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Pressedienst

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Dienstag, 21. August 2012

Bischof
Überzogen und unangemessen
Bischof Ackermann kritisiert Urteil gegen russische Band „Pussy Riot“

Bischof Dr. Stephan Ackermann
Trier/Bonn – Der Trierer Bischof und Justitia et Pax-Vorsitzende, Dr. Stephan Ackermann, hat das Urteil gegen die russische Punk Band „Pussy Riot“ als „völlig überzogen und unangemessen“ kritisiert.

In der Tat fühlten sich viele Menschen, die die Szene miterlebt oder später im Internet gesehen hätten, durch den Auftritt der Band in einer der wichtigsten orthodoxen Kathedralen in ihren religiösen Gefühlen verletzt. Daher könne die Aktion nicht konsequenzlos hingenommen werden, erklärte Bischof Ackermann. „Menschen kamen jedoch nicht zu Schaden, auch wurde nicht zu Gewalthandlungen aufgerufen.“ Der Auftritt sei zwar eine Provokation gewesen, doch „scheint mir jedoch der Vorwurf ungerechtfertigt, dass damit antireligiöser Hass geschürt worden sei“, betonte der Bischof.

Der Justitia et Pax-Vorsitzende wies weiter darauf hin, dass „das Recht auf Religionsfreiheit nicht bedeutet, dass Religionsgemeinschaften einen Anspruch auf staatlichen Schutz ihrer Reputation haben“.

Ein Moskauer Gericht hatte drei Mitglieder der Band Pussy Riot am 17. August zu zwei Jahren Haft verurteilt. Ende Februar hatten die Frauen bei einer Protestaktion in einer Kirche in einem „Punk-Gebet“ die Gottesmutter angerufen, den russischen Präsidenten Putin zu verjagen.

Die Deutsche Kommission „Justitia et Pax“ („Gerechtigkeit und Frieden“) ist eine Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Ihre Aufgabe ist die Förderung von Entwicklung, Menschenrechten und Frieden. Weitere Informationen auf www.justitia-et-pax.de.




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