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Pressedienst

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Dienstag, 20. November 2012

Seelsorge
kreuz.net - nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar
Weltanschauungsreferent des Bistums Trier kritisiert Internetseite kreuz.net

Matthias Neff, Weltanschauungsreferent im Bistum Trier, hat die Internetseite kreuz.net scharf kritisiert.
Trier – „So wie es auf kreuz.net geschieht, dürfen Christen mit anderen Menschen nicht umgehen.“ Das hat Matthias Neff, Weltanschauungsreferent im Bistum Trier, jetzt in einem Interview mit dem „Paulinus“, der Wochenzeitung im Bistum Trier, betont. In dem Interview unterstreicht Neff, dass die Vorstellungen und das Kirchenbild, die auf kreuz.net vertreten werden, in der katholischen Kirche in Deutschland schon seit vielen Jahrzehnten der Vergangenheit angehörten. Auch würden auf dieser Seite politische Vorstellungen vertreten, die  „rassistisch, fremdenfeindlich, antiislamisch und antisemitisch“ seien. „Andersdenkende werden diffamiert, beschimpft und persönlich herabgesetzt“, kritisiert Neff.

Für den Experten sind diejenigen, die auf kreuz.net gegen Juden, Muslime und Homosexuelle hetzen, „Hassprediger“. „Das ist mit unserem Glauben nicht vereinbar“, sagt er im „Paulinus“. Andere Menschen würden auf der Internet-Seite erniedrigt, die Würde von Menschen werde mit Füßen getreten. Nach Einschätzung von Matthias Neff haben die Betreiber der Internet-Seite ein Weltbild, das gegen die Entwicklungen der Moderne ist: „Die Meinungsfreiheit, die Religionsfreiheit, die Freiheitsrechte, die politischen Rechte, alles wird in Frage gestellt oder sogar abgelehnt.“ Die Betreiber der Seite wünschten sich eine Welt, in der alles in ihrem Sinne geregelt ist, in der es nur eine Kirche und eine Religion gibt. Bei kreuz.net, so betont Neff, zeige eine „besonders extreme Fraktion des traditionalistischen Bereichs ihr hässliches Gesicht.“  Jeder, der im kirchlichen Bereich eine Position vertrete, die kreuz.net nicht passe, müsse damit rechnen, Opfer von Hetzkampagnen zu werden. Das betreffe nicht nur einfache Gläubige oder Pfarrer, sondern auch kirchliche Initiativen, Bischöfe, Kardinäle und den Papst. Zwar gäben die Betreiber der Internetseite vor, dass sie die katholische Tradition bewahren wollten. Tatsächlich aber werde unter diesem Deckmantel die katholische Kirche angegriffen und würden alle herabgesetzt, die eine andere Meinung vertreten.

Neff macht deutlich, dass „diese Seite mit den Katholiken und der katholischen Kirche in Deutschland nichts zu tun hat.“ Und der unerträgliche Stil der Seite verbiete sich für jeden Katholiken. Er kritisiert, dass sich die Macher der Seite hinter der Anonymität des Internets verbergen: „Aus dieser Anonymität heraus werfen sie mit Dreck und treten die Würde anderer Menschen mit Füßen, weil sie glauben, dass sie vor Entdeckung sicher sind, was sich ja bisher leider bewahrheitet hat.“ Neff stellt klar, dass eine Mitarbeit oder Zuträgerschaft bei kreuz.net nicht mit einem Dienst in der Kirche vereinbar sei, weil sich die Berichterstattung letztlich gegen die Kirche selbst richte. Wer sich als kirchlicher Angestellter offen zu einer Mitarbeit bei kreuz.net bekennen würde oder wem man diese zweifelsfrei nachweisen könnte, müsste daher wohl mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen. 

Das komplette Interview erscheint im „Paulinus“, der Wochenzeitung im Bistum Trier, in der Ausgabe vom 25. November.

Matthias Neff im Originalton - zu kreuz.net


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