Bereichsuntermenü:


 

Contentbereich:

Pressedienst

Pressedienst

Sonntag, 16. Juni 2013

72Stunden-Aktion
„Ein Thema, das uns alle betrifft“
72-Stunden-Aktion: Auseinandersetzung mit kritischem Konsum
Gut besucht war die Open Air-Küche der 72-Stunden-Aktionsgruppe "Hakuna Matata" am ZaP Emmelshausen
Gut besucht war die Open Air-Küche der 72-Stunden-Aktionsgruppe "Hakuna Matata" am ZaP Emmelshausen
Emmelshausen – Ab 12 Uhr am 16. Juni hat die 72-Stunden-Aktionsgruppe „Hakuna Matata“ ans „Zentrum am Park“ (ZaP) Emmelshausen eingeladen – und Punkt 12 Uhr stehen auch die ersten Gäste an der Open Air-Küche. Sommersalate, eine mediterrane Gemüsepfanne oder Kartoffel-Gemüse-Rösti, Bananenquark und Brötchenauflauf mit Rhabarberkompott gibt es. Und zwar kostenlos, „garniert“ mit Informationen zu kritischem Konsum und Lebensmittelverschwendung. Wer will, kann eine Spende für die Emmelshausener Tafel machen. Und Backwaren, Salat oder Gemüse können auch mit nach Hause genommen werden.

„Informiert kreativ über kritischen Konsum“ lautete die Aufgabe für „Hakuna Matata“. Das sind neun Mädchen zwischen 19 und 22 Jahren, die sich eigens für die Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zusammengetan haben. „Wir haben uns gefreut, weil das ein Thema ist, das uns interessiert und das uns alle betrifft“, sagt die 21-jährige Rabea Vogt. Am Samstag abend haben sie den Film „Taste the Waste“ gezeigt und mit Politikern und Landwirten darüber diskutiert. Und für das Essen am Sonntag haben die jungen Frauen in den umliegenden Supermärkten und Läden die Lebensmittel eingesammelt, die sonst auf dem Müll gelandet wären. „Über 300 Kilo Lebensmittel haben wir so zusammen bekommen, und das ist nur das, was an einem Tag im Raum Emmelshausen zusammen kommt“, berichtet Rabea nachdenklich. Besonders „krass“ fanden die Mädchen, dass es von Bäckereien teilweise backfrische, noch warme Sachen gab.


"FoodFighter" Michael Schieferstein (Mitte)
unterstützt die jungen Frauen der Gruppe
"Hakuna Matata"
Unterstützt wird die Gruppe von „FoodFighter“ Michael Schieferstein (Infos unter www.foodfighters.biz), der sich als Lebensmittelaktivist bezeichnet und auf die Problematik der Lebensmittelverschwendung aufmerksam macht. „Ich unterstütze gerne die Jugend. Und es ist so wichtig, dass auch die Kirche dieses Thema aufgreift“, sagt er.

Den vielen Besuchern gefällt die Aktion. Das Ehepaar Mersmann aus Emmelshausen hat in der Zeitung davon gelesen und wurde am Vormittag vom Pfarrer im Sonntagsgottesdienst nochmal daran erinnert. Darauf hin sind sie ans ZaP gekommen. Sie finden es gut, dass die jungen Leute das Thema „Kritischer Konsum“, mit dem sie sich ebenfalls schon befasst haben, aufgreifen: „Wir sind noch aus einer Generation, die gelernt hat nichts wegzuwerfen“, erklären sie. Auch Hedwig Weber, die mit ihrem Mann aus Ney gekommen ist, sagt, dass sie das Thema berührt, zumal ihre Eltern früher eine Bäckerei hatten. Und dann loben sie unisono die mediterrane Gemüsepfanne.

„Heute wird auf jeden Fall nichts weggeworfen!“ betont Pastoralreferentin Natalie Bauer vom 72-Stunden-Koordinierungskreis St. Goar/Simmern-Kastellaun. Zwei weitere Aktionsgruppen aus Emmelshausen seien zum Essen hergekommen, eine weitere werde sie gleich beliefern. Sie ist überzeugt: „Diejenigen, die in diesen 72 Stunden mit dem Projekt zu tun hatten, sind dadurch verändert worden.“


SERVICE



Diese Seite erreichen Sie unter: https://www.bistum-trier.de/goto/?7:113000