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Pressedienst

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Mittwoch, 8. September 2004

Bischof
Wallfahrt zur „Muttergottes vom Soon“
Festgottesdienst und Lichterprozession mit Weihbischof Peters in Spabrücken
Spabrücken. – Die Bedeutung der Marienverehrung für den katholischen Glauben hat der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters bei der „Großen Wallfahrt zur Muttergottes vom Soon“ in Spabrücken hervorgehoben. Zusammen mit vielen hundert Pilgerinnen und Pilgern feierte er am Vorabend des 8. September, des Festes Mariä Geburt, auf dem Festplatz der Soonwaldgemeinde einen Gottesdienst. Anschließend setzte sich eine große Lichterprozession mit dem Gnadenbild der Madonna in Bewegung.

In seiner Predigt erschloss der Weihbischof das Festgeheimnis der Geburt Mariens. „Es gibt einen Heilsplan Gottes mit der Menschheit auch in unserer Zeit, die gottabgewandt zu leben scheint“, sagte er. Dieser Heilsplan habe seinen Höhepunkt in der Menschwerdung des Sohnes Jesus Christus gefunden. Gott habe in einzigartiger Weise Maria zur Erfüllung seines Planes ausgewählt. Aufgrund dieser Erwählung sei sie den Menschen nahe als Mutter, als Schwester im Glauben und als Fürsprecherin. Die Gläubigen rief der Weihbischof auf, ihren Blick vertrauensvoll auf die Gottesmutter zu richten, denn, „Maria ist das große Zeichen, die Auserwählte, auf die wir schauen und auch zeigen können.“ Unter den Teilnehmern des Gottesdienstes waren neben den Pilgerinnen und Pilgern aus den Hunsrück auch Gläubige aus dem Nachbarbistum Speyer sowie Gäste aus Nigeria. Ihnen allen dankte der Weihbischof für ihr Kommen.

Die Straßen und Häuser von Spabrücken waren mit bunten Fahnen und brennenden Kerzen geschmückt, als die Gläubigen zusammen mit dem Weihbischof singend und betend durch die Soonwald-Gemeinde zogen. Junge Frauen trugen bei der Lichterprozession das Gnadenbild. Hierbei handelt es sich um eine Lindenholzfigur aus dem 14. Jahrhundert, die im Lauf der Zeit oft beschädigt wurde. 1909 schuf der Bildhauer Kaspar Weiß eine neue Madonna, in die die alte Figur hineingeschoben wurde. Musikalisch gestalteten die Feier das Soonwaldorchester und der Kirchenchor Cäcilia von Spabrücken. Die „Wallfahrt zur Muttergottes vom Soon“ ist seit der Mitte des 14. Jahrhunderts urkundlich bezeugt.



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