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Rundfunkarbeit

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Sonntag, 30. Oktober 2016

Zwischenruf SR1 und SR3
Friedensstifter – Henry Dunant

 

Ein Humanist, ein Christ und Geschäftsmann: All das war der Schweizer und Henry Dunant. Heute vor 106 Jahren ist er gestorben. Auf Geschäftsreise in der Nähe von Solferino in Norditalien hat er hautnah erleben müssen, wie grausam Krieg ist. Im Kampf des Kaisertums Österreich gegen Sardinien hat Dunant gesehen, wie verwundete Soldaten mehr oder weniger ihrem Schicksal überlassen wurden und qualvoll leiden mussten. Der Schweizer war zutiefst erschüttert. Er musste sich seine Erlebnisse als Augenzeuge der Schlacht von Solferino 1859 von der Seele schreiben. Drei Jahre später konnte er auf eigene Kosten sein Buch mit dem Titel „Eine Erinnerung an Solferino“ herausgeben und in Europa verteilen.

 

Das Buch ist nicht ohne Folgen geblieben. Bereits ein Jahr später kam es in Genf zur Gründung des „Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege“, seit 1876 heißt es „Internationales Komitee vom Roten Kreuz“ trägt. Auch die bis heute gültige Genfer Konvention geht auf sein Buch und seine Verbesserungsvorschläge zurück.

 

Dunants erschütternde Erlebnisse und sein Mitgefühl waren sein Antrieb, etwas ändern zu müssen. Es ist ihm gelungen: Henry Dunant wurde zum Begründer des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds. Immer wieder hat er darauf hingewiesen: Soldaten sind kein Kanonenfutter, sondern Menschen. Für Dunant war es eine Form christlicher Nächstenliebe, die Verwundeten zu versorgen und ihnen beizustehen – und das auch anderen Nationen ebenso zu ermöglichen. 1901 hat er für sein Lebenswerk den ersten Friedensnobelpreis überhaupt erhalten: Henry Dunant, der einem grausamen Ort die Kraft des Mitgefühls und Solidarität entgegensetzte.




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