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Pressedienst

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Montag, 16. September 2013

Kultur
Durch den Gesang die Gemeinden bereichern
800 Kinder singen gemeinsam beim Pueri Cantores-Fest in Trier
Von St. Maximin zogen die Kinder mit ihren Betreuern an der Porta Nigra vorbei zum Dom.
Von St. Maximin zogen die Kinder mit ihren Betreuern an der Porta Nigra vorbei zum Dom.
Trier – „Was ist denn das für eine Demonstration?“ fragt ein Passant, als gut 800 Kinder und rund 150 Erwachsene von der Porta Nigra Richtung Hauptmarkt ziehen – und dabei fröhlich singen. Die Demo ist nämlich eine Prozession: Der Kinder- und Jugendchorverband Pueri Cantores hat am 14. September zum Chorfest nach Trier eingeladen, und nun zieht die Gruppe gemeinsam von St. Maximin zum Dom.

„Wir haben heute erst geprobt und dann Spiele gespielt“, berichtet die zehnjährige Sophia vom Kinder- und Jugendchor Waldbreitbach. Sie habe Freundschaftsbändchen geflochten und Tischtennis gespielt. „Dann haben wir das Musical angeschaut, die Geschichte vom verlorenen Sohn, das war sehr schön.“ Normalerweise seien sie 30 Kinder im Chor. „Bei der Probe war das richtig laut und es ist schon anders mit so vielen zusammen, es hat sich schön angehört.“ Jetzt freut sich Sophia auf den Gottesdienst mit Bischof Dr. Stephan Ackermann: „Besonders gut gefällt mir das Gloria-Lied, das wir im Gottesdienst singen.“

Der Dom war vom Gesang der Kinder erfüllt
Der Dom war vom Gesang der Kinder erfüllt
Bischof Ackermann lobt die jungen Sängerinnen und Sänger, die sich rund um den Altar versammelt haben und gemeinsam mit dem Trio „soundgesellschaft“ im Gottesdienst die Lieder singen, die sie am Vormittag gemeinsam eingeübt haben: „Wie kräftig das klingt, wenn der Dom ganz von Musik erfüllt ist!“ Die Geschichte vom verlorenen Sohn im Musical, das die Kinder am Nachmittag gehört haben, wird im Evangelium erneut erzählt. Der Bischof greift sie in der Predigt auf. Mit Hilfe dreier junger „Singing Angels“ (singende Engel) aus Saarwellingen überlegt er, warum Jesus eine besondere Sympathie für den verlorenen Sohn hegt. „Jesus will, dass wir Menschen etwas wagen, aufbrechen, etwas von der Welt sehen“, erklärt der Bischof. So wie der Vater in der Geschichte seinen Sohn nie aus dem Blick gelassen habe, sei auch Gott: „Er hat immer ein Auge auf uns, ist uns nahe – auch da, wo wir etwas riskieren.“ Da könne man auch mal etwas falsch machen: „Denn Gott ist da und verzeiht.“ Bischof Ackermann dankt den Kindern für ihre Engagement: „Euch heute zu erleben hat mich stolz und froh gemacht.“ Auch Diözesanjugendpfarrer Matthias Struth, geistlicher Beirat des Verbandes im Bistum, lobt die Kinder: „Durch euren Gesang macht ihr unsere Gemeinden, unsere Gottesdienst und die Liturgie unendlich reich.“

Wolfram Hartleif ist als Betreuer mit 30 Kindern der Singschule an der Liebfrauenkirche Koblenz nach Trier gekommen und zollt den Veranstaltern Respekt: „Ich bin beeindruckt, es ist eine große Leistung, einen solchen Tag so gut zu organisieren.“ Die Koblenzer Kinder hätten viel Spaß gehabt: „Und es ist einfach ein wunderbarer Eindruck mit so vielen zusammen zu singen.“ Peter Uhl, Dekanatskantor und Vorsitzender von Pueri Cantores in der Diözese Trier, ist am Ende des Tages zufrieden. 39 Chöre aus dem gesamten Bistum seien dabei gewesen, „der kleinste Chor mit sechs, der größte mit gut 70 Mitgliedern“. Die Stimmung sei gut gewesen, den Kindern hätten die Probe und die Spieleangebote viel Spaß bereitet. „Alle haben gut mitgemacht.“ Auch die Musicalaufführung sei sehr gut angekommen. Und natürlich die Erfahrung, als riesengroßer Chor zu musizieren: „Das war ein schönes Erlebnis für die Kinder, in Gemeinschaft zu singen.“


Ein Video-Beitrag zum Kinderchortag.


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