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Pressedienst

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Montag, 13. Juli 2009

Kultur
Heiliger Rock, St. Matthias und Jakobsweg
Neues Buch über Trier als Zentrum von Wallfahrten erschienen

v.l.n.r. Autor Dr. Markus Nicolay, Verleger Michael Weyand und Autor Prof. Dr. Bernhard Schneider

Trier – „Der Heilige Rock im Dom zu Trier und auf dem Weg zu Jakobus und Matthias" ist der Titel eines jetzt vorgestellten Buches über die Bedeutung Triers als Zentrum von Wallfahrten. Die Autoren Dr. Marcus Nicolay, Professor Bernhard Schneider und Bruder Hubert Wachendorf beschreiben in dem Buch die Verehrung des Apostels Matthias und des Heiligen Rocks in Trier und die Rolle der Stadt als Station auf dem Jakobsweg.

In dem rund 120 Seiten dicken Buch wirft die nächste kommende große Wallfahrt zum Heiligen Rock 2012 ihre Schatten bereits voraus: Den größten Raum nimmt das Kapitel „Sinnbild des Anfangs und der Vollendung – Kurze Geschichte des Heiligen Rocks und seiner Verehrung in Trier" ein. Auf rund 80 Seiten beschreibt der Trierer Kirchenhistoriker Professor Bernhard Schneider das „ungeteilte Gewand Christi", die Wallfahrtstradition und die Bedeutung für Trier und die Kirche. „Der Heilige Rock ist ein Bezugspunkt für das ganze Bistum Trier, und die Wallfahrten waren immer Brennpunkte der jeweiligen Epoche", unterstrich Schneider während der Buchvorstellung am 9. Juli in der Trierer Dominformation die Bedeutung der Reliquie. Schneider beschreibt nicht nur die Historie der Reliquie und den Gegendstand als solchen. Breiten Raum nimmt auch die Bedeutung des Heiligen Rocks als „Symbol in der theologischen Tradition" ein. Die nahtlose Tunika Christi sei schon beliebtes Symbol für Theologen gewesen, „lange bevor es zu einer Verehrung eines speziellen Heiligen Rockes" gekommen sei. Das Gewand sei vor allem Sinnbild für die Einheit der Kirche und Zeichen. Außerdem sei die Reliquie „Teil jener theologischen Anstrengungen, die verständlich machen wollten, die die Person Jesu Christi zugleich wahrer Gott und wahrer Mensch sein könne." Weiter verweise die Herrenreliquie auf die Eucharistie, in der sich Jesus Christus an die Menschen austeile, „ohne dabei in Stücke zerrissen zu werden".

Wer in Trier die Heilig-Rock-Kapelle besichtigt, kommt an den Spuren des Apostels Jakobus nicht vorbei – Trier ist eine Station auf dem Weg zum Grab des Heiligen in Santiago de Compostela in Spanien. „In Trier gibt es zahlreiche Statuen und Figuren des Jakobus, Straßen und ein Brunnen sind nach ihm benannt", erklärt Dr. Markus Nicolay, Pfarrer in Trier-Ehrang und Sekretär der St. Jakobusbruderschaft Trier. Nicolay weiß, wovon er schreibt: So ist erschon mehrere Male nach Santiago de Compostela zum Grab des Apostels Jakobus gepilgert. Er beschreibt in dem Buch die Bedeutung Triers als Kreuzungspunkt gleich zweier Jakobswege: „Der eine von Köln kommend über die Eifel kommend und der andere, als so genannter ‚Moselcamino’ von Koblenz kommend, dem Flusslauf folgend".

Ein weiteres großes Wallfahrtsziel neben dem Heiligen Rock ist in Trier das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen in der Basilika St. Matthias. Die Geschichte und Bedeutung der seit rund 800 Jahren jährlich stattfindenden Fußwallfahrten zum Grab des heiligen Matthias beschreibt der Benediktinerbruder Hubert Wachendorf, Pilgerpfarrer und Leiter des Pilgerbüros der Trierer Benediktinerabtei St. Matthias.

Bernhard Schneider, Markus Nicolay: Hubert Wachendorf: „Der Heilige Rock im Dom zu Trier und auf dem Weg zu Jakobus und Matthias", Verlag Weyand Trier, 120 Seiten, 8,90 Euro.




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