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Pressedienst

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Freitag, 1. Juli 2011

Information
Peter und Paul: Stadt und Dom feiern Patron
Pontifikalamt im Trierer Dom – neue Domherren ernannt

Der luxemburgische Erzbischof Fernand Franck, neuer Trierer Ehrendomherr, predigte während des Peter-und-Paul-Festes im Dom
Trier – Mit einem Pontifikalamt haben Stadt und Dom am Mittwoch, 29. Juni das Hochfest der Apostel Petrus und Paulus gefeiert. Der heilige Petrus ist nicht nur Patron des Trierer Domes, sondern auch der Schutzheilige der Stadt Trier. In dem Gottesdienst, an dem auch der Konvent der Benediktinerabtei St. Matthias teilnahm, wurden Klemens Hombach und Eugen Vogt als nichtresidierende Domkapitulare eingeführt. Hombach ist Dechant des Dekanates Rhein-Wied, Vogt war bis vor kurzem Dechant in Koblenz. Sie treten die Nachfolge von Johannes Stahl und Josef Schmidt an, die aus Altersgründen auf ihren Sitz im Kapitel verzichtet hatten. Als „nichtresidierende Domkapitulare“, haben sie ihren Dienstsitz nicht in Trier. Zu ihren Rechten gehört vor allem die Teilnahme an der Bischofswahl.

Klemens Hombach wurde 1945 in Kotzenroth/Rosenheim geboren. 1973 wurde er von Bischof Dr. Bernhard Stein zum Priester geweiht. Er war Pfarrer in Völklingen und später in Konz. Von 1993 bis 1997 war er Dechant des Dekanates Konz. Seit 1997 ist er Pfarrer in Linz. 1999 wurde er Dechant des Dekanates Linz und 2004 Dechant des neuen Dekanates Linz-Neuwied-Waldbreitbach. Seit 2009 ist er auch Pfarrer in Vettelschoß. Eugen Vogt wurde 1955 in Bad Kreuznach geboren. Er wurde 1983 von Bischof Dr. Hermann Josef Spital zum Priester geweiht. Er war Regionaljugendpfarrer in Koblenz. 1993 wurde er Pfarrer in Koblenz-Arenberg und Niederberg. 1995 wurde er Dechant des Dekanates Koblenz III, von 2004 bis 2011 war er Dechant des neuen Dekanates Koblenz. Seit 2005 ist er Pfarrer im Seelsorgebezirk Koblenz-Rechte Rheinseite. 

Neben der Ernennung von Hombach und Vogt vergab das Domkapitel eine seltene Würdigung: Der Erzbischof von Luxemburg, Fernand Franck, wurde zum Ehrendomkapitular am Trierer Dom ernannt. „Damit ist uns das Erzbistum Luxemburg noch herzlicher und selbstverständlicher verbunden, als bisher schon“, sagte der Trierer Bischof Ackermann anlässlich der Ernennung Erzbischof Francks. Die partnerschaftliche Verbundenheit zwischen Trier und Luxemburg sei nicht zuletzt dank Erzbischof Franck gewachsen, begründete Bischof Ackermann die Entscheidung. „Es gibt kaum ein Fest, an dem nicht jeweils der Bischof des Nachbarbistums anwesend ist, wir tauschen uns auch regelmäßig aus“, wies er auf die guten Beziehungen zwischen den Nachbarn hin.  Der neue Ehrenkapitular, der an diesem Tag das 51. Jubiläum seiner Priesterweihe feierte, war auch Hauptzelebrant und Prediger des Gottesdienstes. „Große Ermutigung geht von diesem Hochfest aus“, sagte Erzbischof Franck zu Beginn seiner Predigt, „Petrus und Paulus können Lehrer sein“. Petrus, der Fischer und Paulus, der Gelehrte seien trotz ihrer Verschiedenheit zu Gründern und Säulen der Kirche geworden. Beiden sei es um den Dienst am Glauben gegangen. Ihr gemeinsames Fest lehrt uns, Respekt zu haben vor verschiedenen Glaubenwegen“, betonte der Erzbischof. Kirchliche Einheit sei nicht gleichzusetzen mit Vereinheitlichung, sondern sei immer „Einheit in Vielfalt“. Daran könnten sich auch Gruppen und Gemeinden in der Kirche ein Beispiel nehmen, Zusammenhang müsse nicht immer auf Sympathie beruhen. „Es geht darum, uns gegenseitig anzunehmen“, sagte Erzbischof Franck, „die Gegensätze versöhnen sich, wo Jesus Christus die Mitte ist“.



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