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Pressedienst

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Sonntag, 31. Mai 2009

Bischof
„Der Glaube sagt uns: Der Herr ist da“
Hirtenwort von Bischof Stephan Ackermann zu Pfingsten
 

Trier – In seinem ersten Hirtenwort als Bischof von Trier hat Bischof Dr. Stephan Ackerman die Gläubigen in der Diözese dazu aufgerufen, mehr Aufmerksamkeit darauf zu verwenden, „nach der Gegenwart Jesu in unserer Umgebung Ausschau zu halten.“ Zwar sei es möglich, dass die aktuelle kirchliche Situation den Menschen unklar und verschwommen vorkomme: „Doch der Glaube sagt uns: Der Herr ist da.“ In dem Hirtenwort, das an Pfingsten in den Gottesdiensten im Bistum Trier verlesen wurde, geht der Bischof auch noch einmal auf seine Amtseinführung vor einer Woche ein.

Er dankt allen, die dazu beigetragen haben, dass die Amtseinführung zu einem „Fest des Bistums“ geworden sei. Er habe gespürt: „Die Diözese ergreift von ihrem Bischof Besitz.“ Das sei angesichts der vielen Erwartungen, die darin zum Ausdruck kämen, zwar einerseits erschreckend, andererseits aber auch Mut machend. „Mut machend ist es, weil darin die Botschaft steckt: ’Wir nehmen dich an als unseren Bischof.’ Ohne eine solche Annahme durch das Volk Gottes kann niemand wirklich Bischof sein“, betont Bischof Ackermann.

Er räumt ein, dass auch er „keinen fertigen Plan in der Schublade“ habe für eine Neuausrichtung angesichts der aktuellen kirchlichen Herausforderungen. Bischof Ackermann zitiert den Bischof von Basel Kurt Koch, der davon gesprochen habe, dass sich die pastorale Situation an einem „toten Punkt“ befinde. Eine ähnliche Erfahrung hätten auch die Jünger nach dem Tod Jesu gemacht. Erst das Pfingstfest habe die Phase der Zweifel, Angst und Ratlosigkeit beendet. Anhand des im Johannesevangelium geschilderten Erlebnisses vom wunderbaren Fischfang – die Jünger haben die ganze Nacht keine Fische gefangen, hören aber auf Jesus, der sie auffordert, die Netze auf der anderen Seite des Bootes auszuwerfen und machen einen überreichen Fang – macht Bischof Ackermann deutlich, dass er, auch wenn er von einem „toten Punkt“ spreche, keineswegs pessimistisch in die Zukunft blicke. Das Erlebnis vom wunderbaren Fischfang passe gut in die derzeitige pastorale Situation des Bistums: „Wie sehr haben wir uns in den vergangenen sechs Jahren damit beschäftigt, unsere ’Netze’ herzurichten. Mit viel Mühe und manchem Ringen haben wir gemeinsam versucht, unsere pastoralen Strukturen den aktuellen und künftigen Herausforderungen anzupassen. Das war und ist richtig und bleibt wichtig. Denn ohne Strukturen fiele in unserer Welt alles auseinander und hätte auf Dauer keinen Bestand.“ Andererseits, so betont der Bischof, seien Strukturen nicht alles. Jesus warte auf die heutigen Menschen wie auf die Jünger am See: „Er will mit uns Kontakt aufnehmen, und er hält einen Auftrag für uns bereit.“

Zudem, so unterstreicht Bischof Ackermann beschreibe die Erfahrung vom „toten Punkt“ nicht die gesamte Wirklichkeit des kirchlichen Lebens. Bei seinen Besuchen als Weihbischof in den Gemeinden habe er viel Einsatzbereitschaft und Kreativität, Engagement, Ideenreichtum und echte Mitsorge erlebt. „Manche verborgene Bereitschaft zum Glauben wartet nur darauf, entdeckt und gefördert zu werden“, sagt der Bischof. Er lenkt den Blick nach vorne auf die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012: „Es wäre schön, wenn der Prozess der Vorbereitung und Durchführung der Wallfahrt für uns alle ein belebender und Mut machender Meilenstein auf dem Weg des Glaubens würde.“

Hinweis: Das Hirtenwort kann als Sonderdruck bestellt werden bei der Bischöflichen Pressestelle Trier, Tel: 0651-7105-268, E-Mail: biptrier@bgv-trier.de - Text im Wortlaut auch hier




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