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Pressedienst

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Montag, 16. Dezember 2013

Seelsorge
Die konkrete Nachfolge Jesu wagen
Weihbischof Robert Brahm weiht drei neue Diakone

Die neuen Diakone Thomas Schneeberger, Heiko Marquardsen und Carsten Scher (von links) zusammen mit Weihbischof Robert Brahm.
Trier – „Sie wollen Zeugnis geben von Jesus in dieser Welt und wagen den Sprung in seine konkrete Nachfolge.“ Mit diesen Worten hat Weihbischof Robert Brahm beschrieben, was Heiko Marquardsen, Carsten Scher und Thomas Schneeberger als ihre zukünftigen Aufgaben und Ziele versprachen. Am 15. Dezember wurden die drei Männer im Trierer Dom zu Diakonen geweiht.  

Ihre Priesterweihe wird Bischof Stephan Ackermann voraussichtlich am 12. Juli im Trierer Dom spenden. Bis dahin absolviert der 26-jährige Heiko Marquardsen aus Konz-Oberemmel sein Diakonatspraktikum in der Pfarrei St. Marien in Neunkirchen. Der gelernte Wirtschaftslogistiker Carsten Scher, 36 Jahre alt, aus Püttlingen bleibt bis Pfingsten 2014 als Diakon in der Pfarreiengemeinschaft Gillenfeld tätig. In der Pfarreiengemeinschaft Saarbrücken St. Johann wird der 41-jährige Thomas Schneeberger aus Bonn-Bad Godesberg seine Diakonatszeit verbringen. Der Jurist war zuvor als Staatsanwalt tätig.

Dem Gebet zur gerade eröffneten Trierer Synode entstammt der Passus „Der Heilige Geist gebe uns den Mut, Schritte in die Zukunft zu wagen“. Diesen Satz haben die Seminaristen des Priesterseminars als Motto über ihre Weihe zum Diakon gestellt. Von diesem Leitsatz ausgehend stellte Weihbischof Brahm in seiner Predigt den Bezug zu Nelson Mandela her, der an demselben Sonntag beigesetzt wurde. Nach seiner langen Zeit in Gefangenschaft habe er bei der Entlassung aus dem Gefängnis festgestellt, dass er „Hass und Verbitterung zurücklassen müsse oder für immer in ihnen gefangen sein werde“. Aus der Geschichte, nicht zuletzt aus der Zeit des Nationalsozialismus, gebe es viele Zeugnisse, dass Menschen in der Einsamkeit von Gefängnissen Fragen nach den wesentlichen Erkenntnissen stellen. So auch Johannes der Täufer. Im Tages-Evangelium sucht er die Antwort auf die Frage, ob Jesus der Erlöser und Retter des Volkes Israel sei. „Jesus aber antwortet so, dass die Zuhörer sich fragen, ob er die Frage überhaupt richtig verstanden hat“, führte der Weihbischof weiter aus. Dem Täufer Johannes selber überlässt der Gefragte die Entscheidung, wer dieser Jesus für ihn sei. Jesus vertraue darauf, dass Johannes seine eigenen Schlüsse aus den Heilstaten ziehen kann, auf die er in seiner Antwort hinweist. „Nur auf Basis dieser freien Entscheidung kann der Mensch seinen eigenen inneren Frieden finden“, betonte Weihbischof Brahm und fügte einen zweiten Aspekt aus dem Evangelium an. Jesus nämlich sage in eindeutigen Worten, wer Johannes für ihn sei. Ein Prophet, den Gott verheißen hat, ein Bote Gottes, der Zeugnis von der Treue Gottes zu den Menschen gebe. Mit diesem Blick auf den Propheten Johannes zeige Jesus seine achtsame Wertschätzung für die Welt und die Menschen und damit auch für die Christen.

An die drei Weihekandidaten gewandt erklärte der Weihbischof, dass an ihnen und ihrem Wirken als Diakone in den Gemeinden ablesbar sein werde, „wie Gottes Heil und Segen in dieser Welt wirken“. Für diese Aufgabe erbitte er zusammen mit allen Zeugen dieser Weihe Gottes Geist für die drei Männer und ihren künftigen Weg. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie Gottes Licht in dieser Welt sind und Gottes Geist Sie immer wieder leitet und bewegt.“

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