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Pressedienst

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Dienstag, 16. November 2010

Seelsorge
Spirituelle Mitte der Kirche
Weihbischof Brahm weiht Altar in St. Stephanus Leimersdorf
Weihbischof Robert Brahm weihte den neuen Altar von St. Stephanus in Leimersdorf (links im Bild Dechant Jörg Meyrer)
Weihbischof Robert Brahm weihte den neuen Altar von St. Stephanus in Leimersdorf (links im Bild Dechant Jörg Meyrer)
Grafschaft-Leimersdorf – Der Trierer Weihbischof Robert Brahm hat am 14. November in der Pfarrgemeinde St. Stephanus in Grafschaft-Leimersdorf den neuen Altar geweiht. Zugleich wurden Reliquien der Märtyrer Candidus und Amantia sowie des Heiligen Simeon von Trier im neuen Altar beigesetzt.

In der gut gefüllten Kirche begrüßte der Leimersdorfer Pfarrer Robert Görres die Gläubigen und gab zu: „Ich bin heute ein wenig aufgeregt, man erlebt ja nicht jeden Tag eine Altarweihe.“ Weihbischof Brahm, der den Gottesdienst zusammen mit Görres und Dechant Jörg Meyrer (Dekanat Ahr-Eifel) feierte, wies darauf hin, dass der Altar stets „die spirituelle Mitte der Kirche“ darstelle und das Zentrum der Danksagung, die in der Eucharistie vollzogen werde. Die Würde des Alters sei vor allem darin begründet, dass er der Tisch des Herrn sei. Um Märtyrer und andere Heilige zu ehren, seien bereits seit den ersten Jahrhunderten über ihren Gräbern Altäre errichtet worden. Daher komme der Brauch, Reliquien von Heiligen unter der sogenannten Altarmensa beizusetzen.

Dieser Brauch wurde auch in Leimersdorf vollzogen, nachdem der Weihbischof den Ambo gesegnet hatte. Die Märtyrerreliquien von Candidus und Amantia, die bislang im provisorischen Zelebrationsaltar der Kirche beigesetzt waren, wurden ebenso unter die neue Altarmensa eingefügt wie die Reliquie des Heiligen Simeon von Trier. Bildhauer Christoph Anders verschloss die Stelle im Altar anschließend mit einer Steinplatte. Danach salbte der Weihbischof den Altar mit Chrisam und bekundete damit noch einmal dessen Würde. Später verteilten Ministranten Weihrauch auf den vier Ecken und in der Mitte der Altarplatte, wo der Bildhauer bereits Kreuze eingelassen hat, die die fünf Wundmale Christi bezeichnen. An diesen Stellen entzündete Brahm kleine Feuer aus gekreuzten Wachsdochten mit Weihrauch. Nach diesen vorbereitenden Riten sprach der Bischof das Weihegebet. Dann wurde der Altar gereinigt, das Altartuch und das Altarkreuz wurden aufgelegt, die Altarleuchter angezündet. Mit dem Vollzug der Eucharistiefeier ist der neue Zelebrationsaltar in der Pfarrkirche St. Stephanus in Leimersdorf nun „dienstbereit“. Der Altar sei ein Opfertisch, und weil er in diesem Fall auch Reliquien enthalte, symbolisiere er „Leben und Tod gleichermaßen“, sagte der Weihbischof.

Über ein Jahr dauern die Renovierungsarbeiten an der Pfarrkirche St. Stephanus bereits an, vieles ist bereits erledigt, doch voraussichtlich wird erst im kommenden Frühjahr der letzte Pinselstrich getan sein. Im Mittelpunkt der Renovierung stand die Neugestaltung des Altarraumes mit dem neuen Zelebrationsaltar mit Motiven des Kirchenpatrons St. Stephanus und des Heiligen Paulus. Bildhauer Christoph Anders aus Senheim hatte den Altar aus Granitstein geschaffen und auch den dazugehörigen Ambo hergestellt.

Information: Pfarreiengemeinschaft St. Dionysius Grafschaft-Ringen und St. Stephanus Grafschaft-Leimersdorf, Telefon 02641-26614




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