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Pressedienst

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Freitag, 6. Mai 2011

Heilig Rock-Wallfahrt
Kein Glaube ohne Kunst, keine Kunst ohne Glauben
Kirche auf der BUGA zeigt Ausstellung zum Heiligen Rock

Andreas Rauland (links) und Wallfahrtsleiter Dr. Georg Bätzing begutachen die Ausstellung.
Koblenz – „nüchtern kühn heilig. Eine Annäherung an den Heiligen Rock“: Unter dieser Überschrift stellen derzeit acht Künstlerinnen und Künstler aus Koblenz-Ehrenbreitstein in der Koblenzer Festungskirche ihre Werke aus. Der Heilige Rock, die Tunika Jesu Christi, ist die bedeutendste Reliquie des Trierer Doms. Dort wird er verschlossen und nicht sichtbar aufbewahrt. Am 5. Mai, dem Vorabend der Eröffnung des Jahres der geistlichen Vorbereitung auf die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012, fand die Vernissage zu der Ausstellung statt, die Teil des ökumenischen Projektes „Kirche auf der Bundesgartenschau 2011“ ist. 

Neben den ausstellenden Künstlern Anja Bogott, Andreas Bruchhäuser, Anneliese Geisler, Gabriele Goehlen, Evelyne Knobling, Gudrun Lüpke, Andreas Rauland und Christian Zsagar konnte Pfarrer Sven Dreiser, evangelischer Projektleiter von „Kirche auf der BUGA“, auch Wallfahrtsleiter Dr. Georg Bätzing aus Trier und den Koblenzer Kulturdezernenten Detlef Knopp unter den über 100 Gästen begrüßen. Dreiser sagte, die Künstlerinnen und Künstler hätten sich seit den ersten Gesprächen zu der Ausstellung auf einen spannenden Weg gemacht und stellten heute ihre ganz persönlichen Annäherungen an den Heiligen Rock vor. „Der Dialog zwischen Kunst und Religion lebt von Annäherung und eben nicht von gegenseitiger Infragestellung.“ 

Micha Flesch, Kulturbeauftragter des Bistums Trier, erklärte, Glaube und Kunst seien ursprünglich miteinander verbunden. „Denn beide, der Glaube beziehungsweise Nicht-Glaube – der ja auch eine Glaubensform ist – und die künstlerische Tat entstammen der Mitte des Menschen.“ Beides geschehe in geistiger Freiheit und beides bedinge einander: „Kein Glaube ohne Kunst und keine Kunst ohne einen Glauben.“ Flesch erinnerte daran, dass der Heilige Rock über viele Jahre und Jahrzehnte, „immer wenn die Zeiten unsicher waren“, auf der Festung Ehrenbreitstein in Sicherheit verwahrt wurde. Das Leitwort der kommenden Wallfahrt „und führe zusammen, was getrennt ist“ fordere den Betrachter auf, sich mit den Werken auseinanderzusetzen. Das bloße Hinschauen könne dazu führen, dass Glaube und Kunst nicht mehr hinterfragt würden: „Es braucht aber die Diskussion, ein Sehen darauf, was dahinter steht.“

Wallfahrtsleiter Bätzing zeigte sich angetan von der Ausstellung und den unterschiedlichen Perspektiven, mit denen sich die Künstlerinnen und Künstler in das Thema hineingedacht hätten: „Die Ausstellung regt zum Nachdenken an.“

Die Werke der Ehrenbreitsteiner Künstlerinnen und Künstler sind noch bis zum 22. Mai in der Festungskirche zu sehen. Die Vernissage war musikalisch vom Trio „café noir“ begleitet worden.

„nüchtern kühn heilig. Eine Annäherung an den Heiligen Rock“ ist die zweite von insgesamt neun Ausstellungen, die bis zum 16. Oktober bei „Kirche auf der BUGA 2011“ zu sehen sein werden. „Kirche auf der BUGA 2011“ ist ein gemeinsames Projekt der Evangelischen Kirche im Rheinland und des Bistums Trier. Das komplette Programm ist im Internet unter www.kirche-buga2011.de zu finden. Informationen gibt es auch in der Geschäftsstelle des ökumenischen Kirchenprojektes, Tel.: 0261-97349124, E-Mail info@kirche-buga2011.de



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