weiterhin um Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten. Als Beispiele nannte der Bischof den Sonn- und Feiertagsschutz, die Förderung der Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Ganztagsschulen, den Religionsunterricht und die finanziellen Unterstützungen beispielsweise von Schulen, Kindergärten und Fachhochschule in kirchlicher Trägerschaft.

Der Loyalitätseid der Bischöfe, der vom Konkordat - dem Staatskirchenvertrag zwischen Deutschland und dem Heiligen Stuhl - vorgeschrieben ist, bringt die Mitverantwortung der Kirche für das öffentliche Wohl zum Ausdruck. Mit ihm verspricht ein neuer Bischof, die verfassungsgemäß gebildeten Regierungen zu achten. Weiter sichert er zu, bei der Ausübung seines geistlichen Amtes jeden Schaden verhüten zu wollen, der das deutsche Staatswesen bedrohen könnte.

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